Meiers Sharks besuchen Eisbären Berlin

Im Rahmen der NHL Global Series 2022 kommt die NHL auch nach Deutschland. Am 4. Oktober empfängt der DEL-Klub Eisbären Berlin die San Jose Sharks. Mit dabei sein wird mit San Joses Power Forward Timo Meier ein Schweizer, der eine enge Verbindung zu Deutschland hat.

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"Die Vorfreude ist sicherlich extrem groß", sagte Sharks-Stürmer Meier in einem exklusiven Interview mit NHL.com/de. "Es ist sehr speziell für alle europäischen Spieler, die einmal die Chance haben, näher an Zuhause Eishockey zu spielen, vor ihren Familien und den ganzen Freunden."
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Näher an Zuhause bedeutet im Falle von Timo Meier rund 640 Kilometer Luftlinie zwischen der deutschen Hauptstadt Berlin und seinem Schweizer Geburtsort Herisau. Das entspricht in etwa der Strecke von San Jose nach Las Vegas. Trotzdem ist der Auftritt auf europäischem Boden etwas ganz Besonderes - nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Fans, immerhin spielen die Sharks zumindest mitten in der Nacht, bei Heimspielen zumeist mit Spielbeginn zwischen 4 Uhr und 4.30 Uhr.

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"Dadurch, dass die Zeitverschiebung während der Saison extrem hoch ist, ist es schwierig, sich die Spiele anzuschauen, auch für meine Familie und Freunde", weiß Meier. "Es sollte also für alle Fans sehr cool sein."
Wurzeln in Deutschland, Familie in Konstanz
Im Sharks-Kader steht aktuell zwar kein Deutscher, doch auch Meier hat Wurzeln in Deutschland und dürfte im Fokus stehen. "Ja, ich habe Familie in Deutschland: Meine Mutter ist Deutsche. Sie kommt aus Konstanz. Ich habe noch Familie dort und wohne auch nahe an der Grenze. Von daher ist es sicher auch für mich etwas Spezielles."
Andersherum sind die Sharks in Deutschland sehr beliebt und hatten in den letzten Jahren viele Spieler "made in Germany". So trugen etwa schon Lean Bergmann, Christian Ehrhoff, Marcel Goc, Thomas Greiss, Dimitri Pätzold oder Marco Sturm das unverwechselbare Trikot in Teal. Mit SAP-Gründer Hasso Plattner haben die Sharks außerdem einen deutschen Franchise-Besitzer.
Selbst Meier ist kein Unbekannter in Deutschland, immerhin gab es zuletzt viele Aufeinandertreffen in der deutschen Nationalmannschaft. Der Schweizer Nationalspieler wird im Spiel gegen die Eisbären also bekannte Gesichter treffen.

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"Ehrlich gesagt habe ich mir den Kader noch gar nicht angeschaut. Ich denke, es gibt sicher ein, zwei familiäre Gesichter, dadurch dass wir in der Junioren-Nationalmannschaft schon oft gegen Deutschland gespielt haben. Auch die Rivalität zwischen Deutschland und der Schweiz im Eishockey ist gestiegen", weiß Meier. "Es wird sicher sehr cool für beide Mannschaften, auch für die Eisbären, gegen uns zu spielen und ein ganz spezielles Spiel. Ich kenne sicher den einen oder anderen."
Sightseeing in Berlin
In Berlin betritt Meier übrigens Neuland. "Ich war noch nie dort", berichtet der Angreifer. "Von dem her freue ich mich, dorthin zu gehen, um eine neue Stadt zu sehen. Berlin ist sicher sehr beeindruckend. Es wird interessant, die Stadt zu erkunden. Ich freue mich riesig darauf!"
Einen genauer Plan wurde noch nicht geschmiedet. Der Fokus liegt sicher auf dem Eishockey, ist das Duell mit den Eisbären so etwas wie eine Generalprobe vor dem Start der NHL-Saison 2022/23. Und trotzdem hofft Meier auf ein Kulturprogramm: "Es wäre schön, wenn man ein bisschen aus dem Hotel rauskommt und einen Tag Zeit hat, sich die Stadt anzuschauen. Vielleicht sogar ein Fußballspiel, wenn zu dieser Zeit eines stattfinden wird. Es gibt aber auch sonst viele schöne, aber auch geschichtliche Sachen, die man sich als Tourist anschauen kann."

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Stippvisite in der Schweiz?
Durch die Global Series verbringen die Sharks gleich zum Beginn der Saison viel Zeit zusammen. Meier hofft auf einen großen Teambuilding-Effekt: "Auf jeden Fall. Die zusätzliche Zeit, die wir dort verbringen, wird uns auf jeden Fall zusammenbringen. Die gemeinsame Zeit im Flugzeug, in den Hotels und in Europa wird den Zusammenhalt in der Mannschaft stärken. Ich freue mich darauf."
Im Hinterkopf behält der 1,84 Meter große und 98 Kilogramm schwere Linksschütze auch noch einen Kurzbesuch in der Schweiz: "Ich kenne die genauen Pläne noch nicht. Aber ich hoffe natürlich, dass ich vielleicht auch kurz nach Hause kommen kann."