Dass er als derzeit bester Scorer der Sharks besonders im Blickpunkt steht und damit auch eine größere Erwartungshaltung an ihn einhergeht, empfindet er nicht als Belastung. "Ich habe mich früher oft selbst unter Druck gesetzt, jetzt ist das nicht mehr so. Ich versuche einfach hart zu arbeiten und jeden Tag meine beste Leistung zu bringen und auf diese Weise dem Team zu helfen. Außerdem haben wir ja mehrere Führungspersönlichkeiten in der Mannschaft", erläuterte er.
Die Berufung für den All-Star-Kader der Pacific Division im Januar wirkte für Meier als zusätzliche Motivationsspritze. Wenige Tage später zauberte er beim 6:2-Heimsieg der Sharks gegen die Los Angeles Kings. Der Rechtsaußen schoss fünf Tore und sorgte damit zugleich für ein Novum. Kein anderer Spieler in der Geschichte seines Klubs hatte zuvor in einem NHL-Match fünf Tore erzielt. Meier war überhaupt erst der fünfte Europäer, der dieses Kunststück in einem Spiel der Liga vollbrachte.
Sharks-Trainer Bob Boughner schwärmte im Nachgang von der begeisternden Darbietung seines Schützlings. "Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen so heißen Burschen wie ihn gesehen zu haben. Man investiert harte Arbeit und hofft, dass ein Spieler das irgendwann einmal zurückzahlt. Timo hat das getan. Seine Geduld und die Art und Weise, wie er geschossen und getroffen hat, waren großartig", ließ der Coach verlauten.
Mit seinem Fünferpack machte Meier auch auf seinen Schweizer Landsmann Roman Josi von den Nashville Predators mächtig Eindruck. "Fünf Tore in einem Spiel zu schießen, ist ein absolut verrücktes Ding", sagte der Berner beim Media Day zum Coup des Sharks-Stürmers. Ein Zufall sei das Ganze allerdings nicht gewesen. "Timo ist ein echter Torjäger, das hat er das gesamte Jahr über gezeigt. Seine Leistungen sind wirklich eindrucksvoll", meinte der Kapitän der Predators.