Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Ottawa Senators und den Tampa Bay Lightning

Für die Ottawa Senators ist jede Partie, in der noch verbleibenden regulären Saison 2025/26 ein Endspiel. Nach sieben Jahren ohne Playoffeishockey in der kanadischen Hauptstadt zwischen 2018 und 2024, möchten sich die Senators zum zweiten Mal in Folge für die Stanley Cup Playoffs der Eastern Conference qualifizieren. Damit dieses Vorhaben gelingt, müssen sie jeden Zähler mitnehmen, den es mitzunehmen gibt. Selbst wenn sich, wie am Dienstag, der Tabellenführer der Atlantic Division im Canadian Tire Centre von Ottawa die Ehre gibt.

Geduldig bleiben ist die Devise

Der jüngste Plan der Hausherren ging auf. Sie gaben den Lightning am Ende deutlich mit 6:2 das Nachsehen und durften sich darüber freuen, ihren zweiten Wildcardplatz im Osten verteidigt zu haben. Die Senators bewiesen erst Geduld, versuchten hinten dicht zu halten und nutzten dann ihre Einschussmöglichkeiten, als es darauf ankam, analysierte Jake Sanderson kurz und bündig den Spielverlauf: „Ich denke, wenn man gegen eine solche Mannschaft spielt, die über viel Können und Talent verfügt, wird sie ihre Phasen haben. Und sie wird auch ihre Chancen bekommen, aber ich fand, wir sind damit ziemlich gut umgegangen und haben unsere genutzt, als sie sich boten“, so der Verteidiger, der zum ersten Mal in seiner vierjährigen NHL-Karriere zwei Tore in einem Spiel markieren konnte.

„Ich habe es schon oft gesagt: Er ist ein außergewöhnlicher Spieler. Er wird immer besser. Er liebt das Spiel. Er ist gut vorbereitet. Er ist ein absoluter Profi, und wir versuchen einfach, ihm nicht zu viele Vorgaben zu machen“, verriet Ottawas Trainer Travis Green.

Alle lieferten

Sanderson schoss den Treffer zum 3:1 sowie zum 5:2 und wurde als bester Spieler der Partie ausgezeichnet. Die Three Stars of the Game komplettierten Kapitän Brady Tkachuk und Tim Stützle. Tkachuk war an vier Toren seiner Senators beteiligt, und dem deutschen Stürmer gelang ein Treffer sowie eine Torvorlage.

Ehe die Mehrzahl der gut 16.000 Besucher über Tore ihrer Senators jubeln konnten, sollte es bis zur 36. Minute dauern. Jordan Spence zeichnete sich auf Vorarbeit von Stützle und Tkachuk als Schütze zur 1:0-Führung aus. Zwar gelang noch vor der zweiten Pause den Lightning der Ausgleich, doch im Schlussabschnitt legten die Senators mit fünf Treffern erst richtig los. Ob bei 5-gegen-5, Im Powerplay oder bei Unterzahl, die Hausherren zeigten sich treffsicher und bezwangen weitere fünf Mal Jonas Johansson im Kasten der Gäste.

Den ersten 2-Tore-Vorsprung der Senators schossen in der 43. und 45. Minute Fabian Zetterlund und Sanderson mit seinem ersten von zwei Toren heraus. Knapp sechs Minuten nach dem Doppelschlag meldeten sich die Lightning mit dem Anschlusstreffer durch Corey Perry zurück, doch die Überzahlformationen der Hausherren sorgten nur wenig später dafür, dass nichts mehr anbrennen sollte. Sowohl das 4:2 von Stützle in der 53. Minute wie auch das 5:2 von Sanderson, nur 13 Sekunden danach, fiel, als die Senators mit einem Mann mehr auf dem Eis standen.

„Ich finde, das war ein verdienter Sieg. Alle haben sich ins Zeug gelegt, und es war natürlich gut, dass wir unser Powerplay in Gang gebracht haben“, freute sich der deutsche Angreifer über den doppelten Punktgewinn.

TBL@OTT: Stützle, Sanderson mit zwei schnellen Toren im dritten Drittel

Den Schlusspunkt setzte schließlich Shane Pinto mit einem Empty Netter bei Unterzahl, als noch 199 Sekunden auf der Uhr standen.

Mit Selbstvertrauen agieren

„Es spielt keine Rolle, mit welcher Mannschaft der Gegner aufläuft. Wir versuchen einfach, jeden Abend unser Spiel durchzuziehen, und ich glaube, wir können es mit jedem aufnehmen“, zeigt sich Stützle zuversichtlich.

Stützle steht bei 82 Punkten (34 Tore, 48 Assists) und knackte damit zum zweiten Mal in seiner NHL-Karriere die 80-Punkte-Marke nach 2022/23 (39 Tore, 51 Assists). Er ist damit der sechste Spieler in der Franchise-Geschichte, dem dies gelang. Vor ihm schafften es Daniel Alfredsson (4x), Jason Spezza (4x), Dany Heatley (3x), Marian Hossa (2x) und Alexei Yashin (2x).

Persönliche Rekorde werden aktuell hintenangestellt, denn in Ottawa möchte man in der Endabrechnung unter den besten Acht im Osten stehen, um das oberste Saisonziel verfolgen zu können, das Green vorgibt.

TBL@OTT: Tim Stützle trifft und liefert zwei Assists beim 6:2-Erfolg der Senators

„Ja, Green bringt irgendwie alle auf Touren. Das ist wichtig. Ich glaube nicht, dass es oft vorgekommen ist, dass wir ein Spiel verloren haben, bei dem wir mit unserer Leistung unzufrieden waren und dann nicht mit einem tollen Spiel zurückgeschlagen haben – das war das ganze Jahr über unsere Devise. Wir können uns bei ihm nicht zwei schlechte Spiele hintereinander leisten“, erklärt Stützle.

Zum Endspurt starten

Bei noch vier ausstehenden Spielen weist Ottawa mit einer Bilanz von 41-27-10 92 Punkte aus. Ihr Vorsprung auf die direkten Verfolger beträgt gegenüber den Columbus Blue Jackets (39-27-12) zwei Zähler, gegenüber den New York Islanders (42-31-5) und Detroit Red Wings (40-29-9) drei Zähler sowie auf die Washington Capitals (39-30-9) fünf Zähler.

„Wir reden viel über Selbstvertrauen. Ja, wir wollen in solchen Momenten dabei sein. Unser Ziel ist es aber nicht nur, die Playoffs zu erreichen, wir wollen den Stanley Cup gewinnen“, so Green.

Die kommenden Gegner der Senators bis zum Saisonende sind die Florida Panthers und die Toronto Maple Leafs jeweils zuhause sowie die Islanders und die New Jersey Devils auf fremden Eis.

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