Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Carolina Hurricanes und den Montreal Canadiens

Die Carolina Hurricanes fanden im Eastern Conference Finale der Stanley Cup Playoffs 2026 am Samstag eine Antwort auf ihre erste Niederlage der Playoffs. Sie hatten in Spiel 1 gegen die Montreal Canadiens ein bitteres 2:6 einstecken müssen. In Spiel 2 zeigten sie sich wieder mehr von der Seite, an die man sich in den ersten beiden Runden gewöhnt hatte. Auf eigenem Eis gewannen sie im Lenovo Center mit 3:2 nach Verlängerung und glichen die Serie zum 1:1 aus. Die Mannschaft von Trainer Rod Brind'Amour lieferte einen dominanten Auftritt.

„Das war so wichtig“, betonte der Trainer. „Montreal wird damit glücklich sein, hier einen Sieg geholt zu haben, aber wir sind glücklich, dass die Serie sozusagen wieder von vorne losgeht. Bis jetzt hat niemand etwas erreicht, außer, dass wir das erste Spiel in die Tonne treten können und richtig anfangen können. So müssen wir das sehen.“

Blitzstart als Antwort auf Niederlage

Es war fraglich, wie die Mannschaft auf die Enttäuschung in Spiel 1 reagieren würde. Die ersten beiden Runden gegen die Ottawa Senators und Philadelphia Flyers gewannen die Hurricanes jeweils ungeschlagen mit einem Sweep in vier Spielen. Da sie nur so wenige Spiele benötigten, hatten sie vor dem Conference Finale zwölf Tage Pause, während die restlichen Serien noch ausgetragen wurden, ein NHL-Rekord.

Offensichtlich war Carolina in Spiel 1 gegen Montreal dadurch etwas eingerostet, denn am Samstag präsentierte sich eine ganz andere Mannschaft. Sie brachte von Beginn an viel Energie aufs Eis und nutzte das auch zur schnellen Führung. Eric Robinson fälschte nach 2:33 Minuten einen Schuss von William Carrier zum 1:0 ab.

„Wir waren gestern noch in der Videoanalyse und wussten, dass wir besser sein müssen“, erklärte Verteidiger Jalen Chatfield. „Wir sind von Anfang an aufs Eis gegangen und haben unser Spiel durchgesetzt. Wir wissen, dass wir Spiele wie heute gewinnen können, wenn wir das tun. Wir werden sicherlich wieder Dinge finden, an denen wir arbeiten müssen, um in Spiel 3 noch besser zu sein.“

MTL@CAR, ECF, Sp2: Robinson fälscht zum 1:0 für die Hurricanes ab

Zurück zur gewohnten Dominanz

Unter Brind'Amours Führung sind die Hurricanes bekannt für ihre dominante Spielweise, die auf viel Puckbesitz und ein klares Übergewicht an Torschüssen ausgelegt ist. In Spiel 1 war davon wenig zu sehen, das Torschussverhältnis lautete zwar 28:22 zugunsten Carolinas, es war aber keine so drückende Übermacht, wie man es von ihnen gewöhnt ist.

In Spiel 2 fand das Team wieder zu seiner Identität und Spielweise zurück. Im ersten Drittel kam Montreal mit 2:7 Torschüssen kaum zum Zug, im zweiten Abschnitt wurde es mit 3:8 Schüssen aus Sicht der Gäste kaum besser. Lediglich im dritten Drittel war das Spielgeschehen mit 7:9 Torschüssen zugunsten Carolinas relativ ausgeglichen.

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Im Forecheck waren die Hurricanes aggressiv und setzten die Canadiens körperlich mit 46 zu 16 Checks unter Druck. Über weite Strecken war es Montreals Torwart Jakub Dobes zu verdanken, dass der Spielstand nicht deutlicher ausfiel.

„Wir haben ein wirklich gutes Spiel geliefert, viel besser als Spiel 1“, zeigte sich Carolinas Siegtorschütze Nikolaj Ehlers zufrieden. „Wir hatten einige große Chancen. An den Gegentoren waren wir vielleicht etwas selbst schuld, aber sie stehen auch nicht ohne Grund hier. Das sind gute Spieler, die ihre Chancen nutzen, egal wie. Darum mussten wir einfach weiter kämpfen. Wir wussten, dass wir gut spielen. Es ging nur noch darum, den Puck im Tor unterzubringen und weiter so zu spielen. Ich bin stolz auf das Team.“

Canadiens zeigen Durchhaltevermögen

Trotz dieser beeindruckenden Zahlen hielten die Canadiens das Spiel eng und erzwangen sogar die Verlängerung. Die zwei Torschüsse im ersten Drittel reichten aus, um in der zwölften Minute den Ausgleich zu erzielen. Nach der erneuten Führung der Hurricanes im zweiten Drittel lieferte Josh Anderson, der bereits das 1:1 erzielt hatte, auch noch das 2:2.

MTL@CAR, ECF, Sp2: Anderson gleicht mit seinem zweiten Tor des Spiels aus

Mit einem gut aufgelegten Dobes zwischen den Pfosten und dieser Effizienz sind die Canadiens nie zu unterschätzen, egal, wie eindeutig der Spielverlauf scheint. Das zeigte das zweite Spiel der Serie deutlich.

„Ich finde, das wir viel richtig gemacht haben“, sagte Montreals Verteidiger Mike Matheson. „Wir haben unser Spiel nicht sauber genug aufs Eis gebracht, verglichen mit dem ersten Spiel. Das müssen wir uns nochmal anschauen und daran arbeiten, besser gegen dieses Team zu werden.“

Ehlers krönt sich zum Helden des Abends

Mit dem Sieg für die Hurricanes war aber weder Dobes noch Doppeltorschütze Anderson der Star des Spiels. Diese Ehre ging an Carolinas Stürmer Nikolaj Ehlers, der vielleicht sein bestes Spiel der Playoffs lieferte.

Der erste Geniestreich des Dänen war das Tor zur 2:1-Führung. In der 38. Minute bekam er den Puck an der Mittellinie von Jacob Slavin. Er lief ins gegnerische Drittel, tanzte im Rückwärtsgang durch zwei Verteidiger der Canadiens und tunnelte Dobes aus der Drehung, ein absolutes Traumtor.

Der Höhepunkt des Abends folgte dann in der Verlängerung. Chatfield fing den Puck an der eigenen blauen Linie ab und schickte seine Stürmer zum Konter los. Mark Jankowski leitete den Puck in der neutralen Zone zu Ehlers weiter und der feuerte nach insgesamt 63:29 Minuten aus dem Slot einen starken Schuss an Dobes vorbei ins Tor.

„Ich kann kaum noch sprechen“, sagte Ehlers zur Stimmung nach dem Treffer. „Nach dem Tor bin ich ziemlich laut geworden. Chatty hat den Puck gekriegt und ich sah Jenks und Robbie von der Bank kommen, also dachte ich, ich starte durch und gehe auf die andere Seite, um etwas Raum zu schaffen. Das war ein super Pass. Ich weiß nicht mal, ob er von Robbie oder Jenks kam. Dann habe ich nur versucht, Tempo aufzunehmen und so schnell wie möglich zu schießen, um den Torwart zu überraschen. Den Puck im Tor und die Reaktion der Fans zu sehen war ziemlich cool.“

Weiter geht es mit der Serie am Montag (8 p.m. ET; Di. 2 Uhr MESZ) mit Spiel 3 im Bell Centre der Canadiens.

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