Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den Colorado Avalanche

Bei den Vegas Golden Knights hat Kapitän Mark Stone am Sonntag ein glanzvolles Comeback gefeiert. Er trug mit seiner starken Vorstellung maßgeblich dazu bei, dass die Mannschaft in Spiel 3 des Western Conference Finales gegen die Colorado Avalanche einen Drei-Tore-Rückstand wettmachte und am Ende einen 5:3-Erfolg einfuhr. Durch diesen Triumph vor eigenem Publikum ist Vegas nur noch einen Sieg vom Einzug ins Stanley Cup Finale entfernt.

Die Vorzeichen stehen statistisch gesehen gut, dass der Champion von 2023 auch in diesem Jahr in die Endspielserie einzieht. Denn Teams, die in der Vergangenheit in der Vorschlussrunde im Modus Best-of-7 mit 3:0 in Führung lagen, schafften zu 100 Prozent (Matchbilanz 49-0) den Sprung ins Finale.

Ähnliches: Aufholjagd der Golden Knights in Spiel 3

„Es hat sich heute großartig angefühlt. Die Rolle als Zuschauer behagt mir gar nicht. Da stehe ich viel lieber auf dem Eis“, sagte Stone nach dem Match in der T-Mobile Arena. Wegen einer Unterkörperverletzung musste er zuvor fünf Begegnungen aussetzen. Darunter befanden sich die beiden Auswärtspartien gegen die Avalanche zu Beginn der Serie in Denver. „Es fällt einem zwar leichter, auf der Tribüne zu sitzen, wenn das Team gut spielt. Aber gestern habe ich keinen Grund mehr gesehen, noch länger zu warten“, erläuterte der Angreifer. Von diesem Entschluss sollten die Golden Knights enorm profitieren.

Zunächst lief es jedoch überhaupt nicht bei Vegas. Man merkte der Avalanche an, dass sie nach den zwei Heimniederlagen fest entschlossen war, den Negativtrend zu stoppen. Nach dem ersten Drittel lagen die Gäste durch Tore von Gabriel Landeskog (4.), Nazem Kadri (8.) und Jack Drury (14.) mit 3:0 vorne. Eigentlich eine solide Führung, zumal für ein Spitzenteam wie Colorado. Aber an diesem Abend reichte dieser Vorsprung nicht aus.

COL@VGK, WCF, Sp. 3: Kadri und Necas kombinieren zum 2:0

Im zweiten Abschnitt bliesen die Golden Knights zur Aufholjagd. Stone übernahm die Rolle des Antreibers. Nach gerade einmal 19 Sekunden beförderte er den Puck zum 1:3-Anschluss in die Maschen. Es war das drittschnellste Tor zu Beginn eines Drittels in der Klubgeschichte. Im Powerplay bekam Stone nach einem Pass von Mitch Marner das Schlägerblatt an den Puck und bugsierte ihn über die Linie.

„Unser Start ins erste Drittel war miserabel. Wenn man gegen die Avalanche in einen offenen Schlagabtausch geht, liegt man schnell mit ein paar Toren hinten. Wir haben es jedoch geschafft, uns in die Partie zurück zu kämpfen, indem wir uns auf das besonnen haben, was in den ersten zwei Spielen funktioniert und uns ausgezeichnet hat: smartes Eishockey spielen, Zweikämpfe gewinnen, die kleinen Dinge richtig machen“, erklärte Stone.

COL@VGK, WCF, Sp. 3: Stone und Marner kombinieren beim PPG zum 3:1

William Karlsson (25.) und Keegan Kolesar (33.) – beide mit ihren ersten Treffern in den laufenden Playoffs - stellten im weiteren Verlauf des Mitteldurchgangs den Ausgleich her.

Beim Führungstor der Golden Knights im letzten Drittel durch Tomas Hertl (49.) hatte Stone erneut seine Hände im Spiel. In der neutralen Zone legte er die Scheibe auf den Schützen ab und skatete in Richtung Auswechselbank, so dass er den Abschluss gar nicht mehr mitbekam. „Auf einmal haben alle gejubelt. Ich habe mir den Treffer dann in der Wiederholung angesehen. Klasse, wie Tomas da auf der linken Seite angeflogen kam und vors Tor zog“, kommentierte Stone die letztlich spielentscheidende Szene. Denn die Avalanche erholte sich von diesem Schlag nicht mehr. In der Schlussminute band Brett Howden den Sack mit einem Empty-Netter zu.

Damit hatte Vegas zum ersten Mal in den Stanley Cup Playoffs nach einem Rückstand von drei Toren das Eis noch als Gewinner verlassen. Mit dem Erfolg in Spiel 3 gegen Colorado machten die Golden Knights zudem ihre sechste Spielzeit mit 50 Siegen in der regulären Saison und der Postseason perfekt. Der einzige andere Klub in der Ligageschichte, der das ebenfalls in den ersten neun Jahren seines Bestehens geschafft hat, sind die Edmonton Oilers.

Nach Ansicht von Stone ist die Resilienz ein großer Trumpf bei Vegas. „Wir haben eine Menge Selbstvertrauen. Wir wissen, dass wir jeden Gegner bezwingen können, wenn wir unsere Bestleistung abrufen“, betonte er.

Für den Kontrahenten sind das keine verheißungsvollen Worte. Colorado droht nach zwei nahezu perfekten Runden jetzt das frühe Aus im Western Conference Finale. Spiel 4 zwischen den Golden Knights und der Avalanche findet am Dienstag (9 p.m. ET; Mi. 3 Uhr MESZ) wiederum in der T-Mobile Arena von Vegas statt.

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