1021 wojciech stachowiak

Jede Woche blickt NHL.com/de auf die Leistungen der Deutschen, Österreicher und Schweizer in den sogenannten „Minor Leagues“ wie der AHL und ECHL sowie auf bereits gedraftete DACH-Spieler in den kanadischen Juniorenligen WHL, OHL und QMJHL.

In dieser Woche im Minors Report: Rückblick auf die Division-Finals und Vorschau auf die Conference-Finals

Die AHL-Rakete startet in den Calder Cup Playoffs 2026 die nächste Zündung: Die Division Finals sind seit Sonntagabend beendet - am Mittwoch starten die letzten vier verbliebenden Mannschaften in den Conference Finals. NHL.com/de wagt gleichzeitig einen Rückblick und eine Vorschau.

Stachowiak scheidet mit Grand Rapids aus

Mit Wojciech Stachowiak ist der letzte DACH-Spieler in den Calder Cup Playoffs ausgeschieden. Der 26-jährige in Danzig geborene Stürmer zog in der Best-of-5-Serie im Central Division Finale mit seinen Grand Rapids Griffins (Farmteam der Detroit Red Wings) gegen die Chicago Wolves (Farmteam der Carolina Hurricanes) mit 1:3 den Kürzeren.

Alle vier Spiele wurden mit nur einem Tor Unterschied entschieden, zweimal ging es in die Overtime (1:2, 3:4 n.V., 4:3 n.V., 2:3). Chicago hatte die reguläre Saison als Zweiter, Grand Rapids als Erster der Central Division abgeschlossen. 

Stachowiak kam in acht Playoff-Partien von Grand Rapids zum Einsatz. Dabei steuerte er drei Assists (0-3-3) bei. Erst im Sommer hatte der1,85 Meter große Linksschütze einen Vertrag beim Tampa Bay Lightning unterschrieben und kam 38-mal für dessen Farmteam Syracuse Crunch in der AHL zum Einsatz (9-8-17). Während der Hauptrunde wurde er zu den Griffins getradet, wo er vor Beginn der Playoffs noch zehn Spiele bestritt (4-11-15). Stachowiaks Vertrag läuft zum Saisonende aus, er wird Unrestricted Free Agent.

Grand Rapids hatte in den Playoffs einige Spieler eingesetzt, die auch für Detroit in der NHL aufliefen. Das Sextett bestehend aus Michael Brandsegg-Nygard (4-4-8), Sheldon Dries (2-5-7), Carter Mazur (5-1-6), Erik Gustafsson (1-5-6), John Leonard (1-4-5) und Axel Sandin-Pellikka (1-3-4) führte auch die Playoff-Scorer-Wertung der Griffins an. Zwischen den Pfosten bestätigte Torwart Michal Postava seine starke Hauptrunde und betrieb auch in den Playoffs (2,09 Gegentore/Spiel, 91,2 Prozent Fangquote) mächtig Eigenwerbung.

Syracuse Crunch left wing Wojciech Stachowiak (9) on the ice during the first period of the American Hockey League game between the Syracuse Crunch and Cleveland Monsters on December 4, 2025, at Rocket Arena in Cleveland, OH. (Photo by Frank Jansky/Icon Sportswire via Getty Images)

Thunderbirds, Monsters und Firebirds bleiben auf der Strecke

Neben Grand Rapids schieden auch die Springfield Thunderbirds (Farmteam der St. Louis Blues) im Atlantic Division Finale (2:3 gegen die Wilkes-Barre/Scranton Penguins), die Cleveland Monsters (Farmteam der Columbus Blue Jackets) im North Division Finale 2:3 gegen die Toronto Marlies) sowie die Coachella Valley Firebirds (Farmteam des Seattle Kraken) im Pacific Division Finale (1:3 gegen die Colorado Eagles) aus. 

Springfield hatte sich als Sechster und damit als letztes Team der North Division für die Playoffs qualifiziert. Ein Grund für diesen langen Playoff-Run war die Leistung von Goalie Georgi Romanov (1,84 Gegentore/Spiel, 93,9 Prozent Fangquote). Die Blues dürften außerdem die Entwicklung von Verteidiger Calle Rosen (3-4-7) sowie der Stürmer Akil Thomas (3-3-6) und Aleksanteri Kaskimäki (0-7-7) mit großem Interesse verfolgt haben.

Bei Cleveland dürften sich die Angreifer Luca Del Bel Belluz (1-6-7) und Mikael Pyyhtiä (3-2-5) auf den Radar der Blue Jackets gespielt haben. Ein sicherer Rückhalt war Zach Sawchecko (2,01 Gegentore/Spiel, 91,4 Prozent Fangquote).

Coachella Valley, das vor zwei Jahren noch Vize-Meister in der AHL wurde, hatte mit Niklas Kokko (2,6 Gegentore/Spiel, 90,6 Prozent Fangquote) ein spannendes Torwart-Talent zwischen den Pfosten. Außerdem spielten sich Oscar Fisker Molgaard (7-4-11), Jagger Firkus (4-5-9), Jani Nyman (3-6-9), Jon-Randall Avon (7-1-8) und Lleyton Roed (3-4-7) in den Vordergrund.

Eastern Conference Final: Penguins vs. Marlies

Im Eastern Conference Finale treffen die Wilkes-Barre/Scranton Penguins (Farmteam der Pittsburgh Penguins) auf die Toronto Marlies (Farmteam der Toronto Maple Leafs). Die Serie beginnt am Mittwoch (7:05 p.m. ET; Donnerstag, 1:05 Uhr MESZ) in der Mohegan Sun Arena at Casey Plaza in Wilkes-Barre im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Die Penguins qualifizierten sich als Zweiter der Atlantic Division für die Calder Cup Playoffs und setzten sich dort im Division Halbfinale mit 3:1 gegen die Hershey Bears sowie im Division Finale mit 3:2 gegen die Springfield Thunderbirds durch. Auf MVP-Kurs ist Torwart Sergei Murashov (1,74 Gegentore/Spiel, 94,3 Prozent Fangquote). Überhaupt ist die Defensive angesichts von erste sieben Gegentoren in vier Spielen und einem Penalty Killing von 84,6 Prozent sehr stabil. Vorne stachen Tristan Broz (3-6-9), Ville Koivunen (3-4-7) und Mikhail Ilyin (1-6-7) als Top-Scorer heraus.

Die Marlies haben ihre Stärken dagegen in der Offensive: 39 Tore schoss Toronto in 13 Spielen und stellt mit Vinni Lettieri (6-7-13), Logan Shaw (6-5-11) und William Villeneuve (1-10-11) vier der drei besten Scorer in den gesamten Playoffs 2026. Im Tor erwies sich Artur Akhtyamov als zuverlässige Nummer 1 (2,18 Gegentore/Spiel, 92,2 Prozent Fangquote). Hinzu kommt eine Auswärtsstärke der Marlies, die vier von sieben Partien in der Ferne gewinnen konnten. Toronto war Vierter in der North Division, räumte in der Ersten Runde die Rochester Americans (2:1) und spielte fortan den Favoriten-Schreck im Division Halbfinale gegen die Laval Rocket (3:2) sowie im Division Finale gegen die die Cleveland Monsters (3:2).

Western Conference Final: Eagles vs. Wolves

Im Western Conference Finale stehen sich die Colorado Eagles (Farmteam der Colorado Avalanche) und Chicago Wolves (Farmteam der Carolina Hurricanes) gegenüber. Spiel 1 ist am Donnerstag (7:05 p.m. ET; Freitag, 1:05 Uhr MESZ) im Budweiser Events Center in Loveland/Colorado.

Beide Teams hatten jeweils starke Special Teams: Colorado kommt auf 20,7 Prozent im Powerplay (6.) sowie auf 95,2 Prozent im Penalty Killing (6.). Chicago bringt es auf 21,2 Prozent im PP (5.) sowie auf 82,9 Prozent im PK (14.).

Die Eagles schlossen in der Pacific Division als zweitbestes Team ab und überstanden in den Calder Cup Playoffs bereits drei Runden: 2:0 hieß es in der Ersten Runde gegen die San Diego Gulls, 3:1 im Division Halbfinale gegen die Henderson Silver Knights sowie 3:1 gegen die Coachella Valley Firebirds im Division Finale. Dabei blieb Colorado zu Hause perfekt mit sechs Siegen aus sechs Heimspielen. Torwart Trent Miner (1,26 Gegentore/Spiel, 94,7 Prozent Fangquote) war bislang kaum zu überwinden und trägt die Mannschaft in den Playoffs. Ivan Ivan (1-9-10), Tristen Nielsen (6-3-9), Alex Barre-Boulet (3-5-8) und T.J. Tynan (2-6-8) sorgten in der Offensive für Furore.

Die Wolves qualifizierten sich als Zweiter in der Central Division für die Playoffs, wo sie im Division Halbfinale erst die Texas Stars (3:2) und dann im Division Finale die Grand Rapids Griffins (3:1) aus dem Weg räumten. Torwart Cayden Primeau (2,31 Gegentore/Spiel, 92,4 Prozent Fangquote) spielt bislang eine starke Offseason. Gleiches gilt für Vorderleute wie Ryan Suzuki (4-4-8), Felix Unger Sörum (3-5-8) oder Bradley Nadeau (1-7-8).

Verwandte Inhalte