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Erst vier Mannschaften in der Geschichte der Stanley Cup Playoffs haben es geschafft, in einer Best-of-7-Serie trotz eines 0:3-Rückstands zurückzukommen, diese zu drehen und zu gewinnen. In einem Conference Finale gelang das noch nie. Die Colorado Avalanche würde also Geschichte schreiben, gelänge im Western Conference Finale 2026 noch ein erfolgreiches Comeback gegen die Vegas Golden Knights. In Spiel 4 am Dienstag (9 p.m. ET; Mittwoch, 3 Uhr MESZ) heißt es für Colorado: Sieg oder Sommerpause.

schwierigste Herausforderung Es ist definitiv ein hoher Berg, den wir erklimmen müssen“, weiß Avalanche-Trainer Jared Bendnar, dessen Team sich keine weitere Niederlage erlauben kann. „Das kommt einfach nicht sehr oft vor, und das verstehen wir natürlich, aber ich glaube, wir haben viel Stolz und viel Charakter in unserer Mannschaft, was sich im Laufe des Jahres immer wieder gezeigt hat. Das wird unsere schwierigste Herausforderung sein, aber ich glaube fest daran, dass wir da sein werden. Wir sind bereit zu spielen und für den Sieg zu kämpfen. Ein einziger Spielzug kann reichen, um den Unterschied zu machen.“

Aus einem 0:3-Serienrückstand einen 4:3-Seriensieg zu zaubern gelang zuletzt den Los Angeles Kings in den Stanley Cup Playoffs 2014. Zuvor vollbrachten bereits die Toronto Maple Leafs in 1942, die New York Islanders in 1975 sowie die Philadelphia Flyers in 2010 ein solches Kunststück.

„Wir wissen, wo wir stehen und dass so etwas nicht oft passiert“, sagt Flügelstürmer Martin Necas. „Wir müssen es von Spiel zu Spiel angehen und morgen erstmal eines gewinnen. „Wir hatten in dieser Saison viele Phasen, in denen wir vier Spiele hintereinander gewonnen haben. Deshalb konzentrieren wir uns einfach auf das nächste Spiel und wollen den Sieg nach Hause holen. Alles ist möglich.“

Die Avalanche hatte in der Ersten Runde die Los Angeles Kings gesweept (4:0) und sich in der Zweiten Runde gegen die Minnesota Wild (4:1) durchgesetzt. Gegen die Golden Knights im Western Conference Finale gingen bislang alle drei Partien verloren (2:4, 1:3, 3:5).

„Es gibt viele Leute da draußen, die gerne in unserer Position wären“, glaubt Center Brock Nelson. „Wir haben noch immer eine Chance. Wie müssen also den Prozess und die Arbeit genießen, sie an allererste Stelle setzen. Wir müssen da raus gehen und füreinander alles geben. Ich glaube, das sind die Momente, von denen man träumt, die Gelegenheit zu haben, etwas Besonderes zu leisten.“

Erschwerend kommt für Colorado jedoch hinzu, dass mit Top-Scorer und -Torjäger Nathan MacKinnon, Top- und Offensivverteidiger Cale Makar sowie Power Forward Valeri Nichushkin gleich drei enorm wichtige Leistungsträger angeschlagen sind und sogar auszufallen drohen.

„Es ist eine große Herausforderung, aber darauf kann man sich freuen oder?“, stellt Verteidiger Josh Manson eine rhetorische Frage. „Alles fängt mit einem Spiel an. Darauf kommt es jetzt an. Vielleicht können wir den Stein ins Rollen bringen. Ich denke, man muss das Ganze positiv betrachten und sich vor Augen führen, was daraus werden könnte und wie wir das Ziel erreichen werden. Es wird ein Gefühl der Dringlichkeit herrschen, aber wir müssen dabei clever sein und im Mute der Verzweiflung spielen. Man muss dieses Gefühl von ‚Alles oder Nichts‘ bewahren, während man bis an die Grenzen geht.“

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