Carolina Hurricanes v Montreal Canadiens

Im Eastern Conference Finale der Stanley Cup Playoffs 2026 geht es am Montag (8 p.m. ET, Dienstag, 2 Uhr MESZ) in Spiel 3 wieder von vorne los. Montreal gewann Spiel 1, Carolina Spiel 2. Die Serie geht zum ersten Mal ins Bell Centre in Montreal, wo beide Mannschaften um die wichtige 2:1-Führung kämpfen.

NHL.com/de blickt mit fünf Slapshots auf die Partie des Abends.

Special Teams noch kein Faktor

Bereits zu Beginn der Serie deutete sich ein interessantes Duell der Special Teams an. Die Canadiens hatten mit einer Erfolgsquote von 25 Prozent ein gutes Powerplay, mit 74,1 Prozent aber ein schwaches Unterzahlspiel. Bei den Hurricanes sah die Sache genau umgekehrt aus. In Überzahl war Carolina mit 13,5 Prozent relativ harmlos, dafür war die Mannschaft von Rod Brind'Amour in Unterzahl mit 95 Prozent kaum zu knacken.

Im Conference Finale waren die Special Teams bisher aber kein Faktor. Carolinas Unterzahl blieb in sechs Situationen gewohnt perfekt, doch auch Montreal präsentierte sich in seinen vier Unterzahlsituationen überraschend zuverlässig und ließ ebenfalls kein Gegentor zu.

„Das ist immer eine Gelegenheit“, äußerte sich Carolinas Kapitän Jordan Staal zu den Special Teams. „Zu dieser Jahreszeit wird es nicht einfach. Das werden enge Spiele sein. Ich bin froh, dass wir uns in den Situationen mit den Special Teams wohlfühlen und wir sind gewillt alles zu tun, um den Sieg zu holen.“

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Carolina Hurricanes und den Montreal Canadiens

Canadiens bleiben unbeeindruckt

Die Hurricanes haben einen sehr eindeutigen Stil, der sie für gewöhnlich zum Erfolg führt. Sie verbringen viel Zeit in Puckbesitz, fahren einen aggressiven Forecheck und geben viele Torschüsse ab. Die meisten Mannschaften lassen sich davon regelrecht ersticken und zerbrechen früher oder später unter dem ständigen Druck. Montreal kam damit bisher aber überraschend gut zurecht.

In Spiel 1 ließen die Canadiens das Spiel der Hurricanes gar nicht erst zu. Montreal ging früh in Führung und hielt das Spiel danach relativ ausgeglichen. In Spiel 2 gelang es Carolina, den Gegner einzuschnüren, jedoch ohne klare Ergebnisse. Die Canadiens lagen zwei Mal mit einem Tor hinten, glichen aber beide Male aus und erzwangen die Verlängerung. Am Ende machte nur ein Schuss den Unterschied. Präsentieren sie sich weiterhin so, haben sie in jedem Spiel eine echte Chance auf den Sieg gegen den Favoriten.

MTL@CAR, ECF, Sp2: Anderson gleicht mit seinem zweiten Tor des Spiels aus

Warten auf die zweite Reihe

Die Hurricanes kassieren kaum Tore, doch besonders gegen Montreal ist die Offensive bisher nicht gerade spektakulär. Fünf Tore gab es für Carolina in zwei Spielen, eins davon erst in der Verlängerung von Spiel 2.

Teil des Problems ist, dass die zweite Reihe im Conference Finale noch nicht in Fahrt kam. Taylor Hall ist mit zwölf Punkten (drei Tore, neun Assists) bisher der Topscorer des Teams in den Playoffs. Jackson Blake liegt mit elf Punkten (vier Tore, sieben Assists) auf Rang zwei, Logan Stankoven folgt mit acht Punkten (sieben Tore, ein Assist) auf Platz drei und ist der beste Torjäger. Im Conference Finale erzielte das sonst so effektive Trio allerdings noch keinen Punkt.

„Ich fühle mich hier wohl“, erklärte Hall seinen bisherigen Erfolg. „Im Lauf der Saison habe ich gemerkt, wie mein Spiel wächst. In einer Reihe mit ‚Stank‘ und ‚Blakey‘ zu spielen und diese Gelegenheit zu kriegen, hat Spaß gemacht. Wir spielen gut zusammen. Meistens verbringen wir viel Zeit in Puckbesitz. Wir erobern die Scheibe, schalten schnell um und machen Druck in der Offensive. Das passt zu meiner Spielweise, genau wie die ganze Mannschaft und Rod als Trainer.“

Wird der Heimvorteil zum Faktor?

Über den Heimvorteil wird oft geredet, besonders in den Playoffs. Seltener wird der Druck zum Thema, den das Spiel vor den eigenen Fans aufbauen kann. Das gilt besonders für so ein junges Team wie die Canadiens in einer Stadt wie Montreal, in der Eishockey praktisch die dominante Religion unter der Bevölkerung ist.

Das scheint für die Canadiens in den Playoffs bis jetzt tatsächlich ein Faktor zu sein. Während sie auswärts sieben von zehn Spielen gewannen, holten sie zu Hause in sechs Partien nur zwei Siege. Sollten sie es schaffen, sich im Bell Centre wohler zu fühlen und Energie aus der Unterstützung ihrer fanatischen Anhänger zu ziehen, könnte das in den nächsten beiden Spielen zum Problem für Carolina werden.

„Ich glaube, ich kann für die ganze Mannschaft sprechen, wenn ich sage, dass es etwas ganz Besonderes ist, im Bell Centre zu spielen“, erklärte Center Jake Evans. „Unsere Fans sind so leidenschaftlich und wir wollen ihnen zurückgeben, was wir können. Wir freuen uns darauf. Wir lieben es, hier zu spielen. Das ist so ein besonderer Ort. Eine weitere Chance zu kriegen, für unsere Fans eine gute Show zu liefern, ist eine großartige Gelegenheit.“

Auf Sky Sport: Ehlers entscheidet das Spiel mit seinem zweiten Tor des Spiels

Torhüter im Fokus

In einer Phase der Saison, in der jedes Spiel entscheidend sein kann, sind die Torhüter besonders wichtig. Vor dem Conference Finale war klar, dass es zu einem hochklassigen Duell kommt. Montreals Jakub Dobes präsentierte sich in den ersten beiden Runden, die die Canadiens beide in sieben Spielen gewannen, mit 91 Prozent Fangquote äußerst stark.

Noch besser war allerdings Carolinas Frederik Andersen. Der Däne war in acht Spielen ungeschlagen, führte alle Torhüter in den Playoffs mit 95 Prozent Fangquote an, hatte zwei Shutouts und hatte nie mehr als zwei Tore kassiert. In Spiel 1 gegen Montreal erlaubte er sich beim 2:6 allerdings den ersten Ausrutscher. Die Canadiens konnten beweisen, dass er schlagbar ist. Dobes hatte allerdings bereits ähnliche Spiele. In der zweiten Runde ließ er in Spiel 6 gegen die Buffalo Sabres ebenfalls sechs Tore zu. Ein schwacher Abend eines Torhüters kann entscheidenden Einfluss auf die Serie haben. Dobes machte in den Playoffs einen wirklich guten Job, doch der Druck ist enorm und die Psyche der Torhüter rückt in den Fokus.

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