Sein Blick ist ernst, der Frust noch immer sichtbar. Tim Stüzle und die Ottawa Senators scheiterten vor zwei Tagen in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs an den Carolina Hurricanes. Kein einziges Spiel wurde gewonnen. Es war eine schmerzliche Niederlage, die noch längst nicht verarbeitet ist. Stützle macht am heutigen Montag den Eindruck, als wäre die Niederlage in Spiel 4 erst wenige Minuten her.
„Zunächst einmal ist es natürlich enttäuschend“, sagt er, als er bei einer Medienrunde nach seinem persönlichen Fazit gefragt wurde. „Was ich nach dem Spiel gefühlt habe, war wahrscheinlich das schlimmste Gefühl jemals.“ Er haderte vor allem mit seiner persönlichen Leistung. In der regulären Saison war der 24-Jährige der beste Torschütze und Topscorer seiner Mannschaft zugleich. Doch ausgerechnet in den Playoffs, der wichtigsten Zeit des Jahres, kam die Effektivität abhanden. Stützle blieb torlos und bekam lediglich einen Assist zustande.
Stützle: „Ich habe es offensiv nicht hinbekommen“
„Man will alles für den Nebenmann machen und für ihn gewinnen. Und ich hatte das Gefühl, dass ich es offensiv einfach nicht hinbekommen habe. Ich hatte so viele Chancen, gerade in Spiel 2. Wenn du so viele Möglichkeiten hast, besonders in der Overtime, musst du irgendwie einen Weg finden, das Ding zu machen. Ich glaube, die Serie wäre dann anders verlaufen. Die Serie war definitiv enger, als es das 0:4 vermuten lässt. Es gab viele Phasen, in denen wir richtig gut gespielt haben. Ich bin einfach traurig für die Jungs. Wir haben das ganze Jahr hart gearbeitet, um an diesen Punkt zu kommen.“
Stützle sprach offen über seine mentale Situation. „Ich habe das Gefühl, dass ich jemand bin, der sich selbst sehr viel Druck macht. Ich will so gut sein, wie ich nur kann. Ich probiere alles dafür“, sagt er. „Wenn man sich selbst so viel Druck macht, will man natürlich immer das Beste leisten. Wir haben alle hart gearbeitet, jeder in der Kabine auf die gleiche Weise, und jeder macht sich selbst Druck.“




















