Dies trifft auch auf Tim Stutzle zu, der sich ebenfalls in die Torschützenliste eintrug. Der junge Deutsche hat damit in der laufenden Saison die Marke von 60 Scorer-Punkten (27 Tore, 33 Assists) erreicht. Er ist erst der dritte Spieler in der Franchise-Geschichte, der im Alter von unter 22 Jahren 60-mal in einer Saison gepunktet hat. Dies gelang zuvor lediglich Alexei Yashin (79 Punkte in der Saison 1993/94) und Erik Karlsson (78 Punkte in 2011/12).
Damit nicht genug: Mit insgesamt 147 Punkten in 187 NHL-Spielen ist der damalige Nummer-3-Pick der mit Abstand effektivste Spieler des Draftjahrgangs 2020. Lucas Raymond von den Detroit Red Wings, der an Position vier gepickt wurde, folgt dahinter und hat ganze 57 Scorer-Punkte weniger (38 Tore, 52 Assists). Der damalige Nummer-1-Pick Alexis Lafreniere von den New York Rangers rangiert mit 81 Scorerpunkten (42 Tore, 39 Assists) auf Rang vier.
Überhaupt befinden sich die Senators auf der Erfolgsspur und haben sechs der jüngsten acht Partien gewonnen beziehungsweise in fünf Spielen davon gepunktet. Stützle hatte bereits vor dem Spiel gegen Detroit in seinem Blog auf NHL.com/de erklärt, dass die Senators die Playoffplätze fest im Blick haben. "Es wird natürlich schwer. Wir haben jetzt noch wichtige Spiele und wollen so viele wie möglich gewinnen. Wichtig ist, dass wir weiter unser Spiel spielen."
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Mit einem Torschussverhältnis von 42:24 hatten sie das Heimspiel gegen die Red Wings im Griff, mussten allerdings durch den Gegentreffer von Tyler Bertuzzi, der aus einer Vorlage von Pius Suter resultierte, in der elften Minute zunächst einen Rückschlag verarbeiten. Im zweiten Spielabschnitt waren zunächst die Special Teams der entscheidende Faktor. Jake Sanderson gelang im Powerplay der Ausgleich, ehe David Perron die Red Wings, ebenfalls in Überzahl, erneut in Führung brachte. Drake Batherson gelang allerdings im Powerplay wieder der Ausgleich zum 2:2.
Von diesem Zeitpunkt an erwiesen sich die Senators als deutlich effektiver. Claude Giroux und Brady Tkachuk sorgten mit ihren Treffern dafür, dass Ottawa mit einem 4:2 in die zweite Pause ging. Nur 47 Sekunden nach Wiederbeginn erhöhte Thomas Chabot auf 5:2, ehe Stützle fünf Minuten vor Spielende für den Endstand von 6:2 sorgte. Der 21-Jährige hatte den Puck im gegnerischen Drittel selbst gewonnen und daraufhin direkt verwertet.
"Es gab heute viele Emotionen auf beiden Seiten. Ich finde, dass alle großartig gespielt haben. Unsere Reihen haben funktioniert, und die Fans haben uns Energie gegeben", sagte Giroux. "Es war ein großartiges Spiel für uns, aber wir wissen, dass es morgen wieder hart wird." Am heutigen Dienstag folgt nämlich am selben Ort die Revanche gegen die Red Wings (7 pm ET, NHL.tv, Mittwoch, 1 Uhr MEZ).
Beide Mannschaften könnten die Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze dringend gebrauchen. Die Red Wings rund um den Deutschen Moritz Seider haben mit 64 Punkten aus 59 Spielen einen Rückstand von drei Zählern auf den zweiten Wildcard-Playoff-Platz, der von den Pittsburgh Penguins belegt wird. Die Senators haben mit 61 Zählern einen Rückstand von fünf Punkten.
Die Red Wings haben nun zwei Spiele in Folge verloren, nachdem sie zuvor sieben aus acht Spielen gewonnen hatten. "Jeder kämpft um sein Leben", sagt der Center Dylan Larkin. "Wir spielen gegen Mannschaften, die um den gleichen Platz kämpfen wie wir. Es fühlte sich bereits jetzt an wie Playoff-Eishockey."