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Vanek krönt sein 1000. NHL-Spiel mit einem Tor

Der Angreifer der Detroit Red Wings ist der erste Österreicher, der diesen Meilenstein erreicht

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Perfekter hätte der Freitagabend für Thomas Vanek nicht verlaufen können: Vor den Augen seiner Familie auf der Tribüne der Little Caesars Arena krönte der Stürmer der Detroit Red Wings sein 1000. NHL-Hauptrundenspiel mit einem Tor. Noch größer wurde die Festtagsstimmung, als Dylan Larkin 26 Sekunden vor Schluss der Verlängerung das 4:3 gegen die Nashville Predators erzielte und dem Jubilar an seinem denkwürdigen Tag auch noch einen Sieg bescherte. Vor dem ersten Puckwurf hatte der Klub den 34 Jahre alten Badners mit einer Zeremonie gewürdigt. Vanek ist der erste Österreicher in der Ligageschichte, der den Meilenstein von 1000 Einsätzen erreicht hat.

Nach Spielbeginn trübten sich die Gesichtszüge bei den Spielern und Anhängern der Red Wings zunächst ein. Die Predators erweckten nicht den Eindruck, als wollten sie Vanek ein Gastgeschenk bereiten. Nach 23 Minuten lagen sie mit 2:0 vorne. Doch die Red Wings ließen sich nicht entmutigen und schafften durch Andreas Athanasiou den Anschluss. In der 34. Spielminute hatte Vanek dann seinen großen Auftritt. Aus dem rechten Bullykreis beförderte er einen Abpraller von der Bande zum umjubelten Ausgleich ins Netz.
Nashvilles Schlussmann Pekka Rinne streckte sich vergeblich. Nach jeweils einem weiteren Treffer auf beiden Seiten ging das Spiel in die Verlängerung, in der Detroit das bessere Ende für sich hatte.

Video: NSH@DET: Red Wings ehren Vanek für 1.000. Spiel

"Es war ein gelungener Abend. Wir haben mit viel Leidenschaft gespielt und verdient gewonnen.", konstatierte Vanek im Anschluss an die Begegnung. Über die Zuneigungsbekundungen zu Beginn freute er sich sehr. "Ich wusste ja nicht, was auf mich zukommt. Die Fans waren großartig", lautete seine Dankesbotschaft. "Als Kind habe ich immer davon geträumt, ein Spiel in der NHL zu machen. Jetzt sind es 1000 geworden. Das ist einfach toll."

Nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Mitspieler waren sich der besonderen Bedeutung des Matches für Vanek bewusst. "Wir haben die ganze Zeit nach ihm Ausschau gehalten", sagte Stürmerkollege Larkin. "Als er das Tor geschossen hat, lief mir ein Freudenschauer über den Rücken", bekannte er freimütig.

Video: FLA@DET: Vanek bezwingt Luongo per Bauerntrick

Vanek ist der vierte Spieler der Red Wings, der beim 1000. NHL-Einsatz einen Treffer erzielte. Vor ihm war dies dem vor Saisonbeginn zurückgetretenen Mannschaftskapitän Henrik Zetterberg (2017), Ivan Boldirev (1984) und Dean Prentice (1968) gelungen.

Für Vanek war der 1000. Auftritt bereits der zweite Meilenstein in der laufenden Saison. Im Spiel gegen die Washington Capitals am 23. November hatte er seinen 400. Assist verbucht. Mit dem Tor im Jubiläumsspiel gegen die Predators ist der Linksaußen einer weiteren stolzen Marke ein Stückchen nähergekommen - der von 800 Scorerpunkten. Seit seinem Debüt für die Buffalo Sabres in der Saison 2005/06 hat er nunmehr 770 Zähler (364 Tore, 406 Vorlagen) in der regulären Saison gesammelt.

 

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In seiner Karriere hatte Vanek schon mehrfach mit Zahlen und Fakten für Furore gesorgt. Einen unaufhaltsamen Lauf hatte er 2006/2007 bei den Sabres. Er stand in allen 82 Hauptrunden-Spielen auf dem Eis und erreichte dabei seine bis heute bestehende persönliche Saisonbestleistung von 84 Scorerpunkten (43 Tore, 41 Vorlagen). Mit seinem Plus-Minus-Wert von +47 stellte er in jenem Jahr die komplette Konkurrenz in den Schatten. Damit war er der erste Spieler seines Landes und der erste Sabres-Akteur seit 1980, der diese Kategorie für sich entschied. Am 28. April 2006 im Match gegen die Philadelphia Flyers erzielte er den ersten Treffer eines Österreichers in den Stanley Cup Playoffs und am 13. Dezember 2008 markierte er das 10.000. Tor der Sabres in ihrer NHL-Geschichte.

Ob Vanek nach dem Sieg gegen Nashville an all dies gedacht hat, darf bezweifelt werden, zumal er Zahlenwerken nach eigener Aussage generell wenig Bedeutung beimisst. Viel wichtiger dürfte ihm gewesen sein, dass die Red Wings die Talfahrt der vergangenen Wochen stoppen konnten. Vor dem Duell gegen die Predators hatten sie sechs Niederlagen in Serie kassiert. Dabei gaben sie mehrfach einen klaren Vorsprung aus der Hand. "Manchmal fängt man mit einer Führung im Rücken an nachzudenken. Man schaut auf die Uhr und wird plötzlich unsicher. Heute haben wir uns keine großen Gedanken gemacht, sondern einfach unser Spiel durchgezogen", beschrieb Vanek das Rezept, mit dem sein 1000. Spiel für ihn und seine Mannschaft ein gutes Ende fand.

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