Burakovsky beendet Sp. 1 nach 1:23 in OT mit dem 4:3

Den Tampa Bay Lightning hat erneut ein Stolperstart den Sieg in Spiel 1 des Stanley Cup Finals 2022 gekostet: Beim 3:4 n.V. gegen die Colorado Avalanche gerieten die Lightning früh in Rückstand, schafften es aber nicht, die Partie zu drehen. In Panik aber gerät Tampa deshalb nicht.

Zum dritten Mal ein Stotterstart in eine Playoff-Serie
In drei von vier Serien in den Stanley Cup Playoffs 2022 haben die Lightning das jeweilige Spiel 1 verloren: In der 1. Runde gegen die Toronto Maple Leafs (0:5), im Conference Finale gegen die New York Rangers (2:6) und nun auch im Stanley Cup Finale gegen die Colorado Avalanche (3:4 n.V.).
"Bislang waren wir immer gut darin, uns nach Niederlagen besser an einen Gegner anzupassen, also werden wir das auch dieses Mal schaffen", sagte Tampas Kapitän Steven Stamkos.
In der Tat konnten die Lightning beide Serien gegen die Maple Leafs (4:3) und Rangers (4:2) am Ende noch gewinnen. Einen ähnlichen Verlauf erhofft sich Tampa Bay nun auch für die Serie gegen die Avalanche.

"Mich hat heute nichts überrascht, denn ich wusste, dass sie extrem talentiert sind und dieses Spiel richtig gut beherrschen. Das war heute nicht anders.", gab sich auch Trainer Jon Cooper ganz gelassen. "Wir werden uns das jetzt ganz genau anschauen. Unsere Spieler haben heute ein Gefühl für den Gegner bekommen, wie sie sich verhalten und wie sie Schlittschuhlaufen und in welche Bereiche sie vorstoßen. Auch wir müssen aus diesem Spiel lernen. Das macht eine Best-of-7-Serie ja so großartig, weil sich die Spieler am Ende so gut kennen und die Abläufe bekannt sind. Es war am Ende ein spannendes Spiel, das bis in die Overtime gegangen ist, aber für uns gibt es mit Sicherheit noch viel zu lernen."
Lightning auch mit Fehlstart im 1. Drittel
In Spiel 1 in Denver verschliefen die Lightning den Beginn: Colorado hatte im ersten Drittel 15:8 Torschüsse und ging verdient mit 3:1 in Führung.
"In den ersten zehn Minuten haben wir nicht unser bestes gespielt, das können wir besser", haderte Tampas Stürmer Patrick Maroon. "Es ist schwer, in dieser Arena in den ersten zehn Minuten zu bestehen: Die Fans haben für eine tolle Atmosphäre gesorgt, sie sind mit Härte, Struktur und Tempo aus der Kabine gekommen. Das wussten wir. Wir müssen ihre Offensive besser in den Griff bekommen. Am Ende haben wir aber nicht deshalb, sondern wegen unserer Leistung verloren."
"Sie waren im 1. Drittel besser", musste auch Verteidiger Mikhail Sergachev zugeben. "Wir haben Tore kassiert und unseren Torwart im Stich gelassen. Das müssen wir besser lösen."
Auch der Kapitän kam zu einer ähnlichen Analyse: "Vielleicht haben wir uns zu sehr zurückgelehnt, zu viel verteidigt und zu wenig attackiert", so Stamkos. "Sie haben ein paar richtig gute Spieler, ein richtig schnelles Team und sie haben mit viel Tempo gespielt. Manchmal brauchst du das erste Spiel, um sich ein wenig abzutasten und um zu schauen, gegen wen man da spielt. Wir treffen während einer Saison ja nicht oft auf diese Jungs. Ich vertraue auf die Fähigkeit dieser Mannschaft, sich anzupassen und ich weiß, dass wir im nächsten Spiel einen deutlich besseren Start haben werden."

TBL@COL, Sp1: Burakovsky erzielt den Sieg in Overtime

Lightning mit großem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
Schon in Spiel 1 zeigte Tampa Bay eine gewisse Entwicklung und Anpassung, denn im zweiten Drittel kamen effektive Lightning binnen 48 Sekunden auf 3:3 zurück.
"Die zweite Hälfte des Spiels hat mir gut gefallen, da haben wir uns zurückgekämpft", hob Maroon das Positive hervor. "Wir haben zu unserem Spiel zurückgefunden. Wir wissen, wie wir spielen müssen und haben großes Vertrauen in unsere Fähigkeiten. Das war erst Spiel 1, wir werden uns voll fokussieren und jetzt für Spiel 2 vorbereiten."
Dieses steigt nach zwei spielfreien Tagen am Samstag (Sonntag, 2 Uhr MESZ, NHL.tv, Sky Sport) in einer wohl erneut sehr lauten Arena in Denver.
"Wir nehmen jetzt einen Tag frei, ruhen uns ein wenig aus, schauen nicht zu viel auf Social Media, bekommen unseren Kopf ein bisschen frei und haben dann wieder ein gutes Training", blickt Sergachev voraus. "Wir verlieren nach einer Niederlage unser Selbstvertrauen nicht. Wir geben niemals auf und glauben an uns."