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Das Match zwischen den New Jersey Devils und den Buffalo Sabres schien genau nach dem Geschmack der Devils zu laufen. Nach 20 gespielten Minuten führten die Gäste am Freitagabend mit 2:0 und wähnten sich auf der Siegesstraße. Es folgte der Galaauftritt von Tage Thompson, der im heimischen KeyBank Center vierfach traf und die Begegnung fast im Alleingang drehte. Am Ende unterlag New Jersey mit 2:5 und musste einen herben Rückschlag im Playoff-Kampf hinnehmen.

Schweizer Vorlagen

Nach dem ersten Abschnitt waren die Devils bereits die vermeintlichen Sieger. Max Willman traf nach drei gespielten Minuten zur frühen Führung, ehe Jesper Bratt kurz nach der Hälfte des ersten Drittels auf 2:0 erhöhte. Die beiden Vorlagen für Bratts Treffer gingen an Nico Hischier und Timo Meier.

Der Erfolg wäre für die Devils und die beiden Schweizer ein wichtiger Schritt beim Blick auf den Playoff-Kampf in der Eastern Conference gewesen. „Wir wissen, dass das ein Spiel war, das wir zu unserem Vorteil nutzen mussten“, gab New Jerseys Kapitän Hischier zu. „Ich glaube nicht, dass es irgendwelche Ausreden gibt. Wenn man sich das Spiel ansieht, müssen wir einfach einen Weg finden, gegen bestimmte Teams zu gewinnen, und das haben wir das ganze Jahr über nicht geschafft. Das sollte nicht passieren. Eine weitere unreife Leistung von uns.“

Der Frust auf Seiten der Devils saß tief. Der Rückstand auf die Washington Capitals, die auf dem zweiten Wildcard-Platz stehen, liegt bei fünf Punkten. Besonders bitter ist dabei, dass die Capitals zwei Spiele weniger absolviert haben. Auch der Blick in die Division verheißt nichts Gutes. Die drittplatzierten Philadelphia Flyers liegen, bei gleicher Spieleanzahl, sechs Punkte vor New Jersey.

In Buffalo keimt, nach dem Comeback-Erfolg, ein Fünkchen an Playoff-Hoffnung auf. Die Sabres liegen nur einen Punkt hinter den Devils und hielten sich mit dem Sieg die Tür zur Schlussrunde zumindest ein wenig offen.

Immer wieder Thompson

Der Hauptgrund für die weiter bestehenden Hoffnungen auf eine Fortsetzung der Saison nach der Hauptrunde war am Freitag Thompson. Der Angreifer feierte seine Saisontore 23 bis 26 und stellte die Partie mit einem Viererpack auf den Kopf.

Der vierfache Torschütze untermauerte nach dem Spiel die Herangehensweise der Mannschaft, die trotz des Rückstands nicht aufgab. „Ich denke, wenn man die Saison als Ganzes betrachtet, gibt es eine Menge Spiele oder Situationen, in denen die Dinge nicht so gelaufen sind, wie wir es uns als Gruppe oder als Einzelne gewünscht hätten“, spielte Thompson auch auf die 2:6-Niederlage der Sabres am Mittwoch an.

„Ich dachte, dass es nach einem ähnlichen Start mit zwei Gegentoren einfach gewesen wäre, die Zelte abzubrechen und einzupacken, aber wir haben die richtige Reaktion gezeigt. Ich denke, das sagt viel über den Charakter in diesem Raum aus.“

Thompson ging mit seinen Treffern bei der Aufholjagd voran. Nach 28 Sekunden im Mittelabschnitt besorgte er den Anschluss, um 17 Minuten später auszugleichen. Es folgte der Führungstreffer nach etwas mehr als 15 Minuten im Schlussabschnitt. Thompson hatte das Match im Alleingang gedreht. JJ Peterka netzte noch zum 4:2 in das verwaiste Devils-Tor ein, ehe Thompson selbst den Schlussakkord, in das abermals leere Tor der Gäste, setzte. Peterka kommt nun auf fünf Tore während einer Serie von vier Spielen.

Thompson als Mehrfachtorschütze

Mit seinem Viererpack untermauerte Thompson erneut, dass er nach einem Treffer zur Höchstform aufläuft. Nach seinem dritten Erfolgserlebnis durfte er den fünften Hattrick in den vergangenen beiden Spielzeiten feiern. Lediglich Auston Matthews (6), Zach Hyman (5) und David Pastrnak (5) können bei diesem Wert in der Zeitspanne mithalten.

Das vierte Tor sorgte für Thompsons zweites Match, in dem er im Dress der Sabres viermal einnetzen konnte. Er ist erst der vierte Spieler in der Franchise-Geschichte, dem das mehrfach gelang. Die anderen drei sind Rick Martin (4), Dave Andreychuk (3) und Alexander Mogilny (2). Unter allen aktiven Spielern konnten nur Alex Ovechkin (4) Anze Kopitar (2) und Nathan MacKinnon (2) ebenfalls mehrfach viermal treffen.

Pause vor dem Schlussspurt

Während es für die Sabres bereits am Samstag (7 p.m. ET; NHL.tv; So. 0 Uhr MEZ) mit einem Duell gegen die Toronto Maple Leafs weiter geht, steht für die Devils eine zweitägige Pause auf dem Plan. Erst am Dienstag (7 p.m. ET; NHL.tv; Mi. 1 Uhr MESZ) empfangen sie die Pittsburgh Penguins zu einem vermeintlichen erstem Endspiel um die Playoff-Chancen.

„Ich denke, es ist gut, dass wir jetzt ein paar Tage frei haben, vor allem nach so einer Niederlage, um uns neu zu formieren und zu konzentrieren“, befand Devils-Trainer Travis Green nach dem Spiel gegen die Sabres. „Dann können wir uns eigentlich nur noch um das nächste Spiel kümmern.“

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