Draisaitl-Hischier-Stutzle Split 7-13

Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft über die kommenden Tage einen Blick auf die aktuellen Spitzenspieler auf jeder Position. Grundlage dafür ist die offizielle Positionsangabe in den Statistiken von NHL.com, selbst wenn ein Spieler in der abgelaufenen Saison anders eingesetzt wurde.

In der heutigen Ausgabe: Die zehn besten DACH-Spieler

Leon Draisaitl (Edmonton Oilers)

An dem 30 Jahre alten Kölner lag es nicht, dass sich die Oilers dieses Jahr bereits in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 verabschieden mussten. Gerade von einer Unterkörperverletzung genesen, gehörte er in den sechs Partien gegen die Anaheim Ducks durchweg zu den Scorern von Edmonton. Zehn Punkte (drei Tore, sieben Assists) waren für ihn am Ende registriert. Die Knieblessur, die sich Draisaitl in der Endphase der regulären Saison zugezogen hatte, verhinderte seine siebte Spielzeit mit mindestens 100 Punkten. In 65 Einsätzen brachte es der Center auf 97 Zähler (35 Tore, 62 Assists). Damit war er trotzdem mit Abstand der erfolgreichste Punktesammler unter den DACH-Spielern.

Erlebt alle Tore von Leon Draisaitl in der Saison 2025/26 noch einmal

Nico Hischier (New Jersey Devils)

Erstmals seit seiner Premierensaison 2017/18 bestritt der Kapitän der Devils wieder alle 82 Spiele. Dabei glänzte er wie gewohnt in seiner Rolle als Zwei-Wege-Stürmer. 66 Punkte (28 Tore, 38 Assists) hatte er zum Schluss auf dem Konto. Es war seine fünfte Saison in Folge mit mindestens 60 Zählern. Als Team blieben die Devils diesmal weit hinter den Erwartungen zurück. Als Siebter der Metropolitan Division verpassten sie die Postseason deutlich. Wesentlich besser lief es für den 27-jährigen Walliser mit der Schweizer Nationalmannschaft bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 (Viertelfinale) und der IIHF WM 2026 im eigenen Land (Silbermedaille).

Hischiers Top-5-Tore der Saison 2025/26

Tim Stützle (Ottawa Senators)

Gerade einmal sieben Punkte fehlten dem 24 Jahre alten Viersener, um seine persönliche Bestleistung von 90 Zählern aus der Saison 2022/23 zu egalisieren. Mit 83 Punkten (34 Tore, 49 Assists) aus 80 Einsätzen avancierte der Center zum zweiten Mal nacheinander und zum dritten Mal in vier Jahren zum erfolgreichsten Scorer der Senators. Stützle zählt seit Jahren zu den Führungspersönlichkeiten in Ottawa. Gut möglich, dass er nach dem Trade von Brady Tkachuk zu den Florida Panthers noch mehr Verantwortung fürs Team bekommt. Er wird als einer der Kandidaten für das vakante Kapitänsamt gehandelt. Das Aus nach einem Sweep in der Auftaktrunde der Playoffs war zwar bitter für Stützle und die Senators. Der Kontrahent hieß jedoch Carolina Hurricanes. Die Vertretung aus Raleigh holte kurz darauf den Stanley Cup.

Moritz Seider (Detroit Red Wings)

Als Abwehrchef und Assistenzkapitän gehört der in Zell an der Mosel geborene Seider seit Jahren zu den Aushängeschildern der Red Wings. Als Taktgeber von der blauen Linie, vor allem im Powerplay, war er an zahlreichen Treffern seiner Mannschaft beteiligt. Alles in allem standen für ihn 50 Assists zu Buche. Der 25-Jährige ist der erste Verteidiger seit dem legendären Niklas Lidstrom in der Saison 2007/08, der diese Ausbeute erreichte. Mit 60 Punkten setzte er eine persönliche Scorerbestmarke. Darüber hinaus baute Seider seinen eigenen Ironman-Rekord auf 410 Partien aus. Seit seinem Einstand vor fünf Jahren hat er kein einziges Saisonspiel verpasst.

J.J. Moser (Tampa Bay Lightning)

Der 26 Jahre alte Bieler ist längst zu einem zentralen Baustein im Gefüge der Lightning geworden. Besonders in Auge stach seine überragende Plus-Minus-Bilanz von +41. Mit diesem Wert belegte der Defensivspieler den achten Platz im NHL-Gesamtranking. Seine Einsatzzeit von durchschnittlich 21:34 Minuten bedeutet den zweiten Rang bei Tampa Bay. Moser absolvierte 79 Begegnungen und kam auf 29 Punkte (7 Tore, 22 Assists). Im Schweizer Nationalteam zählte er bei Olympia und der WM ebenfalls zu den Stützen.

Roman Josi (Nashville Predators)

Für den inzwischen 35 Jahre alten Berner war die zurückliegende Spielzeit von mehreren bedeutenden Meilensteinen geprägt. Am 22. Januar, beim 5:3-Erfolg gegen die Senators, bestritt er das 1000. Spiel seiner NHL-Karriere. Und am 31. Januar, beim 4:3-Sieg gegen die New York Islanders, schoss er sein 200. Tor in der regulären Saison. Josi war der erste Verteidiger der Predators und der 24. Blueliner in der Geschichte der Liga, der dieses Kunststück vollbrachte. Mit der Schweiz holte er im Mai sich nach 2013, 2018 und 2024 die vierte Silbermedaille bei einer Weltmeisterschaft ab.

NSH@NYI: Josi bringt die Predators mit seinem 200. NHL-Tor spät im dritten Drittel in Führung

Timo Meier (New Jersey Devils)

Bei der Heim WM hängte sich der 29 Jahre alte Herisauer nach 2018 und 2025 die dritte Silbermedaille um den Hals. Sie war nach den starken Darbietungen mit der Nati ein Trostpflaster für eine alles in allem verkorkste NHL-Saison, bei der Meier auch persönlich weit unter seinen Möglichkeiten blieb. Lediglich 44 Punkte (24 Tore, 20 Assists) aus 77 Begegnungen wies die Statistik für ihn aus. Das war die drittschlechteste Scorerbilanz in seiner NHL-Karriere. Wie groß das Potenzial des Power Forwards in Wirklichkeit ist, beweisen seine elf Punkte (drei Tore, acht Assists) aus neun WM-Partien.

JJ Peterka (Utah Mammoth)

In seiner zweiten Saison bei den Mammoth schaffte der 24-jährige Münchner erstmals den Einzug in die NHL-Playoffs. Peterka wirkte in allen 82 Saisonspielen mit und kam auf 47 Punkte (25 Tore, 22 Assists). In der Postseason ging ihm etwas die Luft aus. In den sechs Duellen in der ersten Runde gegen die Vegas Golden Knights blieb er ohne Scorerpunkte. In der neuen Saison spielt der Flügelstürmer für die Boston Bruins, bei denen der deutsche Trainer Marco Sturm das Zepter schwingt.

EDM@UTA: Peterka bringt die Mammoth in Führung

Akira Schmid (Vegas Golden Knights)

Der 26-jährige Berner ist die Überraschung aus DACH-Sicht. Vor der Saison eigentlich fürs AHL-Farmteam Henderson Silver Knights vorgesehen, schwang sich Schmid nach der Verletzung von Stammtorwart Adin Hill zur Nummer 1 bei den Golden Knights auf. Nach der Rückkehr von Hill und nachdem Neuzugang Carter Hart ab Dezember seine Spielberechtigung wiedererlangt hatte, bekam Schmid zwar wieder deutlich weniger Einsatzmöglichkeiten. Dennoch fällt seine Saisonbilanz mehr als ordentlich aus. Seine Leistungsdaten lauten: 34 Spiele, 29 Starts, Matchbilanz 16-10-6, Gegentorschnitt 2,59, Fangquote 89,3 Prozent und zwei Shutouts. In der neuen Saison 2026/27 wird Schmid für die Florida Panthers fangen.

VAN@VGK: Schmid rettet gegen Joseph mit einem Hechtsprung

Marco Rossi (Vancouver Canucks, zuvor Minnesota Wild)

Der talentierte Vorarlberger streifte sich 2025/26 das Trikot von zwei Teams über. Für die Wild stand er in 17 Partien auf dem Eis und erzielte 13 Punkte (vier Tore, neun Assists). Im Dezember war der 24 Jahre alte Center dann Bestandteil eines Blockbuster-Trades zwischen Minnesota und Vancouver, bei dem unter anderem Offensivverteidiger Quinn Hughes die Seiten wechselte und sich nach St. Paul verabschiedete. Rossi ist eines der vielen Puzzleteile beim Neuaufbau der Canucks. In der zurückliegenden Saison betritt der Feldkircher noch 33 Spiele für die Kanadier, in denen er 22 Punkte (acht Tore, 14 Assists) verbuchte.

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