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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse der New York Islanders

Bei den New York Islanders zeigte der Trend in der letzten Saison 2025/26 wieder nach oben. Eine Bilanz von 43-34-5 mit 91 Punkten bedeutete einen klaren Aufschwung im Vergleich zur Spielzeit 2024/25 (35-35-12, 82 Punkte). Allerdings wurden die Stanley Cup Playoffs in beiden Jahren verpasst. Jetzt nimmt die Mannschaft mit einem neuen Trainer einen neuen Anlauf.

Die wichtigsten Kaderveränderungen

Pete DeBoer wurde am 4. April 2026 als neuer Headcoach vorgestellt. Der 58-jährige Trainer hat eine eingebaute Playoff-Garantie: In seinen drei Jahren bei den Dallas Stars (2022-2025) erreichte er dreimal das Western Conference Finale. In zweieinhalb Jahren bei den Vegas Golden Knights (2019-2022) erreichte er zweimal die Playoffs. Davor löste er in viereinhalb Jahren bei den San Jose Sharks (2015-2019) ausnahmslos das Playoff-Ticket. In seiner Trainer-Karriere drang DeBoer schon zweimal bis ins Stanley Cup Finale vor (2012 mit den New Jersey Devils, 2016 mit den San Jose Sharks). Seine Verpflichtung ist also ein klares Signal an den Rest der Liga, wo sich die Islanders in der Saison 2026/27 sehen.

Schau dir die fünf schönsten Tore der Islanders aus der Saison 2025/26 an

Neu auf Long Island sind Stürmer Matias Maccelli (Toronto Maple Leafs), Verteidiger Matthew Kessel (St. Louis Blues) und Torwart Vitek Vanecek (Utah Mammoth). New Yorks General Manager Mathieu Darche verpflichtete also keine Stars, sondern Ergänzungsspieler. Maccelli dürfte in den Bottom-Six-Reihen auftauchen. Kessel und Vanecek kämpfen um einen Kaderplatz.

Von Bord gegangen sind der langjährige Kapitän (acht Jahre) und bisherige Franchise-Stürmer (Draft 2009, 6. Runde, 152. Stelle; seit 2013 für die Islanders in der NHL im Einsatz) Anders Lee (Utah Mammoth) sowie Abwehrmann Carson Soucy (Utah Mammoth) und Goalie David Rittich (New Jersey Devils).

Schlüsselspieler

Fixstern im Islanders-Kader ist Senkrechtstarter Matthew Schaefer. Der 18-jährige Verteidiger war im NHL Draft 2025 an erster Stelle ausgewählt worden und spielte ein berauschendes Rookie-Jahr in 2025/26 mit 59 Scorerpunkten (23-36-59) in 82 Spielen. So war es keine Überraschung, dass er die Calder Trophy für den Rookie der Saison abräumte. Der 1,88 Meter große Linksschütze aus Hamilton/Ontario wird als offensiver Part im ersten Abwehr-Paar neben dem eher defensiven Rechtsschützen Ryan Pulock auflaufen.

Die personifizierte Lebensversicherung der New Yorker ist Ilya Sorokin, der zu den besten Goalies in der gesamten Liga zählt. In 55 Spielen der abgelaufenen Saison glänzte er mit 29 Siegen, einem Gegentorschnitt von 2,68, einer Fangquote von 90,6 Prozent und tütete mit sieben Shutouts die meisten aller NHL-Torhüter ein.

CBJ@NYI: Sorokin mit seinem NHL-anführenden 7. Saison-Shutout

Im Mannschaftsteil Sturm wird es allen voran auf die beiden Routiniers Matthew Barzal (29) und Bo Horvat (31) ankommen. Hauptrollen könnten auch zwei Schweden übernehmen: Scharfschütze Simon Holmstrom (25) und Power Forward Emil Heineman (24) können jetzt ins beste Angreifer-Alter.

Spieler aus dem DACH-Raum

Fehlanzeige.

Stärken

Die Islanders werden auch 2026/27 über eine stabile Defensive kommen wollen. Bereits in der Vorsaison hatte New York in Sachen Abwehr (2,88 Gegentore/Spiel; 5.), Goaltending (89,6 Prozent; 8.) und Shutouts (sieben Shutouts; 1.) durchaus beachtliche Werte. Der viermalige Stanley Cup Champion denkt die Verteidigung mit allen fünf Spielern auf dem Eis und ist deshalb eine nur schwer zu knackende Nuss.

Verbesserungspotenziale

Insbesondere in der Offensive fehlt den Islanders oft die nötige Durchschlagskraft. Zuletzt reihte sich der Angriff (2,79 Tore/Spiel; 25.) sowie auch das Powerplay (16,5 Prozent; 30.) eher auf den hinteren Plätzen ein. Der Grund dafür liegt auf der Hand: New York fehlt die Superstar-Power im Sturm, also Qualität in der Spitze. 2025/26 erzielten nur drei Spieler mehr als 20 Tore (Horvat, 20; Schaefer, 23; Heineman, 22), darunter waren nur zwei Stürmer (Horvat und Heineman). Nur drei Spieler sammelten mehr als 42 Scorerpunkte (Barzal, 72; Schaefer, 59, Horvat, 57).

TOR@NYI:Schaefer versenkt den Puck und stellt damit Leetchs NHL-Torerekord von 23 ein.

Vielversprechende Talente

Mit Viktor Eklund (19) dürften ein spannendes Talent in der Aufstellung zum Saisonauftakt fest eingeplant sein. Der rechtsschießende Flügelstürmer wurde im Draft 2025 in der 1. Runde an 16. Stelle ausgewählt und ist mit seiner Schnelligkeit und seinem Arbeitseifer ein Energiebündel, das in der dritten Reihe zum Einsatz kommen dürfte. 

Ein spannender Zwei-Wege-Verteidiger ist Isaiah George (22), der den Konkurrenzkampf in der Abwehr von Anfang an schüren soll. Mittelfristig wird das auch von den Abwehr-Talenten Kashawn Aitcheson (19; Draft 2025, 1. Runde, 17. Stelle) und Malte Gustafsson (18; Draft 2026, 1. Runde, 13. Stelle) sowie von Stürmer Cole Eiserman (19; Draft 2024, 1. Runde, 20. Stelle) erwartet.

Playoff-Chancen

Der DeBoer-Effekt ist nicht zu unterschätzen. Trotzdem fehlen den Islanders die Superstars, die den Unterschied auszumachen. Viel wird davon abhängen, wie gut Schaefer in seinem Sophomore Year performt. Am Ende wird sich New York aber wohl nicht für die Stanley Cup Playoffs 2027 qualifizieren.

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