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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit

Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse der Philadelphia Flyers

Die Philadelphia Flyers zählten zu den positiven Überraschungen der vergangenen Saison. Nachdem sie fünf Jahre in Folge die Stanley Cup Playoffs verpasst hatten, waren sie auch 2025/26 eher in der Rolle des Außenseiters. Doch Trainer Rick Tocchet nahm in seiner ersten Spielzeit einen positiven Einfluss und führte das Team auf den 3. Platz der Metropolitan Division.

In den Playoffs setzten sich die Flyers mit dem 4:2 gegen die Pittsburgh Penguins durch, ehe sie in der Zweiten Runde mit 0:4 dem späteren Stanley-Cup-Champion Carolina Hurricanes unterlagen. Können sie sich nun dauerhaft als Playoff-Team etablieren?

Die wichtigsten Kaderveränderungen

Die Flyers sorgten mit dem Offer Sheet für Leo Carlsson (5 Jahre, 90 Millionen US-Dollar) für Schlagzeilen, doch die Anaheim Ducks zogen mit dem Angebot gleich, sodass der Restricted Free Agent in Kalifornien bleibt. Nach diesem Paukenschlag wurde es rund um den Klub ruhiger, ein Mega-Star kam nicht.

Philadelphia verstärkte sich im Tor per Trade mit Joseph Woll. Der 28-Jährige absolvierte bislang 117 Spiele für die Toronto Maple Leafs und kam auf eine Save-Quote von 90,6 Prozent. „Wir haben das Gefühl, dass er Vladdy (Dan Vladar) in einem Torhüter-Tandem unterstützen kann“, sagte der General Manager Daniel Brière über den Transfer. Vladar spielte eine erste solide Saison bei den Flyers (Save-Quote: 90,6 Prozent).

Ähnliches: Woll von den Maple Leafs an die Flyers abgegeben

Im Rahmen des gleichen Trades wurde auch Simon Benoit von Toronto losgeeist. Der 27-jährige Verteidiger blickt auf drei Spielzeiten bei den Maple Leafs zurück. Er soll für mehr Tiefe in der Verteidigung sorgen und dürfte in den erweiterten Kreis der Top-7-Verteidiger rücken, könnte aber auch zu den Top-6 zählen.

„Wir waren in der Verteidigung etwas klein aufgestellt. Uns gefallen Simons Größe und sein Skating“, sagte Brière über den 1,93 Meter großen Abwehrspieler. Im Gegenzug für Woll und Benoit gaben die Flyers Verteidiger Emil Andrae, Torwart Samuel Ersson und einen Drittrunden-Pick für 2026 an Toronto ab. Ersson steht mittlerweile bei den Ottawa Senators unter Vertrag.

Für mehr Tiefe im Sturm soll Noel Acciari sorgen, der einen Vertrag über zwei Jahre und 5,6 Millionen Dollar unterzeichnete. Der 34-Jährige Center brachte es vergangene Saison bei den Pittsburgh Penguins auf 67 Spiele, 13 Tore und 12 Assists. „Ich möchte dem Team auf jede erdenkliche Weise helfen“, kündigte er an. „Ob es darum geht, einen Schuss zu blocken oder einen harten Check zu fahren. All die kleinen Dinge, die mir im Laufe meiner Karriere geholfen haben, würde ich gerne bei Philly einbringen.“

PIT@COL: Acciari nutzt den Hintereingang zum Ausbau der Führung

Schlüsselspieler

Der Fokus in der Offseason lag darauf, die Top-Spieler zu behalten und mit neuen Verträgen auszustatten. Verteidiger Jamie Drysdale, Center Trevor Zegras und Flügelstürmer Tyson Foerster unterzeichneten neue hochdotierte Verträge. Der 25-jährige Zegras ist mit jährlich 9,125 Millionen US-Dollar der neue Top-Verdiener und entwickelt sich zum Gesicht der Franchise.

„Trevor ist ein wichtiger Bestandteil unseres Teams, seitdem wir ihn von Anaheim verpflichtet haben“, sagte Brière. „Er kümmert sich ums Gewinnen. Selbst in der Vertragsverhandlung übernahm er das Kommando und sagte: ‚Ich will hier sein.‘ Er hat in seiner Karriere viel durchgemacht. Das macht ihn stärker.“

Ähnliches: Zegras unterzeichnet Vierjahresvertrag bei den Flyers

Zegras war vergangene Saison mit 26 Toren und 41 Assists der zweitbeste Scorer von Philadelphia. Minimal effektiver war Travis Konecny mit 27 Toren und 41 Assists.

Spieler aus dem DACH-Raum

Im Kader der Flyers befinden sich aktuell keinen Spieler aus dem deutschsprachigen Raum.

Stärken

Die Flyers sind eine eingespielte und entwicklungsfähige Mannschaft. Der Kader beinhaltet viele junge Spieler, die ihren Zenit noch längst nicht erreicht haben. Vor allem diese Gruppe dürfte an der Playoff-Erfahrung wachsen. Eine Stärke von Philadelphia ist die Abwehr. In der abgelaufenen Saison kassierte sie im Schnitt nur 2,91 Treffer pro Spiel. Lediglich acht Mannschaften ließen weniger Gegentreffer zu.

Verbesserungspotenziale

Die große Schwachstelle waren die Special Teams. Die Powerplay-Quote von 15,7 Prozent war die schwächste der Liga. In den Playoffs wurden sogar nur 8,3 Prozent der Überzahlsituationen genutzt. Auch die Penalty-Killing-Quote von 77,6 Prozent (Platz 22) war in der regulären Saison nicht überragend.

Vielversprechende Talente

Die Flyers entwickeln sich zu einer Talentschmiede. Insgesamt zehn Rookies präsentierte Philadelphia in der Saison 2025/26. Porter Martone (19; neun Spiele, 4-6-10), Alex Bump (22; 17 Spiele, 5-4-9), Denver Barkey (21; 43 Spiele, 5-12-17) und Nikita Grebenkin (23; 55 Spiele, 4-10-14) stachen heraus. Oliver Bonk (21; ein Spiel, 1-1-2) und Jett Luchanko (19; vier Spiele, 0-0-0) sind die nächsten Top-Talente.

BOS@PHI: Martone erzielt bei Überzahl in der OT sein erstes NHL-Tor

Playoff-Chancen

Philadelphia kann positiv in die Zukunft blicken. Angesichts der vielen jungen Spieler sind zwar Formschwankungen einzukalkulieren, sodass die erneute Playoff-Qualifikation kein Selbstläufer wird. Perspektivisch allerdings könnten die Flyers sich zu einem Top-Team entwickeln.

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