Sollten die Blues Bedarf an Stürmern haben, dann kommen aus ihrem Talentepool wohl am ehesten Klim Kostin und Jordan Kyrou infrage. Letzterer hat in der vergangenen Runde schon NHL-Luft geschnuppert. In 16 Spielen erzielte er ein Tor und verbuchte zwei Vorlagen. Kostin, an 31. Stelle 2017 im Draft gezogen, hatte in der vergangenen Spielzeit 24 Punkte (zehn Tore, 14 Assists) in San Antonio.
Stärken
Der große Umbruch nach dem Cup-Gewinn ist ausgeblieben. General Manager Armstrong hat darauf verzichtet, das Team komplett auf links zu drehen. Große Free-Agent-Verpflichtungen gab es nicht. Und auch in Sachen Trades hielt man sich vornehm zurück. Der Vorteil: Das Team ist eingespielt. Jeder kennt jeden. Die Automatismen sollten bekannt sein.
Die Blues vertrauen wieder auf die Ausgeglichenheit der Mannschaft. In den Scoring-Statistiken wird man die Blues-Akteure wohl auch in der kommenden Runde nicht ganz vorne sehen. Das werden die Spieler aber locker verschmerzen können, wenn am Ende wieder der ganz große Wurf gelingen sollte.
Entwicklungspotenzial
Was soll man bei einer Mannschaft noch verbessern, die als Titelverteidiger in die Saison startet? Wohl nicht viel. Head Coach Craig Berube und sein Team werden aber darauf achten müssen, dass die Blues nicht noch mal so einen Fehlstart wie in der vergangenen Runde hinlegen. Für Berube gilt es, neue Reize zu setzen. Neue Spieler muss er nicht integrieren. Er muss vielmehr darauf aufpassen, dass sich bei den Etablierten nicht der Schlendrian einschleicht, dass sie nicht satt werden. Hinzu kommt, dass die Blues von nun an der Gejagte sind. Jedes Team wird sich gegen den Titelverteidiger besonders ins Zeug legen.
[Lies noch mehr 31 in 31 Saison-Vorschauen von NHL.com/de]
Playoff-Chancen
Der Titelverteidiger nicht in den Playoffs? Klar, gab es schon. Aber dass das den St. Louis Blues in der Saison 2019/20 passiert, ist eher unwahrscheinlich. Wenn die Mannschaft den Spirit aus den vergangenen Playoffs mit in die nächste Saison nehmen kann, sollte die Qualifikation für die Endrunde kein Problem sein. Vielleicht geht ja auch was in Richtung Titel in der Central Division. Die Konkurrenz dort ist mit den Nashville Predators, Colorado Avalanche, Dallas Stars, Winnipeg Jets, Chicago Blackhawks und Minnesota Wild allerdings nicht ohne.