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28.10. Spiel-Vorschau: Volles Programm am Samstag

Stamkos und Kucherov auf der Jagd nach einer Bestmarke und ein Original Six Duell in Montreal

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Ein volles Programm mit zwölf Begegnungen wartet auf die Fans der NHL in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Unter anderem kommt es zu einem Aufeinandertreffen zwischen zwei 'Original Six' Teams, die bisher deutlich unter den in sie gesetzten Erwartungen geblieben sind. In der Partie zwischen den Tampa Bay Lightning und den Anaheim Ducks könnte sogar eine neue Franchisebestmarke aufgestellt werden.

Die Spiele vom Samstag im Einzelnen in der Vorschau:

Ziel ist eine neue Franchisebestmarke

Die Anaheim Ducks sind wahrlich nicht zu beneiden. Sie müssen beim zurzeit stärkstem Team der Liga, den Tampa Bay Lightning antreten. Lightnings Stürmer Steven Stamkos und Nikita Kucherov werden alles daran setzen ihre Punkteserie auf zwölf Spiele auszubauen, um damit eine neue Franchisebestmarke aufzustellen. Für die Ducks gab es vor zwei Tagen gegen die Panthers eine 3:8 Klatsche. Ein Sieg in Tampa Bay gegen die seit vier Partien ungeschlagenen Lightning wäre da schon eine Riesenüberraschung.  

Ein 'Original Six' Kellerduell

Mit den New York Rangers (3-6-2) und den Montreal Canadiens (2-7-1) treffen nicht nur zwei 'Original Six' Teams im Bell Centre der frankokanadischen Metropole aufeinander, sondern auch zwei Mannschaften, die einen wahrlich schlechten Saisonstart erwischt haben. Unabhängig vom Spielausgang werden die Canadiens auch nach dieser Partie die Rote Laterne als Tabellenletzter der Atlantic Division innehaben. Die Rangers zieren zwar das Ende des Rankings in der Metropolitan, zeigten aber eine aufsteigende Tendenz, indem sie in vier ihrer letzten fünf Partien punkten konnten (2-1-2).

Schwacher Sturm trifft auf starke Defensive

Wer hätte gedacht, dass sich nach über drei Wochen Spielbetrieb in der NHL, die Buffalo Sabres (3-6-2) und die San Jose Sharks (4-5-0) auf Augenhöhe begegnen werden. Beide Teams haben bisher nur acht Zähler auf der Habenseite und befinden sich im unteren Tabellendrittel ihrer jeweiligen Conference. Nach nur einem Sieg in vier Heimpartien stehen die Sabres unter Zugzwang, der Druck der Sharks dürfte aber nach der 1:2 Niederlage in Boston und einer größeren Erwartungshaltung an das Team nicht minder groß sein. Gegen eine der besten Verteidigungen der Liga (24 Gegentore), muss von den Angreifern der Sabres mehr kommen als bisher. Mit 27 Treffern belegen sie den 13. Platz im Osten.

Ein hoher Heimsieg wäre eine Überraschung

Die Boston Bruins sind stärker als ihr momentan neunter Rang in der Eastern Conference vermuten lässt. Immerhin weisen sie eine positive Zwischenbilanz aus (4-3-1). Drei ihrer vier Saisonsiege fuhren sie vor heimischer Kulisse ein. Mit den Los Angeles Kings (8-1-1) erwarten die Bruins das punktbeste Team der Western Conference, das pro Spiel die wenigsten Gegentore (1,90) zugelassen hat. Bei ihrem letzten Heimerfolg gegen die Sharks haben den Bruins, dank ihres doppelten Torschützen Danton Heinen, zwei Treffer genügt, um einen Zweier einzufahren. Schlussmann Jonathan Quick zeigte sich beim 4:0 Gastauftritt seiner Kings in Montreal in glänzender Verfassung und durfte sich dabei über einen Shutout freuen.

Das könnte torreich werden

Nach zwei Niederlagen in Folge brauchen die Philadelphia Flyers (5-5-0) wieder einmal ein Erfolgserlebnis, um nicht den Anschluss an die oberen Tabellenregionen im Osten zu verlieren. Vier Punkte Vorsprung hat Philadelphias nächster Gastgeber, die Toronto Maple Leafs (7-3-0). Die Kanadier unterlagen zuletzt deutlich den Carolina Hurricanes mit 3:6 nachdem sie sich bereits in der dritten Spielminute zwei Gegentreffer eingefangen hatten. Die Flyers schossen in drei ihrer bisherigen fünf Auswärtspartien fünf oder mehr Tore - gute Voraussetzungen für einen unterhaltsamen Schlagabtausch im Air Canada Centre.

Heimstärke ausnutzen

Auf heimischen Eis lief es für die Florida Panthers, die aktuell nur den sechsten Platz in der Atlantic Division innehaben, gar nicht einmal so schlecht (3-1-0). Ein Heimsieg gegen den vor ihnen platzierten Tabellennachbarn aus Detroit ist da fast schon Pflicht. Doch Vorsicht ist geboten. Angeschlagene Gegner - die Detroit Red Wings reisen mit drei Niederlagen in Folge im Gepäck nach Sunrise an, sind besonders gefährlich.

Gelingt der erste Saisonsieg

Als einzige Mannschaft in der NHL konnten die Arizona Coyotes (0-9-1) noch kein Saisonspiel gewinnen. Im Prudential Center von Newark werden sie ihren elften Versuch unternehmen. Den Coyotes könnte in die Karten spielen, dass sich die New Jersey Devils (7-2-0) am Freitag einen kräftezehrenden Schlagabtausch gegen die Ottawa Senators geliefert hatten, den sie erst nach Penaltyschießen für sich entscheiden konnten. Dennoch gehen die Hausherren als klarer Favorit in diese Partie gegen eine Mannschaft, die die meisten Gegentore in der Liga kassiert hat.

Spitzenspiel mit gleichen Vorzeichen

Die Drittplatzierten der Metropolitan Division, die Columbus Blue Jackets, geben ein Gastspiel beim Tabellenersten der Central Division, den St. Louis Blues. Für beide Teams ist es ein Back-to-back Spiel, beide Mannschaften erledigten sich am Freitag ihrer Aufgaben mit einem 2:1 Sieg und konnten damit jeweils ihren zweiten Sieg in Folge einfahren. Die Blues sind in dieser Saison zuhause noch ungeschlagen (3-0-0), doch die Blue Jackets haben auch schon dreimal bewiesen, dass sie in der Fremde punkten können (3-1-0).

Zweiten Platz verteidigen

Nur 24 Stunden nach ihrem Auswärtserfolg in Chicago erwarten die Nashville Predators, die sich auf den zweiten Platz in der Central Division vorgearbeitet haben, die New York Islanders mit ihrem deutschen Torwart Thomas Greiss. Die Islanders, die bisher nicht durch eine besondere Auswärtsstärke aufgefallen sind (2-4-0), kassierten zuletzt eine 4:6 Niederlage gegen die Minnesota Wild, doch alles ist möglich. Beide Teams verfügen über ein ausgeglichenes Torverhältnis.

Favorit im Hexenkessel

Die amtierenden Stanley Cup Champions geben sich im Xcel Energy Center von St. Paul die Ehre, wo sie auf die Wild treffen werden, die aktuell den letzten Platz in der Central Division belegen. Auf dem Papier ist es eine klare Angelegenheit für die Pittsburgh Penguins, die zuletzt zweimal in Folge gewinnen konnten, doch in der Heimspielstätte der Wild wird sie ein Hexenkessel erwarten, wodurch schon so mancher Favorit ins Straucheln kam.

Niederlagen Vergessen machen

Sowohl die Chicago Blackhawks wie auch die Colorado Avalanche werden auf Wiedergutmachung aus sein. Für die Avs setzte es am Freitag eine klare 0:7 Niederlage in Las Vegas und die Blackhawks kassierten eine 1:2 Heimniederlage gegen die Predators. Die Avalanche mussten sich vor heimischer Kulisse erst einmal geschlagen geben (3-1-0). Mit einem 'Zweier' über die Blackhawks könnten sie diese sogar in der Tabelle der Central Division überholen.

Kontrahenten stehen unter Drucks

Sowohl die Washington Capitals als auch ihre Gastgeber die Edmonton Oilers stehen unter Zugzwang. Beide Mannschaften belegen aktuell nur den vorletzten Rang in ihrer Division, nachdem sie mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet waren. Die Oilers konnten zuletzt einen 5-4 Triumph über die Dallas Stars feiern, die Capitals warten seit zwei Spielen auf einen doppelten Punktgewinn. Ihre letzte Partie verloren sie bei den Vancouver Canucks deutlich mit 2:6.

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