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16.12. Spiel-Vorschau: NHL100 und zehn weitere Spiele

Wer verliert das erste Mal ein Freiluftspiel und können Coyotes oder Pinguins wieder Siegen?

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Das NHL100 Classic strahlt in dieser Nacht sehr hell, doch auch die anderen Spiele bieten einiges an Unterhaltungspotenzial. Während in der kanadischen Hauptstadt die Ottawa Senators und die Montreal Canadiens das 100-jährige Bestehen der NHL zelebrieren möchte Tampa Bay in Colorado die Erfolgsserie auf sieben Siege ausbauen. Die L.A. Kings spielen die zweite Nacht in Folge in New York, wo sie dieses Mal auf die Islanders treffen. Und im Duell Pittsburgh Pinguins gegen Arizona Coyotes wird zumindest eine Niederlagenserie ihr Ende finden.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Eine Neuauflage des ersten NHL Spiels

Montreal gegen Ottawa, so lautete eines der ersten zwei NHL Spiele vor 100 Jahren. Ein Jubiläum wie dieses muss natürlich entsprechend zelebriert werden, so dass sich die Montreal Canadiens und die Ottawa Senators heute im Lansdowne Park zu Ottawa zum NHL100 Classic treffen.

Bisherige Ergebnisse der Teams bei Outdoor-Spielen lassen einiges erwarten. Die Habs, bisher dreimal auswärts an der frischen Luft aktiv, konnten alle Partien gewinnen (3-0-0). Ottawa bestritt bisher nur eine Begegnung auf einer Eisfläche ohne Dach. Im Jahr 2014 siegte man bei den Vancouver Canucks mit 4:2. Für die Sens ist es somit der erste Freiluft-Heimauftritt.

Auch die 150-jährige Unabhängigkeit Kanadas seit 1867, die in ganz Kanada seit Jahresbeginn gefeiert wird, fließt in die Historie des Aufeinandertreffens ein. Ein weiterer Ansporn für beide Kontrahenten, den Sieg aus diesem Spiel für die Geschichtsbücher davontragen zu wollen.

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Für die Senators gilt es den ersten Saisonerfolg gegen die Frankokanadier einzufahren, verlor man doch die beiden bisherigen Partien. Keine leichte Aufgabe für die zuletzt schwächelnden Senators (2-7-1) gegen in den letzten zehn Spielen besser aufgelegte Canadiens (6-2-2).

Pinguine gegen Coyoten, wer wird endlich wieder Siegen?

Wenn die Pittsburgh Pinguins in Glendale auf die heimischen Arizona Coyotes treffen, stehen sich zwei der schlechtesten Mannschaften der letzten Woche gegenüber. Die Pens mit drei Niederlagen (0-3-0) in Serie verlieren immer mehr Boden auf den Wildcard-Platz, der noch direkt vor ihnen liegt. Arizona mit vier Spielen ohne Punktgewinn ist bereits abgeschlagen Letzter in der NHL. Ein Angriff auf die vor ihnen liegenden Teams scheint schwierig, das Erreichen eines Playoff-Spots unmöglich.

Die Chance gegen derzeit schwächelnde Penguins zu Punkten und der Negativserie ein Ende zu bereiten besteht. Erreichen können die Yotes dies aber nur mit einer erheblichen Leistungssteigerung gegenüber der 1:4-Niederlage gegen Tampa Bay, nach welcher Coach Rick Tocchet die eigene Mannschaft deutlich kritisierte. "Wir waren überhaupt nicht hungrig. Wir waren schwerfällig. Wir haben einige dumme Fehler gemacht. Ich weiß nicht warum, aber wir sahen sehr schlapp aus und einige Spieler haben einfach irgendwie nachgegeben." stellte er ernüchtert fest.

Gegen die Stahlstädter wird so ein Auftreten nicht zum Sieg reichen, waren diese doch gegen die Las Vegas Golden Knights fast ebenbürtig und mussten sich nur mit 1:2 geschlagen geben. Gute Voraussetzungen für einen Sieg gegen die Yotes, wenn die Pens sich an die Vorgaben ihres Trainers Mike Sullivan halten und "den Gameplan befolgen und sicherstellen, dass konsequent verteidigt wird."

L.A. in New York - Verlassen die Kings den Big Apple ohne Punkte?

Die L.A. Kings sind zu Gast in New York und bestreiten innerhalb von zwei Tagen zwei Spiele. Die Partie gegen die New York Rangers in der vergangenen Nacht ging mit 2:4 verloren, so dass die Gefahr besteht punktlos den Big Apple verlassen zu müssen.

Video: LAK@NYR: Nash mit tollem Tor nach einem Turnover

Das Spiel gegen die New York Islanders heute Nacht wird zeigen, ob die in den letzten zehn Spielen starken Kings (8-2-0) nach zwei Niederlagen in Folge an die vorherige Erfolgsserie anknüpfen können. Wichtig wird es sein, die laut Verteidiger Drew Doughty "frustrierende Niederlage" gegen die Rangers schnell zu verdauen. Gegen die Islanders müssen die Chancen besser genutzt werden, denn nur zwei Tore aus 35 Versuchen werden gegen die potente Offensive der Isles um John Tavares nicht ausreichen.

Für die Islanders geht es um die Vormachtstellung in New York, denn durch einen Sieg über L.A. konnte der Stadtrivale in der Tabelle vorbeiziehen. Diese Momentaufnahme gilt es für das Team aus Brooklyn zu korrigieren. Nach zwei Niederlagen in Folge und durchwachsenen Leistungen in den vergangenen zehn Spielen (4-5-1) muss eine Leistungssteigerung her, das sah auch Coach Doug Weight in der ersten Pause des Spiels gegen die Columbus Blue Jackets so. In der Ansprache an sein Team forderte er, laut einem Interview nach dem Spiel, dass "man sich reinbeißen und füreinander kämpfen muss. Man kann nicht so untergehen."

Kann Colorado die beeindruckende Siegesserie von Tampa Bay beenden?

Die Tampa Bay Lightning eilen derzeit von Sieg zu Sieg, sechs Stück in Folge sind es bereits geworden und gegen die Colorado Avalanche soll in deren Pepsi Center der siebte Erfolg eingefahren werden. Die Chancen stehen gut, zeigt sich Tampa mit der besten Offensive und Defensive der Liga doch in bestechender Form. Sieben der letzten zehn Begegnungen konnten gewonnen werden (7-3-0), der Spitzenplatz in der NHL scheint mit vier Punkten Vorsprung gegenüber den Nashville Predators derzeit gesichert und mit Nikita Kucherov und Steven Stamkos stellt man die beiden Topscorer der Liga. Die Favoritenrolle in der Begegnung gegen die Avs scheint klar vergeben, doch Colorado startet mit einem Sieg gegen die Florida Panthers im Rücken in die Partie und will seine Chance als Außenseiter Nutzen.

Video: FLA@COL: MacKinnon hämmert Barries Pass rein

Nathan MacKinnon erzielte für die Avs bisher die meisten Punkte der Saison und war auch beim 2:1-Sieg über Florida, mit zwei Toren, der entscheidende Faktor. Bei der "Star Wars Night", wie Colorado das heutige Spiel gegen Tampa Bay genannt hat, sehen die Fans beider Teams sicher ihre Farben als die gute Seite der Macht. Welches Team den "Krieg der Sterne" gewinnt und ob das Lichtschwert der Lightnings zum siebten Mal in Folge schärfer ist, wird sich zeigen.

Bleibt Washington weiter heiß?

Die Washington Capitals sind im Moment eines der heißesten Teams der Liga. Zwei Siege in Folge klingen alleine nicht sonderlich beeindruckend, doch die Bilanz von nur zwei Niederlagen aus den letzten zehn Spielen (8-2-0) unterstreicht die derzeitige Topform des Teams aus der Hauptstadt der USA. Im Heimspiel gegen die ebenfalls mit zwei Erfolgen im Rücken anreisenden Anaheim Ducks gilt es für die Caps den Aufwärtstrend weiter fortzusetzen und den eigenen Fans im letzten Heimspiel vor Weihnachten ein vorzeitiges Geschenk zu machen.

Um die Erfolgsserie weiter ausbauen zu können muss von den Capitals jedoch eine erhebliche Leistungssteigerung, im Vergleich zum 5:3-Erfolg gegen die Boston Bruins kommen. Sieggarant in diesem Spiel war Braden Holtby, der sich darüber freute, jedoch der Meinung war, dass "man nicht so gut gespielt hat, wie man das auswärts möchte. Es ist zwar gut für das Selbstvertrauen, war aber nur eine kleine Verbesserung." Allgemein scheinen die Caps sich in der heimischen Capital One Arena (13-5-0) leichter zu tun als auswärts (7-7-1).

Für die Ducks gilt es den Trend von zwei Erfolgen fortzusetzen um die durchschnittliche Bilanz von nur vier Siegen (4-2-2) in den letzten zehn Spielen auszubauen. Die Geschichte der Partie gegen die St. Louis Blues schrieb Kevin Roy, der eigentlich schon zum Farmteam nach San Diego geschickt wurde, kurzfristig durch die Verletzung von Corey Perry ins Line-Up rutschte und den 3:1-Erfolg gegen das Spitzenteam, durch zwei Tore ermöglichte. Ob die "steile Lernkurve des noch jungen Spielers", wie Randy Carlyle, Trainer der Ducks, es beschreibt auch in Washington den Erfolg bringt, muss man sehen.

Die weiteren Spiele vom Samstag:

Edmonton @ Minnesota
Die bisher enttäuschenden Edmonton Oilers sind bei den Minnesota Wild zu Gast. Mit vier Siegen in Folge und einem Shutout gegen Toronto im Rücken werden die Wild schwer zu schlagen sein, wie Trainer Bruce Bodreau nach dem Sieg feststellte: "Wir fangen an zuhause Erfolg zu haben und machen es anderen Teams schwer in diese Arena zu kommen."

Video: TOR@MIN: Granlund direkt auf Vorlage von Andersen

Winnipeg @ St. Louis
Wenn die Winnipeg Jets bei den St. Louis Blues zu Gast sind, gilt es für die Kanadier, die im Vergleich zu ihren Heimspielen (11-3-1) bisher eher schlechte Auswärtsbilanz, aufzubessern (7-6-1). Gegen derzeit schwächelnde Blues kann dies durchaus gelingen, konnte das Topteam aus Missouri doch nur fünf der letzten zehn Partien gewinnen (5-4-1). Besonders die von Blues Verteidiger Vince Dunn angesprochenen "vermeidbaren Gegentore" in der Begegnung mit Anaheim müssen vermieden werden, um wieder erfolgreich sein zu können.

Nashville @ Calgary
Die heimschwachen (8-9-0) Calgary Flames empfangen mit den Nashville Predators eines der Spitzenteams der Liga. Ob die mit zwei Siegen und einem 4:0-Shutout-Erfolg gegen Edmonton Oilers anreisenden Preds erneut auf Goalie Juuse Saros setzen werden, der gegen die Oilers seine Farben, besonders im ersten Abschnitt bei 22-4 Schüssen für Edmonton, im Spiel hielt, ist zu beobachten.

NY Rangers @ Boston
Die New York Rangers reisen mit einem 4:2-Erfolg über die L.A. Kings zu den Boston Bruins, welche ihrerseits eine 3:5-Heimniederlage gegen die Washington Capitals zu verdauen haben. Für die Broadway Blueshirts geht es im Fernduell mit den Islanders um die Vorherrschaft im Big Apple, konnte man doch vergangene Nacht am Stadtrivalen vorbeiziehen. Gegen die zuletzt aufstrebenden B's (7-3-0) keine leichte Aufgabe. Es wird spannend, welches der beiden Original Six Teams am Tag des NHL100 Classic den Sieg davontragen kann.

Dallas @ Philadelphia
Nach der Niederlage der Dallas Stars gegen die New Jersey Devils fokussierte sich Stars Verteidiger John Klingberg direkt auf die Begegnung bei den Philadelphia Flyers. Nachvorne blickend erklärte er, dass "man alles Gute und Positive aus diesem Spiel für morgen mitnehmen muss und es erneut eine harte Begegnung sein wird." Gegen die mit fünf Siegen in Folge aktuell heißen Flyers ist dies sicher keine Untertreibung, denn gerade auswärts haben die Stars noch Verbesserungspotenzial (8-10-1).

Columbus @ Carolina
Die Columbus Blue Jackets, und die Carolina Hurricanes treten nach ihren zwei offensivgeprägten letzten Auftritten gegeneinander in der PNC Arena zu Raleigh an. Während die Hurricanes bei ihrem Overtime-Sieg gegen Buffalo fünf Tore erzielten, setzten die Blue Jackets noch eines drauf und gewannen gegen die New York Islanders mit 6:4. Sollten die Sturmreihen erneut so produktiv sein, dürfen die Zuschauer eine torreiche Begegnung erwarten. Etwas, das den eher defensiv orientierten Coach der Blue Jackets, John Tortorella, nicht unbedingt freuen dürfte.

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