Subban Vonn

Nachdem die reguläre NHL-Saison 2019/20 seit dem 12. März aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus pausiert, versorgt euch NHL.com/de weiterhin mit Informationen. Heute stellen wir euch den besten Social-Media-Content aus dieser Woche vor.

P.K. Subban und Lindsey Vonn hatten eine Videokonferenz mit Gritty, dem Maskottchen der Philadelphia Flyers. Gritty, der wie kein anderes NHL-Maskottchen gerne provoziert, hatte bei einem Flyers-Heimspiel gegen die Devils ein Plakat hochgehalten, um Subban zu ärgern. Die Aufschrift: "Lindsey, ich könnte es besser" - eine Anspielung auf Subbans Frau Lindsey Vonn. Im Video-Chat wurde hinter Gritty die Szene noch einmal eingeblendet. Vonn dazu: "Gritty, ich bin dir schon gefolgt, bevor du das Plakat hochgehalten hast." Subbans Antwort: "Hey, nicht flirten!"

Ansonsten war auch in dieser Woche der Zusammenhalt das dominierende Thema. Die NHL veröffentlichte Statements von Hockeyspielern mit verschiedener Herkunft und verschiedenen Hautfarben. Ihre Botschaft: Stoppt Rassismus, verbreitet Liebe und haltet zusammen. Die ergreifendsten Statements wollen wir euch nicht vorenthalten.

So schrieb Darnell Nurse, Verteidiger der Edmonton Oilers: "Wir müssen uns durch Bildung und aktives Handeln um ein besseres Morgen bemühen! Sendet Liebe und Kraft an diejenigen, die verletzt sind. Bleibt gesund."

K'Andre Miller, eines der Verteidiger-Talente der New York Rangers, gab einen Einblick in seine Erlebnisse und worauf es wirklich ankommt. Er schrieb: "Ich habe Probleme, weil ich nie voll akzeptiert wurde, weder von Schwarzen noch von Weißen. Ich hatte Probleme, weil ich über Jahre der einzige farbige Spieler in meinen Hockey-Teams war. Im Juniorenbereich wurde ich wegen meiner Herkunft von manchen Trainern, Eltern und Spielern angegriffen, aber ich habe mich geweigert, aufzugeben, weil ich dieses Spiel so sehr liebe. Ihr könnt euch vorstellen, wie es sich angefühlt hat, dass eine Organisation wie die New York Rangers mich als Hockey-Spieler gedraftet hat. In diesem Moment wurde ich nicht aufgrund meiner Hautfarbe bewertet, sondern aufgrund meiner Hockey-Fähigkeiten, meiner Athletik und meines Charakters. So sollte es immer sein. Es ist Zeit, etwas zu tun, Zeit für einen Wechsel und ein für alle Mal ist es Zeit, Schwarze danach zu beurteilen, was sie sind und nicht wie sie aussehen."

"Ich habe meine Gemeinde geben, trauern, predigen, singen, putzen und Gerechtigkeit fordern sehen. Bevor du nicht als Schwarzer durch die Straßen von Amerika gelaufen bist, kannst du uns nicht sagen, wie wir zu trauern haben. Ich bin stolz auf die Schönheit und die Stärke, die ich gesehen habe", erklärte J.T. Brown, Stürmer der Minnesota Wild.

John Carlson, Verteidiger der Washington Capitals, will aktiv an einer Verbesserung in der Zukunft beitragen. Er sagte: "Wie viele andere trauere auch ich um den sinnlosen Mord an George Floyd und an den zahlreichen anderen schwarzen Amerikanern. Der Rassismus, der unser Land plagt, ist unakzeptabel. Als Weißer habe ich Rassismus und seine Qualen nicht aus erster Hand erfahren. Ich unterstütze diejenigen, die es erfahren mussten und erkenne die dringende Notwenigkeit an, dass sich das Land verändern muss. Wir müssen es besser machen und alle Formen von Rassismus eliminieren und einen positiven Wechsel vorantreiben. Ich habe schon immer geglaubt, dass Handlungen mehr bringen als Worte, aber ich habe das Gefühl, dass es notwendig war, dass ich auch meine Stimme erhebe, um Dinge voranzutreiben, soweit ich nur kann. Ich bin entschlossen, meine Position zu nutzen, um zu lernen, zuzuhören und ein Teil der Lösung zu sein."

Handeln statt Zusehen ist auch die Maxime von Zach Parise, Stürmer der Minnesota Wild. Er fordert: "Rassismus oder Diskriminierung jeglicher Art war noch nie okay und wir können uns nicht länger zurücklehnen und still zusehen, wie es immer wieder passiert. Ich verspreche, dass ich meine Stimme und Plattform verwenden werde, um ethnische Ungleichheit zu beenden. Zusammen müssen wir uns selbst erziehen und denen zuhören, die Rassismus viel zu lange erleben mussten, und ihnen zur Seite stehen. Wir beten weiterhin für die Familie von George Floyd in diesen tragischen Zeiten."

Als Spieler mit einem US-amerikanischen und einem mexikanischen Pass hat auch Auston Matthews, Stürmer bei den Toronto Maple Leafs, einen ganz eigenen Blick auf die aktuellen Geschehnisse. Er schreibt: "Meine Gedanken und Gebete gehen an alle, die ihre Lieben verloren und Schmerz und Leid aufgrund von hasserfüllten, rassistischen Einstellungen und Gedanken ertragen mussten. Die Welt muss zusammenstehen statt sich zu spalten. Wir müssen uns für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden für uns alle einsetzen und zusammenhalten. Wir brauchen einen Wechsel."

Und auch einen ultimativen Superstar wie Connor McDavid von den Edmonton Oilers lässt das Thema nicht kalt. Der Stürmer erklärte: "Wie jeder andere, habe auch ich den Horror von der Ermordung von George Floyd gesehen und fühlte mich hilflos und mir wurde schlecht. Und als ich die vielen Proteste gegen Rassismus und soziale Ungerechtigkeit gesehen habe, die überall auf der Welt stattgefunden haben, habe ich begriffen, dass ich selbst mehr tun muss. Dass ich mehr über die Geschichte von Rassismus in unseren Ländern lernen muss und den Stimmen und Perspektiven der Schwarzen und anderen Minderheiten zuhören muss, um zu verstehen, wie ich auf positive Veränderungen hinwirken kann. Als ein junger, weißer Mann und Profi-Sportler habe ich erkannt, dass wir ein sehr privilegiertes Leben führen. Ich glaube, dass jetzt die Zeit für alle ist, aus unseren Komfortzonen herauszukommen, nicht untätig an der Seitenlinie zu stehen, sondern Teil der Lösung zu sein, um sicherzustellen, dass wir Rassismus in unserer Gesellschaft beenden."