Ottawa Senators v New Jersey Devils

In der Serie „Hot Topics“ blickt NHL.com/de an jedem Freitag auf die heißesten NHL-Themen innerhalb einer Woche zurück.

In dieser Ausgabe: Stützle liefert stetig, Serien, Brüderduelle & Torjäger

Top-Thema: Stützle und die Senators liefern wieder

Tim Stützle und die Ottawa Senators können auf eine turbulente Woche zurückblicken. Nachdem sie zunächst gegen die Nashville Predators mit 3:2 n.P. und bei den New Jersey Devils mit 4:1 ihre Siegesserie auf drei Spiele ausbauen konnten, gerieten sie gegen die St. Louis Blues in schwieriges Gewässer. Die Kanadier mussten sich vor heimischer Kulisse den Blues mit 2:7 geschlagen geben. 

In allen drei Partien sammelte Ottawas deutscher Stürmer Scorerpunkte. Er verbuchte hierbei fünf Punkte (zwei Tore, drei Assists) und hat mittlerweile als punktbester Spieler der Senators elf Punkte (fünf Tore, sechs Assists) in sieben Spielen auf seinem Konto stehen. 

Nach der Heimpleite am Dienstag blieb er zwar in der Partie gegen die New York Islanders am Donnerstag punktlos, doch die Senators gerieten wieder in ruhigeres Gewässer und siegten daheim mit 2:1 nach Penaltyschießen. 

Mit seinen zehn Punkten in den ersten sechs Saisonspielen steht Stützle in der Geschichte der Senators an der Seite von Marian Hossa (5 Sp. in 2000/01), Alexandre Daigle (5 Sp. in 1993/94), Brady Tkachuk (6 Sp. in 2022/23), Jason Spezza (6 Sp. 2007/08 & 2005/06), Daniel Alfredsson (6 Sp. in 2005/06) und Dan Quinn (6 Sp. in 1995/96). 

Mit mittlerweile 266 Assists übernahm der gebürtige Viersener den dritten Platz in der ewigen NHL-Vorlagenliste unter den in Deutschland geborenen Spielern hinter Leon Draisaitl (626) und Jochen Hecht (277).

„Es geht nicht um einen einzelnen Spieler im Raum, sondern um alle. Natürlich ist das toll für mich. Es gibt viele großartige deutsche Spieler, aber ich versuche einfach weiter, mein Ding zu machen, für meine Mannschaft zu spielen und ein paar Siege aneinanderzureihen“, stellte der 24-Jährige seinen persönlichen Erfolg hinten an.

Durch ihren jüngsten Zweier übernahmen die Senators mit einer Bilanz von 6-2-0 und zwölf Punkten die Tabellenführung in der Atlantic Division.

OTT@NJD: Stützle überwindet Daws

Eines Champions würdig

Ihren ersten Rang in der Metropolitan Division verteidigten die Carolina Hurricanes. Der amtierende Stanley Cup Champion wusste bei den Chicago Blackhawks mit 5:2 und bei den Philadelphia Flyers mit 4:1 zu überzeugen. Anschließend gaben sie auch noch zuhause den Washington Capitals mit 4:2 das Nachsehen. Die Hurricanes sind seit sechs Spielen ungeschlagen und weisen aktuell die längste Siegesserie aller Teams der Liga vor. 

Eine Siegesserie von mindestens drei Partien haben ebenso die Boston Bruins (W3) und die Utah Mammoth (W3). Letztgenannte vollbrachten am Donnerstag das Kunststück, in Edmonton mit 4:2 den Edmonton Oilers (5-1-1) ihre erste Saisonniederlage in der regulären Spielzeit beizufügen. 

Erfolgreiche Brüderduelle und Brüderliebe

Ein ganz besonderes Duell gab es am Mittwoch in der Capital One Arena von Washington zwischen den Capitals und den Montreal Canadiens. Es begegneten sich zum ersten Mal in einem NHL-Match Cole und Lane Hutson. Cole Hutson ist Verteidiger bei den Capitals, und Lane hat diese Position bei den Frankokanadiern inne. 

Das glücklichere Ende hatte Cole, dem ein Assist beim 1:1-Ausgleichstreffer gelang, auf seiner Seite, denn die Capitals gingen mit 5:4 als Sieger vom Eis, doch auch Lane kam zu Scorerpunkten. Er schoss das 2:1-Führungstor und assistierte zusätzlich beim 4:5-Anschlusstreffer in der vorletzten Spielminute. 
Cole und Lane sind erst die zweiten Brüder in der NHL-Historie, die bei ihrem ersten Aufeinandertreffen jeweils punkten konnten, nach Quinn und Luke Hughes am 5. Dezember 2023 beim Gastauftritt der New Jersey Devils bei den Vancouver Canucks. Trotz der Niederlage zeigte sich Lane zufrieden mit dem Auftritt der Mannschaft: „Ich fand, wir waren ziemlich gut und wir haben über weite Strecken des Spiels das Geschehen bestimmt.“ 

Lane erzielte sein 20. NHL-Karrieretor und wurde damit zum vierten Verteidiger in der Geschichte der Canadiens, der diese Marke vor seinem 23. Lebensjahr erreichte. Vor ihm gelang dies Mathieu Schneider (25), Petr Svoboda (22) und P.K. Subban (21). Cole verbuchte seinen zehnten NHL-Assist (in 21 Spielen) und ist damit der Capitals-Verteidiger, der diese Marke am schnellsten erreichte. Die bisherige Franchise-Bestmarke hatte Mikhail Tatarinov mit 23 Spielen in der Saison 1990/91 aufgestellt.

In der gleichen Mannschaft auf Punktejagd gehen Brady und Matthew Tkachuk bei den Florida Panthers. Und dies ebenso äußerst erfolgreich. Am Dienstag, als alle 32 Teams beim Frozen Frenzy am Start waren, gelangen den Tkachuk-Brüdern beim 7:3-Erfolg gegen die Columbus Blue Jackets zusammen neun Punkte. Brady schoss drei Tore und assistierte bei einem weiteren und Matthew leistete zu fünf Treffern die Vorarbeit, darunter bei allen drei seines jüngeren Bruders, die dieser innerhalb von 8:03 Minuten während des zweiten Drittels markierte.

VAN@FLA: B. Tkachuk vollendet seinen Dreierpack in der Verlängerung

Brady ist der erste Spieler in der Geschichte der NHL, der einen Natural Hattrick erzielte, bei dem sein Bruder alle drei Tore vorbereitete. Doch damit hatte Brady seinen Pulvervorrat der Woche noch nicht verschossen. Am Donnerstag holten die Panthers gegen die Canucks einen 0:2-Rückstand auf und siegten mit 3:2 nach Verlängerung. Für die drei Treffer der Panthers war erneut Brady verantwortlich und Matthew kam zu einem weiteren Assist. Zwei Natural Hattricks in Folge schossen vor ihm als Einzige in der Liga-Geschichte Petri Skriko für die Canucks am 18. und 21. November 1986 und Cy Denneny am 21. und 24. Februar 1923 mit den Senators.

Ovechkin meldet sich zurück

Auf Brüderhilfe konnte ebenso Alex Ovechkin bauen. Der erfolgreichste Torschütze der NHL-Geschichte blieb in den ersten vier Saisonpartien der Capitals torlos. Doch in der Heimpartie gegen die Seattle Kraken beendete er die kurze Torflaute mit seinem ersten Saisontor. Es war sein 1007. NHL-Karrieretreffer (reguläre Saison und Stanley Cup Playoffs) und der erste, bei dem die Vorlagen von Brüdern kamen. Ilya, 20 Jahre, und Aliaksei Protas, 25 Jahre, lieferten die Assists zum 2:1-Führungstreffer des 41-Jährigen. Zwischen Ovechkin und dem jüngeren Protas besteht ein Altersunterschied von 20 Jahren und 304 Tagen – der zweitgrößte in der Klubgeschichte zwischen einem Torschützen und einem Vorlagengeber nach Mike Marson und Doug Mohns (21 Jahre, 223 Tage) am 7. und 30. Januar 1975.

SEA@WSH: Ovechkin bringt die Capitals 2:1 in Front

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