Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Winnipeg Jets und den Montreal Canadiens

Die Montreal Canadiens erhoffen sich durch ihren Sieg beim Tim Nortons NHL Heritage Classic 2026 einen Energieschub für die kommenden Aufgaben. Am Sonntag gewannen sie das kanadische Outdoor-Duell im Princess Auto Stadium mit 2:1 gegen die Winnipeg Jets. Ausschlaggebend für den Erfolg waren ein starkes Mitteldrittel mit zwei Toren, eine solide Defensivleistung und ein herausragendes Penalty Killing. Mit dem Sieg bauten die Canadiens ihre Punkteserie auf vier Spiele aus (3-0-1).

„Davon träumt man als kleines Kind“, sagte Montreals Stürmer Juraj Slafkovsky nach dem Triumph in dieser besonderen Atmosphäre. Etwas habe er jedoch vermisst, wie er mit einem Augenzwinkern zu Protokoll gab. „Ich wollte unbedingt ein Powerplay unter freiem Himmel spielen. Daraus ist leider nichts geworden.“

Die Basis für den doppelten Punktgewinn gegen die Jets war nach Ansicht von Slafkovsky die solide Arbeit des Teams in der Rückwärtsbewegung und in der eigenen Zone. „Wir haben nur wenige gegnerische Chancen zugelassen. Die Defensive hat gut funktioniert“, betonte er. Die Anwesenheit der Spielerfamilien habe den Sieg für alle Beteiligten noch schöner gemacht. Allerdings dürfe man sich auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen. „Natürlich können wir diesen Triumph einen Augenblick lang genießen. Aber für die nächsten Partien spielt das alles keine Rolle mehr. Wir müssen von Neuem an die Arbeit gehen und weitere Erfolge einfahren“, fügte er hinzu.

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Als elementar wichtig bezeichnete Slafkovsky die beiden Tore der Canadiens im zweiten Drittel. „Das hat uns Selbstvertrauen verliehen. Die Jungs haben das wirklich großartig gemacht“, würdigte er die beiden Torschützen Lane Hutson und Kaiden Guhle. Die beiden Verteidiger trafen im Abstand von weniger als vier Minuten und brachten ihre Mannschaft dadurch auf die Siegesstraße.

„Wir versuchen, auf dem Eis konsequent zu Werke zu gehen und unser Spiel mit einem gewissen Stolz zu präsentieren. Das ist ein Prozess, der andauert. Aber ich habe das Gefühl, dass uns das zunehmend besser gelingt. Wir minimieren unsere Risiken und lernen, wie man mit einer Führung umgeht“, sagte Führungstorschütze Hutson. Er nutzte am langen Pfosten eine Vorlage von Noah Dobson und beförderte den Puck an Jets-Torhüter Jeff Skinner vorbei ins Netz.

„Es hat unheimlich Spaß gemacht, bei diesem Event mit zwei Traditionsklubs dabei zu gewesen zu sein. Vor allem unsere Fans haben es zu einem speziellen und unvergesslichen Erlebnis gemacht“, bekannte Hutson.

MTL@WPG: Dobson bedient Hutsonquer durch den Slot

Guhle baute den Vorsprung der Canadiens mit einem Handgelenkschuss von der blauen Linie aus. Damit war eine Vorentscheidung gefallen. Mehr als den letztlich wertlosen Anschlusstreffer durch Isak Rosen viereinhalb Minuten vor Schluss ließen die Canadiens nicht zu.

Das lag auch an der glänzenden Vorstellung von Schlussmann Jacob Fowler. Er parierte 33 Schüsse, davon allein 13 im letzten Drittel. „Mir war bewusst, dass ich unserer Mannschaft die Möglichkeit zum Sieg gebe, wenn ich gut halte. Vorne haben wir genügend spielerische Qualität, um Tore zu machen“, erläuterte der Goalie, der in der Saison 2025/26 sein Debüt in Montreal gefeiert hatte. „Heute war eines der Spiele, von denen man sich wünschte, dass sie nie zu Ende gehen. Es wäre schön, wenn wir davon noch ein paar mehr machen könnten“, fügte Fowler hinzu.

Trainer Martin St. Louis würdigte die Darbietung des Torwarts. „Er hat großartig gehalten. Aber idealerweise würde ich mit wünschen, dass wir weniger verteidigen müssen. Wenn es darauf ankam, haben wir unsere Sache jedoch ausgezeichnet gemacht“, so der Coach.

Besonders gefallen hat St. Louis nach eigenen Worten das Penalty Killing seiner Schützlinge. Alle vier Unterzahlsituationen überstand das Team schadlos. Das war fraglos einer der Schlüssel zum Sieg gegen die Jets.

Der Sieg ist umso höher einzuschätzen, da er ohne Kapitän Nick Suzuki zustande kam. Der Center fällt wegen einer Oberkörperverletzung mehrere Wochen aus.

Nach Aussage von Oliver Kapanen hat die Mannschaft auch für ihren Anführer gespielt. „Wir halten zusammen, gerade in schwierigen Phasen. Das zeichnet uns aus. Klar gibt es derzeit noch Luft nach oben in unserem Spiel, aber die Richtung stimmt“, gab er zu Protokoll. Kapanen hofft, dass das Team vom Momentum des Sieges beim Heritage Classic profitieren wird.

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