Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Winnipeg Jets und den Montreal Canadiens

Die Atmosphäre war atemberaubend, die Fans waren in Stimmung, doch das Ergebnis war ernüchternd. Beim Tim Hortons NHL Heritage Classic 2026 mussten die Winnipeg Jets am Sonntag im Princess Auto Stadium unter freiem Himmel eine bittere 1:2-Heimniederlage gegen die Montreal Canadiens einstecken. Damit setzt sich für die Jets ein besorgniserregender Trend fort.

Spektakuläres Event bringt nicht den erhofften Schub

32.343 Fans trotzten in Winnipeg, in einem ausverkauften Stadion dem kanadischen Oktober bei Temperaturen, die gegen Null Grad gingen. Ein kanadischer Gegner, lautstarke Fans, eine Flugshow und Musikshows sorgten für eine Atmosphäre, die den Jets einheizen sollte.

„Abgesehen vom Ergebnis war es ein spektakuläres Event, sagte Jets-Kapitän Adam Lowry. „Das bringt Erinnerungen an Nachwuchseishockey zurück, daran, wie man aufgewachsen ist und sich in das Spiel verliebt hat. Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend. Aber ich finde, die NHL und die Jets-Fans haben eine super Show geliefert.“

Die Jets begannen die Partie auch nicht schlecht, doch den ganz großen Schub schien ihnen die Atmosphäre nicht zu geben. Sie hatten im ersten Drittel etwas mehr Spielanteile und 10:8 Torschüsse, allerdings wenig hochkarätige Chancen. Wenn sie in gute Schussposition kamen, wie Cole Perfetti, der aus dem Slot abziehen konnte, war Montreals Torwart Jacob Fowler zur Stelle. Auch ein Powerplay blieb gegen Ende des Drittels ungenutzt.

„Für meinen Geschmack sind wir ein bisschen langsam gestartet“, bemängelte Trainer Scott Arniel. „Das dritte Drittel war auf jeden Fall unser bestes Drittel. Ihr Torhüter war echt gut und hat wichtige Saves gemacht. Mir ist besonders aufgefallen, dass wir nicht für genug Verkehr vor Fowler gesorgt haben... Das müssen wir besser machen.“

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Stabile Abwehr, schwache Offensive

Durch das ganze Spiel zog sich eine Tendenz, die den Jets in letzter Zeit leider nur allzu bekannt ist. Winnipegs Abwehr macht einen respektablen Job. Gegen die Canadiens setzte es bereits die fünfte Niederlage in Folge (0-3-2), doch weder der Abwehr noch den Torhütern kann man daran große Schuld geben. In diesem Zeitraum liegen die Torhüter der Jets mit 90,8 Prozent Fangquote auf Platz acht der NHL, die Abwehr steht mit 2,8 Gegentoren pro Spiel auf Rang 13. Im Heritage Classic hielt Torwart Stuart Skinner 19 von 21 Schüssen (90,5 Prozent).

Das Sorgenkind von Arniel ist die Offensive. In fünf Spielen erzielten die Jets nur neun Tore. Gegen Montreal war Isak Rosen der einzige Torschütze, als er in der 56. Minute beim Stand von 0:2 traf. Dabei war Winnipeg sogar vier Mal in Überzahl, scheiterte aber immer wieder an der Unterzahl der Canadiens und an Fowler.

„Bei unseren Stürmern darf nicht alles über Außen gehen“, forderte Arniel. „Wir müssen in die Mitte kommen, sonst sind die Torhüter in dieser Liga zu gut. Wenn sie den Puck sehen, werden sie ihn stoppen. Das ist harte Arbeit und man kriegt dabei vielleicht auch was auf die Nase, aber so werden Tore geschossen. Das ist Teil dessen, was man in dieser Liga tun muss.“

Hoffnung auf den Neustart

Winnipeg hatte einen guten Start in die Saison erwischt, obwohl sie ohne ihren Startorwart Connor Hellebuyck antreten mussten, der um einen Transfer gebeten hatte und suspendiert war. In den ersten sechs Spielen der Saison holten sie neun von zwölf möglichen Punkten und lagen damit auf Platz zwei der Central Division. Vor ihrer Niederlagenserie erzielten sie im Durchschnitt drei Tore pro Spiel und fanden stets einen Weg, sich Punkte zu sichern.

„Gestern und heute haben wir schöne Erinnerungen gesammelt, das kann uns keiner nehmen“, erklärte Arniel. „Die Sache mit Helle ist jetzt abgeschlossen. Morgen geben wir den Spielern einen freien Tag, ich bin froh, dass der Montag kommt und wir einen Neustart haben.“

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Das Drama um Hellebuyck ist beendet. Das Heritage Classic war das erste Spiel seit dem Transfer, der unter anderem Stürmer Dawson Mercer nach Winnipeg brachte. Er beging am Sonntag sein Debüt für die Jets und war durchaus einer der auffälligeren Spieler.

„Das war für ihn eine coole, aber auch eine schwierige Situation“, betonte Lowry. „Er kommt hier an, hat nicht viel Zeit sich einzufinden. Was er bringt, hat er schon gezeigt. Er ist schnell, bringt den Puck tief ins gegnerische Drittel. Er wird nur besser werden, je mehr er sich hier eingewöhnt.“

Einen Punkt gab es für Mercer noch nicht, doch der könnte am Dienstag kommen, wenn die Jets die Florida Panthers empfangen (8 p.m. ET; Mi. 1 Uhr MEZ). Dann haben die Jets die nächste Chance ihre Negativserie zu beenden

„Wir haben mit den Panthers eine weitere schwierige Prüfung vor uns und danach gehen wir in eine harte Auswärtsserie“, sagte Lowry. „Wir müssen die Pause morgen nutzen und den Kopf frei kriegen. Wenn wir dann über 60 Minuten so spielen, wie heute im dritten Drittel, kriegen wir hoffentlich ein besseres Ergebnis.“

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