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Die Islanders strotzen vor Selbstvertrauen

Bei der Fortsetzung ihrer Erfolgsserie lassen sich die New Yorker auch von Rückstanden nicht verunsichern

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Nelsons zweites Tor des Tages

PIT@NYI: Nelson sorgt für den Sieg im 500. NHL-Spiel

Brock Nelson markiert seinen zweiten Treffer des Tages und sichert so den Erfolg der Islanders in der Verlängerung

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Die Erfolgsserie der New York Islanders scheint einfach kein Ende zu nehmen. Am Donnerstag bezwang das Team im Barclays Center die Pittsburgh Penguins mit 4:3 nach Verlängerung. 

Brock Nelson sicherte dem Team von Trainer Barry Trotz den doppelten Punktgewinn in der erforderlichen Extraschicht. Es war das 16. Spiel (15-0-1) hintereinander, in dem die New Yorker sich mindestens einen Zähler sichern konnten und der fünfte Sieg in Serie. Die Punkteserie stellt einen neuen Franchiserekord dar. Seit ihrem Start in der NHL 1972 hatten die Islanders drei Mal 15 Spiele erreicht, zuletzt vom 21. Januar bis 20. Februar 1982. 

Auffällig im Verlaufe dieser seit Wochen andauernden Erfolgsgeschichte ist, dass sich die Islanders auf ihrem Erfolgsweg inzwischen selbst von zwischenzeitlichen Rückschlägen nicht mehr verunsichern lassen. 

Seit dem 12. Oktober gerieten sie in neun der absolvierten 16 Spiele ohne Niederlage ins Hintertreffen, kamen jedoch stets zurück in die Begegnung. So auch dieses Mal gegen Pittsburgh am Donnerstag, als die Mannschaft zwischenzeitlich mit 0:1 und 1:2 zurücklag. 
Am vergangenen Samstag erholten sich die Islanders gegen die Philadelphia Flyers sogar von einem 0:3-Rückstand und am Dienstag in Pittsburgh von einem 0:2. Egal wie schlecht es um sie stand, immer fanden die New Yorker zuletzt einen Weg zurück zum Erfolg. Eine Eigenschaft, die echten Spitzenmannschaften nachgesagt wird. 

Trotzdem zeigte sich Trotz am Donnerstag nach dem Sieg kritisch gegenüber der Leistung der Mannschaft: "Wir müssen einfach besser in die Spiele starten. Es darf nicht sein, dass wir uns immer wieder erst aus den Rückständen herausarbeiten müssen, so wie in den vergangenen drei Begegnungen. Wir müssen weiter entschlossen an uns arbeiten."

Auf das Glück des Tüchtigen wird man in Zukunft nicht immer bauen können, so wie gegen die Penguins, als Nelson in seinem 500. NHL-Spiel 44 Sekunden vor Ablauf der Uhr in der Overtime zum vielumjubelten Sieg traf.

Entscheidenden Anteil am erfolgreichen Ende des Abends hatte erneut Anthony Beauvillier, der im vierten Spiel in Folge einen Treffer für die Islanders beisteuern konnte und dadurch mithalf die Saisonausbeute auf 16-3-1 auszubauen.

Der deutsche Torwart Thomas Greiss bildet in dieser Phase ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der großen Überraschungsmannschaft im bisherigen Saisonverlauf, denn er konnte seine vergangenen acht Starteinsätze allesamt siegreich beenden. Gegen die Penguins zeigte er 23 Paraden und lieferte einmal mehr eine solide Leistung ab.

Video: FLA@NYI: Greiss rettet spektakulär gegen Barkov

"Das ist sehr besonders", freute sich Nelson, der schon für den 5:4-Siegtreffer in der Verlängerung am Dienstag in Pittsburgh verantwortlich zeichnete, über den guten Lauf. "Wir denken darüber gar nicht so sehr nach, spielen immer Spiel für Spiel. Im Rückblick werde ich es sicherlich als eine ganz ungewöhnliche Phase in Erinnerung behalten. Wir haben hier eine ganz besondere Gruppe zusammen, glauben alle an uns und arbeiten hart für den Erfolg. Unsere Spiele sind nicht immer unbedingt schön, doch unser Selbstvertrauen ist derzeit groß und wir finden stets einen Weg zum Erfolg."

Wie groß das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit bei den Islanders aktuell ist, das zeigte sich auch im Powerplay. Obwohl Pittsburgh mit einer Serie von 23 schadlos überstandenen Unterzahlsituationen hintereinander antrat, nutzen die Hausherren gleich zwei ihrer insgesamt sieben Chancen in personeller Überzahl zu einem Treffer. 

"Wir haben das ganz gut hinbekommen, obwohl die Penguins im Unterzahlspiel zuvor so gut drauf waren", zeigte sich Nelson stolz auf die dargebotenen Leistungen. "In Pittsburgh gelang es uns zuvor noch nicht, uns gegen ihren Druck zu wehren, doch dieses Mal lief es viel besser."

 

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Scott Mayfield glich die frühe Führung der Gäste im ersten Drittel zum 1:1 aus. Beauvillier egalisierte den zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand im zweiten Spielabschnitt. Dabei nutzten die Hausherren eine vierminütige Überzahlsituation zu ihren Gunsten. 

"Wir haben ein Team zusammen, das sich nicht leicht nervös machen lässt", gab Beauvillier zu Protokoll. "Wir bleiben dran, selbst wenn es im Spiel nicht so gut läuft, lassen uns auch durch Gegentore nicht so schnell verunsichern. In der Verlängerung zeichnet uns stets ein großer Drang zum Sieg aus. So auch heute. Zum Glück hat das wieder geklappt."

Die abschließende Bemerkung von Verteidiger Mayfield muss dabei in den Ohren der Konkurrenz fast wie eine Drohung klingen: "Wir werden es nie leid. Es ist toll, dass wir diese Serie hinbekommen haben. Doch das reicht uns noch nicht. Wir werden weiter alles geben, hart arbeiten und immer weitermachen."

Die nächste Gelegenheit ihr großes Selbstvertrauen in Punkte umzumünzen, die bietet sich für die Islanders am Samstag, wenn die New Yorker auswärts im SAP Center gegen die San Jose Sharks anzutreten haben (So. 4.30 Uhr MEZ; NHL.tv).

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