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Sharks wollen mit Erik Karlsson den Stanley Cup

San Joses Verlängerung mit dem Offensivverteidiger bis 2025 verdeutlicht aggressive Strategie des Managements

von Christian Rupp @IamCR1 / Autor NHL.com/de

Die San Jose Sharks haben langfristig mit Offensivverteidiger Erik Karlsson verlängert. Am Montag unterschrieb der 29-jährige Schwede einen Achtjahresvertrag bei den Nord-Kaliforniern. Mit Team Teal hat der zweimalige Norris-Trophy-Gewinner noch viel vor - seine Leistenverletzung soll ihn dabei nicht mehr bremsen.

"Der Ursprung von Offensive kommt von hinten", unterstrich Sharks-GM Doug Wilson den Wert von Karlsson. "Ich habe noch nie jemanden gehört, der sich darüber beschwert hätte, zu viele hochklassige Verteidiger oder Center zu haben. Sie sind von entscheidender Bedeutung. Jeder versucht sie zu finden und wir sind froh darüber, den zweimaligen Norris-Trophy-Gewinner (2012 und 2015, d. Red.) Erik Karlsson weiterhin bei uns zu haben."

 

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Karlsson bringt Offensivpower und will den Stanley Cup

Karlssons Offensivqualitäten sprechen für sich: In 680 NHL-Spielen markierte er 563 Scorerpunkte (129 Tore, 434 Assists). Auch in den Playoffs wies der Rechtsschütze seinen Scoring-Touch mit 53 Punkten (acht Tore, 45 Assists) in 67 Partien nach. Der Schwede gilt als hervorragender "Puck-Mover" mit guter Übersicht, gutem Schuss, schlittschuhläuferischen Fähigkeiten und genialen Pässen. Entsprechend wird er auch immer wieder im Powerplay an der blauen Linie gesucht. 

Das untermauerte Karlsson auch in seinem ersten Jahr in San Jose: Nach dem Trade von den Ottawa Senators, die ihn im Jahr 2008 in der 1. Runde an 15. Stelle gedraftet hatten, im vergangenen Sommer machte er 53 Hauptrunden-Spiele für die Sharks und sammelte 45 Scorerpunkte (drei Tore, 42 Assists). Beim Playoff-Lauf, der erst im Western-Conference-Finale gegen die St. Louis Blues gestoppt wurde (2:4), stockte der Blueliner seine Statistik mit 19 Partien und 16 Punkten (zwei Tore, 14 Assists) auf.

"Ich denke, wir haben die große Chance, den Cup zu gewinnen. Nicht nur in der nächsten Saison, sondern auch in den Jahren danach. Das muss immer in unseren Köpfen sein: In jeder Spielzeit wollen wir das ultimative Ziel erreichen und das ist der Stanley Cup", erklärte Karlsson. "Ich möchte gewinnen - immer. Also freue ich mich darauf, jedes Jahr um viele Stanley Cups mitspielen zu dürfen."

Keine Verletzungssorgen

Ausgebremst wurde die Nummer 65 zuletzt von einer hartnäckigen Leistenverletzung, die direkt nach dem Saisonende operiert wurde. "Soweit ist das kein Problem und ich denke auch nicht, dass mich das nächste Saison noch beeinflussen wird", sagte Karlsson zu seinem Gesundheitszustand. "Er hat sich mit der Verletzung durchgeschleppt und hat es jetzt korrigieren lassen. Er wird im September bei 100 Prozent sein und wird hart dafür arbeiten", glaubt Wilson.

Video: STL@SJS: Karlsson schießt sein Erstes für die Sharks

Hohes Investment in die Defensive

Die Sharks machten zum finanziellen Rahmen des neuen Kontrakts keine Angaben. Laut übereinstimmenden Medienberichten aber lässt sich San Jose die Dienste Karlssons insgesamt 92 Millionen US-Dollar kosten. Mit einem jährlichen Cap-Hit von 11,5 Millionen wäre er der teuerste Verteidiger der Liga. Die Sharks legen großen Wert auf ihre D-Corps: Nach Angaben von "CapFriendly.com" verwenden die Sharks pro Jahr 26,5 Millionen für ihre drei Top-Verteidiger, was 22 Prozent des kompletten Gehaltsspielraums ausmacht. Darunter mit Zwei-Wege-Verteidiger Brent Burns (acht Millionen) ein weiterer Norris-Trophy-Gewinner (2017) sowie mit Marc-Edouard Vlasic (sieben Millionen) ein Defensivverteidiger. "Drei hochkarätige Abwehrspieler zu haben, ist sehr wichtig", so Wilson. "Das ist die Basis eines jeden erfolgreichen Teams. Ja, wir müssen auch noch andere Spieler integrieren, aber darauf können wir aufbauen."

Noch viel Arbeit in der Off-Season

Neben der Personalie Karlsson hat San Jose noch weitere wichtige Verhandlungen mit Schlüsselspielern vor sich: Kapitän und Center Joe Pavelski (34) wird zum Unrestriced Free Agent und dürfte auf Wilsons To-Do-Liste nun ganz oben stehen. Die Flügelstürmer Timo Meier (22) und Kevin Labanc (23) werden Restricted Free Agents. Außerdem laufen auch die Verträge der Angreifer Joe Thornton (39, UFA), Gustav Nyquist (29, UFA), Joonas Donskoi (27, UFA), Michael Haleay (33, UFA) und Dylan Gambrell (22, RFA) sowie die der Verteidiger Joakim Ryan (26, RFA) und Tim Heed (28, UFA) aus. Wilson hofft, dass die Unterschrift von Karlsson der Startschuss für viele weitere Verlängerungen war.

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