„Ich glaube, er hatte nicht damit gerechnet, dass so schnell jemand auf ihn zukommt“, sagte Forsberg über die Scheibeneroberung gegen Burakovsky. „Er war dadurch aus dem Spiel genommen. Ich habe kurz abgewartet, wer von uns noch kommt. Einer unserer Spieler, ich glaube, es war Brady Skjei, stürmte schnell auf die andere Seite zu. Das gab mir etwas Platz, und ich traf ins obere Eck“, fügte der Siegtorschütze hinzu.
Der Overtime-Winner war das 350. NHL-Tor von Forsberg. Der Flügelstürmer ist der sechste Schwede in der Geschichte der Liga, der diese Marke erreicht hat. Mit 62 Punkten (32 Tore, 30 Assists) aus 70 Spielen ist er momentan zweitbester Scorer der Predators in der laufenden Saison nach Ryan O’Reilly (64).
Zu den stärksten Akteuren beim Gewinner gehörte auch Torhüter Juuse Saros. Er feierte in Chicago sein Comeback und wehrte 26 Schüsse ab. Die beiden vorangegangenen Partien hatte der Goalie wegen einer Oberkörperverletzung verpasst. „Seine Leistung war überragend. ‚Juice‘ hat da weitergemacht, wo er vor der Zwangspause aufgehört hatte. Er hat einige wichtige Saves gemacht“, konstatierte Predators-Trainer Andrew Brunette.
Generell zeigte sich der Coach mit seiner Mannschaft zufrieden. „Mir hat unser Auftritt im Großen und Ganzen gefallen. Wir wussten, dass es nicht leicht werden würde, zumal es sich um ein Back-to-Back-Spiel für uns handelte. Die Blackhawks sind ein schnelles Team. Sie haben uns teilweise mit viel Energie unter Druck gesetzt. Wir haben ordentlich angefangen, sind dann aber phasenweise etwas nachlässig geworden“, erläuterte Brunette.
Durch die vier Siege am Stück und fünf Erfolge aus den zurückliegenden sieben Begegnungen (5-1-1) haben die Predators viel Boden in der Tabelle gutgemacht. Sie sind nun mittendrin im Kampf um einen Spot in der Postseason und haben derzeit zwei Punkte Vorsprung auf die Los Angeles Kings, die sich im Westen als erste Mannschaft außerhalb der Playoff-Zone befinden.
In dieser Woche hat Nashville ein straffes Programm zu absolvieren. Bis Sonntag stehen drei Heimpartien und ein Auswärtsauftritt auf dem Spielplan. Los geht es am Dienstag vor eigenem Publikum gegen die San Jose Sharks. Am Donnerstag haben die Predators die New Jersey Devils zu Gast und am Samstag die Montreal Canadiens. Am Sonntag müssen sie bei den Tampa Bay Lightning antreten.
„Das Duell am Dienstag gegen einen unserer Verfolger ist enorm wichtig“, sagte Forsberg. Er blickt der Begegnung mit den Sharks zuversichtlich entgegen. „Wir machen gerade vieles richtig und werden dafür belohnt. Also müssen wir einfach so weitermachen“, lautete seine Einschätzung.
Trainer Brunette machte deutlich, dass sein Team nicht nur daran denkt, die aktuelle Position in der Tabelle zu verteidigen. „Wir wollen weiter nach oben klettern. Wir sind eine widerstandsfähige Gruppe mit viel Selbstvertrauen. Diese positive Einstellung werden wir auch in Zukunft beibehalten“, ließ er wissen.