Täglich, wenn nicht sogar stündlich, je nach Spielansetzungen, ändert sich in der Eastern Conference die Playoff-Situation. Zu den Mannschaften, die ein Wechselbad der Gefühle nehmen und durchleben, zählen auch die New York Islanders. Am Sonntag hatte das auf Long Island beheimatete Team wieder einmal Grund zur Freude. In der heimischen UBS Arena von Elmont bezwangen sie mit 1:0 die Columbus Blue Jackets und damit einen direkten Konkurrenten, um eine Playoff-Platzierung.

„Das war ein hart umkämpftes Spiel. Auf dem Eis war nicht viel Platz, und unser Spielplan sah vor, unser Forechecking in Gang zu bringen und sie zu bedrängen, vor allem in der neutralen Zone. Wir wollten aggressiver als sonst sein und ihnen keine Chance geben, bis zum Tor vorzudringen. Wir wollten sie in der Verteidigungszone unter Druck setzen. Ich finde, das haben wir alles umgesetzt. Ich könnte wohl die ganze Nacht lang über die überzeugende Leistung der Mannschaft sprechen“, analysierte Islanders-Trainer Patrick Roy das Spielgeschehen.

Zum Matchwinner avancierten Bo Horvat, dem das einzige Tor des Abends gelang, und Schlussmann Ilya Sorokin, der alle 26 Schüsse abwehren konnte, die auf seinen Kasten kamen.

„Es war wichtig, so weiterzumachen, wie ich es die ganze Saison über getan habe. Mehr konnte ich nicht tun. Ich habe einfach versucht, mein Spiel zu spielen, und die Jungs vor mir haben sehr gut gespielt. Es war heute Abend ein wichtiges Spiel, und wir haben es sehr ordentlich gemacht“, erklärte Sorokin.

Die Blue Jackets waren mit der Empfehlung von zwölf Spielen angetreten, in denen sie jeweils punkten konnten (8-0-4), doch die Islanders beendeten den eindrucksvollen Punktestreak ihrer Gäste jäh, der sie bis auf Platz 3 in der Metropolitan Division geführt hatte. Das goldene Tor des Abends schoss Horvat nach bereits 85 Sekunden, als er einen von Anders Lee gelupften Pass in die Tiefe im Laufen annahm und anschließend die schwarze Hartgummischeibe auf Höhe des rechten Bullykreises mit einem satten Schuss einnetzte.

„Ich meine, das war wahrscheinlich eines der stressigsten Spiele des Jahres für unsere Mannschaft. Es war ein harter Kampf von allen Seiten. Jeder hat heute Abend seinen Beitrag geleistet. Alle vier Reihen liefen auf Hochtouren, und natürlich war Sorokin phänomenal“, freute sich der Torschütze über die Performance des gesamten Teams.

CBJ@NYI: Horvat bringt im Eröffnungsdrittel die Islanders in Front

Mit der knappen Führung im Rücken, waren die Defensivkräfte der Islanders besonders gefragt, allen voran Sorokin, der sich nicht zum ersten Mal als ganz sicherer Rückhalt seiner Mannschaft bewies. Was auch immer die Blue Jackets versuchten, um ins Spiel zurückzukommen, der 30-Jährige sagte 'Nein' und durfte sich über seinen siebten Saison-Shutout freuen. Kein anderer Torwart hielt in der laufenden Saison sein Tor öfters sauber als Sorokin, der eine weitere Empfehlung für den Gewinn der Vezina Trophy als bester Torwart der Liga abgab. Er zog mit Semyon Varlamov (2020/21) und Glenn Resch (1975/76) in der Klubgeschichte gleich und stellte seine persönliche Bestmarke aus der Saison 2021/22 ein.

Mit 29 Karriere-Shutouts, allesamt für die Islanders, die ihn beim NHL Draft 2014 in der dritten Runde an insgesamt Stelle 78 ausgewählt hatten, führt Sorokin alle Schlussleute an, die jemals für die Islanders das Tor hüteten. In der Historie der NHL gab es seit der Saison 1967/68 (Expansions Ära) nur zehn Torhüter, die in ihren ersten 300 Partien öfters zu Null spielten als Sorokin. Angeführt wird die Liste dieser Ausnahme-Torhüter von Tony Esposito (46 Shutouts), Ken Dryden (36) und Jaroslav Halak (33).

In ihren verbleibenden elf Saisonpartien werden die Islanders weiterhin auf einen starken Sorokin bauen müssen, um nicht den Playoffzug zu verpassen. Aktuell belegen sie mit 85 Punkten die zweite Wildcard für die Stanley Cup Playoffs der Eastern Conference (40-26-5). Columbus steht mit ebenfalls 85 Punkten auf dem dritten Platz in der Metropolitan Division, wobei sie noch ein Spiel mehr in der Hinterhand haben (37-22-11). Den zweiten Platz in der Metropolitan haben die Pittsburgh Penguins mit 86 Punkten auf dem Konto inne (35-19-16). 

Die Riege der Mannschaften, die innerhalb von vier Punkten liegen, komplettieren drei Teams aus der Atlantic Division: Die Montreal Canadiens (38-21-10; 86 Punkte) als Divisionsdritter, die Boston Bruins (39-23-8; 86 Punkte) auf der ersten Wildcard und die Detroit Red Wings (38-24-8; 84 Punkte), die außerhalb der Playoffränge liegen, was sich aber bereits am Dienstag, wenn sie die Ottawa Senators empfangen, wieder ändern kann.

Die Mannschaften, die den Islanders in dieser Woche einen Besuch abstatten, heißen Chicago Blackhawks (7:00 p.m. ET; Di 24:00 Uhr MEZ), Dallas Stars (7:00 p.m. ET; Do 24:00 Uhr MEZ) und Florida Panthers (7:00 p.m. ET; Sa 18:00 Uhr MEZ).

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