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Red Wings warten auf den Startschuss

Detroit möchte mit frischer Energie durch das Centennial Classic die 26. Playoff-Teilnahme ermöglichen

von Nicholas J. Cotsonika @cotsonika / NHL.com Kolumnist

TORONTO - Die Detroit Red Wings haben die Stanley Cup-Playoffs 25 Mal in Serie erreicht. Um das wirklich zu begreifen sollte man folgendes Bedenken: Das Scotiabank NHL Centennial Classic 2017 bildet den Auftakt zum 100. Geburtstag der NHL. Die Serie der Wings erstreckt sich also bereits über ein Viertel der Ligageschichte.

Kein anderen Team der Liga erreichte die Playoffs in jedem Jahr seit Einführung des 'Salary Caps' im Jahre 2005-06. Die Serie, welche seit 1991 läuft trotzt also einem System, welches auf Ausgeglichenheit setzt.

Doch nun ist diese Serie aktuell in echter Gefahr. Wenn die Red Wings am Sonntag im Exhibition Stadium auf die Toronto Maple Leafs treffen, dann befindet sich das Team sportlich in einer durchaus kritischen Situation.

"Wir müssen nun liefern, bevor es zu spät ist" sagte auch Thomas Vanek von den Red Wings. "Man kann zwar sagen, dass da noch viele Spiele zu spielen sind, aber es ist schwer einen Punkterückstand wieder zu schließen, wenn er erst einmal besteht. Uns hilft da nur eine Serie."

Seit dem Start mit 6-2-0 haben die Red Wings nur noch eine Statistik von 10-14-4 erreicht. Nur zwei von 20 Spielen konnten sie zuletzt innerhalb der regulären 60 Minuten gewinnen. 36 Punkte aus 36 Spielen werden nicht reichen um die Endrundenserie auf 26 Teilnahmen zu erhöhen.

Schon im Vorjahr rettete man sich im Vergleich mit den Boston Bruins nur noch soeben in die Playoffs. Am Freitag lag man nun sechs Punkte hinter den Bruins auf Rang Drei in der Atlantic Division. Aktuell halten die Philadelphia Flyers und die Washington Capitals die Wildcard-Plätze.

Im Großen und Ganzen fehlt es dem Team an Offensivpower. Seit dem Jahre 1991 durften die Red Wings keinen Top 10 Draftpick mehr wählen. Das bleibt natürlich nicht folgenlos auf Dauer.

Es fehlt also an Offensive und auch an Heimstärke, wenn man mal auf die Statistiken schaut. In Sachen Torproduktion liegt das Team aktuell nur auf Rang 25. (2,33 pro Spiel). In Sachen Überzahlspiel ist man sogar Letzter (30.). Henrik Zetterberg ist der erfolgreichste Offensive des Teams. Er hat 25 Punkte, Rang 52 in der Liga. Dylan Larkin, der in Sachen Treffer Führende des Teams ist Dylan Larkin. Er hat 10 Tore auf dem Konto, liegt damit auf Rang 56 in der Liga. In der Joe Louis Arena hat man eine Statistik von 7-10-3 aufzuweisen.  

Es wird knapp. General Manager Ken Holland gibt an, dass die 20-25 Spiele nach der Weihnachtspause die entscheidenden werden. Denn am 1. März folgt die Tradingdeadline. Bis dahin sollte klar sein wohin die Reise geht. Häufig gehen entscheidende Wechsel aber auch schon früher über die Bühne.

"Die Saison ist bisher nicht so verlaufen wie wir gehofft hatten" bestätigt auch Verteidiger Niklas Kronwall. "Aber Selbstmitleid hilft da nicht weiter. Man muss weiter kämpfen. Es steht außer Zweifel, dass unsere nächsten Spiele entscheidend sein werden, wenn wir noch etwas bewegen wollen in dieser Saison."
Und was deutet auf Erfolg hin?

Die Red Wings sind auswärts bei 9-6-1. Und das Centennial Classic ist das zweite Spiel auf einem sieben Spiele umfassenden Roadtrip. In Freiluftspielen stehen die Auswärtsteams bei 14-4-1. Vielleicht auch, weil sie nicht so sehr von den äußeren Umständen und dem Hype um das Spiel abgelenkt werden.

Die früheren Auswärtsspiele unter freiem Himmel konnten die Red Wings gewinnen. Im Jahre 2009 gewann man das Winter Classic bei den Chicago Blackhawks im Wrigley Field in Chicago mit 6:4. Und in der Stadium Series des Jahres 2016 setzte man sich mit 5:3 gegen die Colorado Avalanche im Coors Field in Denver durch. Daheim hingegen hat man im Winter Classic 2014 gegen die Toronto Maple Leafs mit 3:2 nach Shootout verloren.

"Wir müssen eine Serie starten" sagt Zetterberg. "Das Timing dafür könnte günstig sein."
Das Centennial Classic könnte dabei helfen.

"Hier ist echt extrem viel los, und da fällt es manchmal schwer sich auf das Spiel zu konzentrieren" gibt Stürmer Luke Glendening zu bedenken. "Aber so ist Eishockey. Das macht Spaß. So muss das sein. Dieser Spaß ist für uns wichtig. Er kann uns helfen. Das fällt ansonsten schon mal schwer, wenn es nicht so läuft wie gewünscht. Aber dieses Spiel könnte ein guter Startpunkt für eine erfolgreichere zweite Saisonhälfte für uns sein."

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