Der deutsche Verteidiger Moritz Seider hatte mit den Detroit Red Wings in den vergangenen Wochen nicht viel zu bejubeln. Entsprechend groß war die Freude am Freitag nach dem 5:4-Heimsieg nach Verlängerung gegen die Nashville Predators. Lucas Raymond sorgte mit seinem Treffer für Jubelstürme bei den Gastgebern, während bei den Gästen die Erkenntnis reifte, dass eine produktive Sturmreihe nicht reicht.
Alle lieben Raymond
Nach zwei Minuten und 13 Sekunden in der Verlängerung war bei den Red Wings der Titel einer in den USA beliebten Fernsehserie Programm: Dann hieß es „Alle lieben Raymond“. Der in Göteborg geborene Schwede beendete seine acht Spiele andauernde Torflaute mit einem Handgelenksschuss durch die Beine von Nashvilles Stürmer Ryan O’Reilly und vorbei an Predators-Torwart Juuse Saros (18 Saves). „In der Verlängerung geht es darum, Räume zu kreieren und so viel wie möglich mit der Scheibe zu spielen. Ich denke, das ist wahrscheinlich der wichtigste Faktor – den Puck so lange behalten, bis sich eine Möglichkeit bietet.“ Das taten die Red Wings in der Situation, kreiselten geduldig in der Zone der Predators, bis sich Raymond die Möglichkeit zum Abschluss bot. Für den Schweden war es bereits das neunte siegbringende Tor, womit er mit Ted Lindsay auf Platz drei gleichzog in der Liste der Red Wings-Spieler, die das vor ihrem 22. Geburtstag geschafft haben. Dylan Larkin und Steve Yzerman stehen mit jeweils zehn Toren an der Spitze dieser Statistik. Raymond hat noch etwas Zeit, gleichzuziehen: Am 28. März hat er Geburtstag.
Bis dahin hatten die Zuschauer in der Little Caesars Arena zu Detroit ein unterhaltsames Match mit acht Toren gesehen. Dylan Larkin brachte Detroit in Unterzahl in Führung, als er seinem Gegner an der Mittellinie die Scheibe stibitzte, in Richtung Tor zog und selbst abschloss (5.). In der Mitte hatte er noch Michael Rasmussen als Option. Jake Walman sorgte 22 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels dafür, dass die Red Wings mit einer 2:1-Führung in die Kabine gehen durften. Seide bekam zwar keine Vorlage bei dem Treffer, doch der Deutsche hatte entscheidenden Anteil an dem Tor, da er zwei Gästespieler in deren Verteidigungszone beschäftigte und so den Raum für die Kollegen schuf.
Walman beeindruckte vor allem die Stimmung in der Arena: „Man kann das richtig auf der Bank fühlen. Wir wissen, dass wir viel Energie in der Kabine haben, aber dann auch noch die Unterstützung von den Rängen zu bekommen … Das war mit das Lauteste, was ich bislang in dieser Saison gehört habe. Es war großartig, zu sehen, dass die Fans hinter uns stehen. Ich bin froh, dass wir sie mit einem Sieg nach Hause schicken konnten.“




















