Auf die beiden unglücklichen Niederlagen zum Auftakt der Best-of-seven-Serie in Ottawa gaben die Rangers in den Heimspielen die passende Antwort. Sie bezwangen den Kontrahenten zweimal mit 4:1 und beeindruckten durch die Ausgeglichenheit ihrer Formationen. Diese manifestierte sich nicht zuletzt darin, dass die Torschützen aus allen vier Reihen kamen.
"Wir sind keine One-Man-Show. Bei uns ist jeder wichtig", erklärte Rangers-Goalie Henrik Lundqvist diesen bemerkenswerten Umstand. Der Schwede nimmt für sich keine Sonderrolle in Anspruch, obwohl er zu den herausragenden Teamleadern zählt. Bei beiden Heimspielen zählte er einmal mehr zu den besten Akteuren auf dem Eis. Insgesamt gelangen ihm 48 Saves.
Bereits nach dem ersten Match hatte Ottawas Coach Guy Boucher gefordert, Lundqvist in jeder Partie ordentlich einzuheizen. In dem von ihm geforderten Ausmaß gelang dies seinen Schützlingen freilich nicht. Etwa 40 Schüsse pro Spiel seien notwendig, um eine reelle Siegchance zu haben, hatte Boucher angesichts der Fangkünste des New Yorker Schlussmanns hochgerechnet. Doch in der Addition beider Auftritte im Madison Square Garden waren es lediglich 50. Das ist sicherlich ein Grund, warum die Senators leer ausgingen, zumal Lundqvist nur zwei Pucks passieren ließ.
Trotz der jüngsten Erfolge warnt der Torhüter der Rangers davor, zu früh in Euphorie zu verfallen. "Es ist gut, was zu Hause passiert ist. Dennoch steht es erst 2:2. Wir werden uns deshalb konzentriert auf Spiel 5 am Samstag in Ottawa vorbereiten", betonte Lundqvist.