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Avalanche schon vier Mal ohne Torerfolg

Nur sechs Siege in 14 Spielen lautet die ernüchternde Bilanz der Franchise aus Denver

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Die glorreichen Zeiten der Colorado Avalanche liegen schon eine Weile zurück. Der zweite und letzte Stanley Cup Sieg datiert vom Jahr 2001 und spätestens seit dem Lockoutjahr 2005 war es mit der Herrlichkeit der Franchise aus Denver vorbei.

Hoffnung schöpfte man durch den Draft von talentierten Spielern, wie Paul Stastny, Gabriel Landeskog, Matt Duchene und Nathan MacKinnon. Vor zwei Jahren sah es so aus, als würde das alles Früchte tragen, als das Team unter dem neuen Trainer Patrick Roy, der die Avalanche als Torhüter zu zwei Stanley Cups geführt hatte, überraschend die Central Division gewann.

Es folgte jedoch das schnelle Aus in den Playoffs und wieder zwei magere Jahre, in denen die Meisterschaftsrunde verpasst wurde. Interne Querelen führten dazu, dass Roy im Sommer 2016 seinen Dienst quittierte.

General Manager Joe Sakic, der ebenfalls eine Spielerlegende in Colorado ist, musste vieles neu ordnen. Er engagierte den Newcomer Jared Bednar als neuen Trainer. Ein Grundproblem blieb jedoch bzw. ließ sich nicht mehr ändern.

In Denver sind sie nach wie vor davon überzeugt, eine Mannschaft zu besitzen, die in den Playoffs einziehen und mitspielen kann, doch die Realität sieht anders aus. Eine Diskussion, die auch Roy zum Verhängnis wurde, der öffentlich die Ausrichtung des Management seines Freundes Sakic kritisierte.

So wurden auch in diesem Sommer keine wesentlichen Verstärkungen getätigt. Die Vorbereitung lief indes noch vielversprechend, als alle Spiele gewonnen werden konnten. Die Bilanz nach 14 Spielen mit nur sechs Siegen sieht jedoch wieder sehr ernüchternd aus.

Am Freitag gegen die Winnipeg Jets behielten die Avs dank eines Eigentores der Gäste in der Verlängerung mit 3-2 die Oberhand, doch schon am gestrigen Sonntag folgte die nächste Ernüchterung, indem sie den Boston Bruins mit 0-2 unterlagen.

Video: BOS@COL: Rask rettet gegen Gelinas, Grigorenko

Knackpunkt war aber nicht nur die Niederlage, sondern dass die Avalanche bereits zum vierten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer blieben. Äußerst frustrierend gerade für Torhüter Semyon Varlamov, der 43 Saves machte und nur einmal bezwungen wurde, aber trotzdem mit leeren Händen dastand.

"Es ist frustrierend, dass wir nicht gewonnen haben", sagte Varlamov im Anschluss. "Es spielt keine Rolle, wie du spielst. Ich bin nicht glücklich, dass wir verloren haben, weil wir die zwei Punkte gebraucht hätten. Das ist die wichtigste Sache für uns."

Sein Trainer stieß in gleiche Horn und lobte den russischen Torhüter. "Er war außergewöhnlich, der beste Spieler auf dem Eis", sagte Bednar. "Wir müssen einen Weg finden für ihn etwas zu Stande zu bringen. Wir brauchen Jungs, die vor das Tor gehen und Pucks auf das Tor bringen. Wir machen einfach nicht genug."

20 Saves, die Gästeschlussmann Tuukka Rask für seinen dritten Shutout der Saison reichten, belegen die angesprochene Tatsache. Pech für die Avalanche, dass Duchene, der sicher zu den Aktivposten zählt, mit Symptomen einer Gehirnerschütterung ausfiel.

Die Saison ist noch lang, doch Colorado ist bereits wieder in einem gefährlichen Fahrwasser angekommen. Der Weg daraus wird nicht einfach werden. Für Bednar ist es bereits eine frühe Anforderung.

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