Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Boston Bruins und den Buffalo Sabres

So hatten die Boston Bruins sich ihr erstes Heimspiel nicht vorgestellt. Das sonst so heimstarke Team unterlag am Donnerstag in Spiel 3 seiner Serie in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 in der Eastern Conference im TD Garden gegen die Buffalo Sabres auf eigenem Eis mit 1:3. In der Best-pf-seven-Serie liegen die Bruins nun mit 1:2 Spielen zurück.

„Ihr Torwart hat gut gespielt, aber das war nicht das Problem“, kommentierte Bostons deutscher Trainer Marco Sturm die Partie. „Sie waren heute einfach etwas besser als wir. Wir waren etwas angespannt. Das hat man auch im Powerplay gesehen. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber kleine Fehler haben uns das zweite Tor gekostet. Das war schade. Wir haben uns darauf gefreut, zu Hause zu spielen. Aus irgendeinem Grund haben wir aber nicht so gespielt, wie in den ersten beiden Spielen.“

BUF@BOS, GM 3: Jeannot erzielt sein erstes Playoff-Tor zum 1:0

Starke Torhüter halten das Spiel eng

Die Fans mussten in Boston eine Zeit lang auf das erste Tor warten. Sowohl Bostons Jeremy Swayman, als auch Buffalos Alex Lyon blieben im ersten Drittel fehlerfrei. Swayman hielt 13 Schüsse der Sabres, Swayman kam auf neun Saves. Am Ende der Partie hatte Swayman 25 Schüsse pariert, Lyon 24.

„Das ist ein Playoff-Spiel. Wir müssen unsere Chancen nutzen, jedes Detail wird hier unter die Lupe genommen“, erklärte Swayman. „Unser Job ist es jetzt, einen Moment nach dem anderen zu nehmen und zu verstehen, dass wir uns davon erholen müssen. In drei Tagen haben wir dann wieder den Heimvorteil.“

Das 1:0 fiel aber in der 24. Minute sogar noch für die Gastgeber. Tanner Jeannot zog vom linken Bullykreis aus dem Handgelenk ab. Lyon wurde die Sicht etwas von seinem eigenen Verteidiger verstellt und der Puck schlug zum 1:0 für Boston ein.

BUF@BOS, GM 3: Jeannot erzielt sein erstes Playoff-Tor zum 1:0

Die Mentale Seite des Spiels

Nicht lange nach dem Führungstor kam ein vielleicht entscheidender Moment für die Psyche beider Mannschaften. Bostons Stürmer Viktor Arvidsson kam in der 30. Minute zu einem Alleingang und bekam einen Stockschlag von Sabres-Kapitän Rasmus Dahlin ab. Die Schiedsrichter sprachen ihm deshalb einen Penalty zu. Arvidsson setzte seinen Schuss aber am Tor vorbei. Hätte er getroffen, wäre das Spiel mit einer 2:0-Führung im Rücken womöglich anders verlaufen.

„Ich habe das nicht sofort gemerkt, aber rückblickend muss man sagen, dass uns das wichtige Minuten vor der Drittelpause gekostet hat“, gestand Sturm. „Die Stimmung auf der Bank war danach nicht dieselbe. Wir haben uns aber gut gefühlt. Das Spiel war ausgeglichen. In den Playoffs gibt es viel Auf und Ab, damit müssen wir richtig umgehen.“

Stattdessen gab Bostons Fehlschlag den Sabres neuen Wind. Sie glichen nur 68 Sekunden nach dem Penalty durch Bowen Byram aus (31.), drehten das Spiel im dritten Drittel durch Alex Tuch (45.) und besiegelten die Niederlage des Bruins kurz vor Ende des Spiels mit einem Empty-Netter von Noah Ostlund (59.).

Heimvorteil bringt nicht den erhofften Schub

Wenn die Bruins in der regulären Saison vor ihren eigenen Fans spielen durften, war das eigentlich ein gewaltiger Vorteil. In 41 Heimspielen (29-11-1) fuhren sie 59 Punkte ein. Nur die Carolina Hurricanes holten auf eigenem Eis einen Punkt mehr. Die beiden Teams führten die NHL gemeinsam mit 29 Heimsiegen an. Entsprechend optimistisch war Boston sicherlich, als es für Spiel 3 der Serie erstmals in den TD Garden ging. Umso größer ist nun die Enttäuschung. Doch Sturm baut weiter auf die Stärken, die seine Mannschaft die ganze Saison über zeigte.

BUF@BOS, GM 3: Tuch bleibt dran und trifft aus dem Hintergrund durch den Verkehr zum 2:1

„Dieses Spiel müssen wir abhaken“, sagte der ehemalige Bundestrainer, der Deutschland bei den Olympischen Winterspielen 2018 zur Silbermedaille geführt hatte. „In den nächsten Tagen werden wir noch darüber sprechen, die Bereiche, in denen wir uns verbessern können herausarbeiten und dann müssen wir eine Antwort finden. Das haben wir die ganze Saison über gemacht und das wird die wichtige Botschaft sein. Nichts hat sich verändert. Wir haben es in Buffalo geschafft. Wir haben es die ganze Saison über geschafft. Wir finden immer eine Antwort, Wir sind immer noch in einer wirklich guten Position.“

Dafür müssen die Bruins aber so spielen, wie sie es in der regulären Saison zu Hause getan haben. Mit Heimvorteil waren sie mit 2,54 Gegentoren pro Spiel die Spitzenreiter. Das Defensivspiel funktionierte am Donnerstag auch gut, doch die Offensive und das Powerplay erreichten nicht das gewohnte Niveau. Während der Saison erzielten sie zu Hause 3,51 Tore pro Spiel, der sechstbeste Wert der Liga. Im Powerplay lautete die Erfolgsquote 22,5 Prozent, immerhin noch Platz 13 von 32. In Spiel 3 gab es aber nur ein Tor bei 25 Torschüssen, Boston war außerdem vier Mal in Überzahl und ließ diese Gelegenheiten alle ungenutzt.

„Wir könnten mehr Chancen kreieren“, gab Sturm zu. „Wir haben heute nicht genug getan. Deshalb hatten wir nicht so viele Chancen vor dem Tor. In dem Bereich müssen wir sicherlich besser werden.“

Sabres 2, Bruins 1

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Das nötige Personal dafür ist vorhanden. Superstar David Pastrnak erzielte in den ersten drei Begegnungen bereits fünf Punkte (ein Tor, vier Assists). Morgan Geekie setzt seine überragende Form der Hauptrunde mit vier Punkten (zwei Tore, zwei Assists) fort.

Von anderen Spielern muss aber mehr kommen. Die Stürmer Marat Khusnutdinov, Fraser Minten und Elias Lindholm waren in der regulären Saison wichtige Faktoren für den Erfolg des Teams, Khusnutdinov und Minten warten in den Playoffs jedoch noch auf ihren ersten Punkt, Lindholm steuerte ein Tor bei.

Die Bruins haben nun zwei Tage Zeit, um die Niederlage zu verarbeiten. Spiel 4 findet am Sonntag )2 p.m. ET; 20 Uhr MESZ) erneut in Boston statt.

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