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Zweimal in Folge mussten die Tampa Bay Lightning und die Montreal Canadiens bereits in die Verlängerung, ehe der Sieger feststand. Ob es zum dritten Mal in Serie zur Overtime kommt, zeigt sich in der Partie am heutigen Freitag. Die Edmonton Oilers haben vor dem Auftritt bei den Anaheim Ducks noch wichtige Bauarbeiten zu erledigen. Auf die Utah Mammoth wartet derweil ein geschichtsträchtiges Ereignis. Wyatt Johnstone von den Dalls Stars hat sich zum Powerplaymonster in den Playoffs entwickelt und der vielzitierte Heimvorteil ist aktuell eine Chimäre.

Nächster Overtime-Hero gesucht

Juraj Slafkovsky von den Montreal Canadiens und J.J. Moser von den Tampa Bay Lightning avancierten in den ersten beiden Aufeinandertreffen ihrer Teams zu Overtime-Heros. Slafkovsky entschied Spiel 1 in der Verlängerung. Moser tat es ihm in Spiel 2 nach. Vor Spiel 3 (7 p.m. ET; Sa. 1 Uhr MESZ) in der Ersten Runde in der Eastern Conference im Bell Centre von Montreal fragen sich deshalb nicht wenige, wer der nächste Akteur der beiden Kontrahenten sein wird, der in der Zusatzschicht den entscheidenden Punch setzt. Dafür müsste es zwar erst einmal zu einer erneuten Verlängerung kommen. Dies erscheint jedoch keinesfalls abwegig.

Ein Blick in die Geschichte der Canadiens zeigt, dass sie schon mehrfach drei Playoff-Spiele nacheinander mit Extraminuten zu bestreiten hatten: im Stanley Cup Finale 1993 (Spiel 2 bis 4), im Divisionsfinale 1993 (Spiele 2 bis 4) und im Stanley Cup Finale 1951 (Spiele 1 bis 5). Für Tampa Bay wäre ein solches Szenario dagegen Neuland.

MTL@TBL, Slafkovsky erzielt im ersten Spiel einen Hattrick und gewinnt

Zwei zentrale Baustellen bei den Oilers

Während Leon Draisaitl seine Hausaufgaben bei den Edmonton Oilers mit einem Tor und drei Assists in den zwei Duellen mit den Anaheim Ducks gemacht hat, ist Kapitän Connor McDavid überaschenderweise ohne Punkte geblieben. Die Kalifornier haben es bislang blendend verstanden, den Superstar aus dem Spiel zu nehmen. Ein weiteres Mal soll es ihnen nicht gelingen.

Darüber hinaus gibt es bei den Oilers eine weitere Baustelle. Sie betrifft das Penalty Killing. Mit Jason Dickinson und Adam Henrique fehlen derzeit zwei der besten Unterzahlspieler. Beim 4:6 im zweiten Vergleich mit den Ducks am Mittwoch kassierte Edmonton prompt drei Gegentore bei numerischer Unterlegenheit. In Spiel 3 (10 p.m. ET; Sa. 4 Uhr MESZ) der Ersten Runde in der Western Conference gegen die Ducks im Honda Center in Anaheim benötigen die Oilers deshalb dringend mehr Stabilität im Penalty Killing, selbst wenn nicht die Einheiten nicht in Bestbesetzung aufs Eis können.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Edmonton Oilers und den Anaheim Ducks

Erstes Playoff-Heimspiel in der Klubgeschichte

Die Utah Mammoth bestreiten in Spiel 3 (9:30 p.m. ET; Sa. 3:30 Uhr MESZ) der Ersten Runde in der Western Conference gegen die Vegas Golden Knights das erste Playoff-Heimspiel in der zweijährigen Klubhistorie. Ebenfalls sein Postseason-Debüt im Delta Center feiert Utahs Angreifer J.J. Peterka. Er hofft auf seinen ersten Scorerpunkt in der K.o.-Phase, nachdem er zweimal leer ausging.

Anders stellt sich die Lage bei seinem Stürmerkollegen Logan Cooley dar. Er traf in beiden Spielen ins Schwarze und könnte mit einem weiteren Tor im dritten Match nach Nick Harbaruk (Philadelphia Flyers 1971) und Newsy Lalonde (Montreal 1918/19) zum dritten Akteur in der NHL werden, der in den ersten drei Playoff-Partien eines Franchise einnetzt.

UTA@VGK, Spiel 2: Cooley staubt ab und den freien Puck hinter Hart ins Netz.

Johnston der König im Powerplay

Im Ranking der erfolgreichsten Punktesammler im Powerplay steht keiner der üblichen Verdächtigen auf dem ersten Platz. Spitzenreiter ist momentan Wyatt Johnston von den Dallas Stars. Er hat als einziger Akteur vier Punkte (zwei Tore, zwei Assists) in Überzahl auf dem Konto. Nur einen seiner insgesamt fünf Zähler verbuchte er nicht im Powerplay. Die Stars haben die meisten Überzahltore erzielt. Sechsmal schlugen sie in drei Spielen mit mehr Personal auf dem Eis zu.

Vom Heimvorteil ist kaum etwas zu spüren

Allerorten ist in der Endphase der regulären Saison von Spielern und Trainern der Playoff-Aspiranten zu hören, wie wichtig es ist, sich das Heimrecht in der Serie zu sichern. Wenn man allerdings die 21 bis einschließlich Donnerstag ausgetragenen Partien der Ersten Runde in der Eastern und Western Conference heranzieht, ist von einem ausgeprägten Heimvorteil kaum etwas zu spüren. Zehnmal behielten die Hausherren die Oberhand, elfmal setzten sich die Gäste durch. Lediglich die Colorado Avalanche, die Carolina Hurricanes (je zwei Siege) und die Philadelphia Flyers (ein Sieg) haben zu Hause noch eine weiße Weste.

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