Lindry Ruff BUF

Die Buffalo Sabres haben sich nach drei hart umkämpften Spielen eine vielversprechende Ausgangsposition in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 in der Eastern Conference gegen die Boston Bruins erarbeitet. Mit dem 3:1-Erfolg in Spiel 3 gegen die Boston Bruins am Donnerstag führt Buffalo die Erstrundenserie mit 2:1 – und gönnte sich am Freitag bewusst eine Pause. Vor dem richtungsweisenden vierten Spiel am Sonntag (2 p.m. ET; 20 Uhr MESZ) setzt Trainer Lindy Ruff auf Regeneration und Gelassenheit.

„Wir haben drei Spiele in fünf Nächten absolviert, sehr emotionale und mental fordernde Partien. Heute heißt es: runterfahren“, erklärte Ruff am Freitagmittag. Der erfahrene Coach, der bereits mehr als 100 Playoff-Spiele betreut hat, weiß genau, wie er mit einer jungen Mannschaft umgehen muss, die sich erstmals in der K.o.-Phase beweist. „Ich war in der Vergangenheit vielleicht manchmal zu streng mit meinen Spielern. Inzwischen weiß ich, dass man es mit der Strenge auch nicht übertreiben darf“, erklärte Ruff.

Besonders nach der 2:4-Niederlage in Spiel 2 zeigte sich Ruffs Führungsstil. Zwar war er mit der Leistung unzufrieden, vermied es jedoch bewusst, dies öffentlich auszubreiten. „Ich wollte den Medien keinen zusätzlichen Stoff geben, damit sie die Spieler mit Fragen nach Fehlern löchern“, sagte er. Kritik werde intern geklärt – ein Ansatz, der darauf abzielt, den Druck von seiner unerfahrenen, jungen Mannschaft zu nehmen.

Sabres 2, Bruins 1

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Diese Ruhe zahlte sich aus. Buffalo antwortete in Spiel 3 mit einer kämpferisch starken Leistung, insbesondere in der Schlussphase. Zwei späte Unterzahlsituationen überstand das Team dank geschlossener Mannschaftsarbeit – inklusive wichtiger Saves von Torhüter Alex Lyon. „Alle haben gesagt: Wir müssen das für unseren Kapitän killen“, so Ruff über die Energie auf der Bank.

Auch strukturell präsentierten sich die Sabres verbessert. Die Defensivpaare um Conor Timmins und Logan Stanley stabilisierten das Spiel, während Ryan McLeod bei den Faceoffs überzeugte. Nach schwachen Werten in Spiel 2 steigerte sich das Team insgesamt quer durch den Kader deutlich – ein Zeichen wachsender Anpassungsfähigkeit.

Ruff betonte im Pressegespräch zudem, wie wichtig es sei, die eigene Spielweise konsequent durchzuziehen – unabhängig von der Atmosphäre. Auch in der lautstarken Kulisse des TD Garden behielt Buffalo die Nerven. „Glaubt an unsere Art zu spielen“, hatte er vor Spiel 3 gefordert – und seine Mannschaft lieferte.

Mit Blick auf Spiel 4 der Best-of-seven-Serie erwartet Ruff erneut eine intensive Partie. Seine wichtigste Botschaft bleibt jedoch klar: Ruhe bewahren, intern wachsen und aus Fehlern lernen, ohne sich von ihnen lähmen zu lassen. Genau darin zeigt sich aktuell die Reife eines jungen Teams – und die Handschrift eines erfahrenen Trainers.

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