PIT Crosby

Vor dem Start der NHL Preseason 2025/26 am 20. September bietet NHL.com/de einen detaillierten Einblick in jedes Team.

In dieser Ausgabe: Pittsburgh Penguins

Nachdem die durchaus ereignisreiche Phase der NHL-Offseason langsam ihrem Ende entgegengeht und der Fokus sich nun zunehmend auf die anstehenden Trainingslager und die darauf folgenden Preseason-Spiele richtet, befinden sich die Pittsburgh Penguins weiterhin in einer Situation, in der sie einerseits versuchen, sich neu aufzustellen, während sie andererseits die Hoffnung auf eine Chance für ihre alternden Führungsspieler Sidney Crosby, Kris Letang und Evgeni Malkin auf die Stanley Cup Playoffs aufrechterhalten wollen.

General Manager Kyle Dubas ergriff eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, darunter die Verpflichtung des neuen Cheftrainers Dan Muse. Die Penguins beendeten mit einer Bilanz von 34-36-12 und 80 Punkten die Saison 2024/25 auf Rang sieben der Metropolitan Division und verpassten dreimal in Serie die Playoff-Teilnahme. Der Juli stand im Zeichen eines breit angelegten Neustarts in der Tiefe und eines klaren Signals auf der Torhüterposition.

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Pittsburgh holte Goalie Arturs Silovs in einem Trade aus Vancouver und gab dafür Prospect Chase Stillman sowie einen Viertrundenpick für den NHL Draft 2027 ab. Für die Defensive kam Matt Dumba von den Dallas Stars. Via Trade mit den Buffalo Sabres stieß Connor Clifton zum Kader. Die Stürmer Anthony Mantha und Rafael Harvey-Pinard sowie Verteidiger Phil Kemp unterschrieben zudem für ein Jahr.

Spektakuläre Transfers blieben in Pittsburgh jedoch aus. Die Hoffnungen für die kommende Spielzeit liegen deshalb in erster Linie auf weiterhin starken Leistungen der „Altstars“ um Crosby, aber auch in der kontinuierlichen Entwicklung einiger Talente.

Nachdem sie in der letzten Saison ihr NHL-Debüt gegeben hatten – Rutger McGroarty sicherte sich zunächst einen Platz in der Startaufstellung, bevor er zu Wilkes-Barre/Scranton in die American Hockey League (AHL) geschickt wurde und gegen Ende der Saison zurückkehrte – werden sowohl er als auch Ville Koivunen voraussichtlich nicht nur um einen Platz im Kader für den Saisonstart 2025/26 kämpfen, sondern könnten auch den Sprung in die Top 6 schaffen.

Für McGroarty dürfte, nach einer starken Saison in der AHL und einem guten Finish bei den Penguins, mit mehr Selbstvertrauen ins Trainingslager kommen, um sich einen Stammplatz zu sichern. Hinzu kommt, dass er den neuen Trainer bereits kennt. Muse coachte McGroarty im United States National Team Development Program (USNTDP) und ist bekannt für seine Förderung junger Spieler. McGroartys vielseitiges Spiel und seine Offensivfähigkeiten lassen hoffen, dass er in dieser Saison eine komplette Spielzeit auf NHL-Niveau bestreiten kann.

Koivunen machte ebenfalls auf sich aufmerksam, als er sich in die Aufstellung der Penguins spielte. Er schien eine gute Chemie mit Crosby zu entwickeln und fühlte sich gegen Ende der letzten Saison in der NHL wie zu Hause. Er verfügt über die Art von Offensivspiel, die ihn sowohl zum Spielmacher als auch zum Torschützen machen kann, sobald er den Puck auf dem Schläger hat. Die Hoffnung ist, dass sowohl er als auch McGroarty die Stürmergruppe beflügeln können – und es gibt gute Gründe, das zu glauben.

Einer der größten Schwachpunkte der Penguins in den letzten Spielzeiten waren die Torhüter. Tristan Jarry hatte zuletzt Schwierigkeiten, konstante Leistungen abzuliefern. Er verbrachte einige Zeit bei Wilkes-Barre/Scranton (zwölf Spiele), bevor er für den letzten Monat der Saison wieder in den NHL-Kader zurückkehrte. Zwar zeigte er immer wieder gute Ansätze, hatte aber dennoch häufig mit seinem Spiel zu kämpfen. Er wird versuchen, sich in dieser Saison wieder voll und ganz zurückzumelden, zumal Talente wie Arturs Silovs, Joel Blomqvist und Sergei Murashov ihm möglicherweise den Platz im Tor streitig machen könnten. Jarry litt zudem darunter, dass die Defensivkräfte der Penguins ihn nicht immer im erforderlichen Maß unterstützt haben.

Dubas nahm in der Offseason einige Veränderungen in der Defensive vor, darunter die Verpflichtungen von Clifton und Parker Wotherspoon. Es bleibt abzuwarten ob die Abwehr weiterhin die Sorgenabteilung der Penguins bleibt.

Sollte die Mannschaft erneut die Playoffs verpassen, was durchaus möglich ist, haben die Penguins einige Spieler im Kader, die für Playoff-Teams interessant werden könnten.

Akteure wie Bryan Rust, Rickard Rakell, Mantha, Erik Karlsson und möglicherweise sogar Jarry könnten vor der NHL-Trade-Deadline transferiert werden, was die Neuausrichtung des Teams deutlich beschleunigen würde.

Da die Mannschaftszusammensetzung Schritt für Schritt in Richtung Zukunft ausgerichtet wurde und noch immer über Spieler verfügt, die für andere Teams attraktiv sein dürften, könnte Dubas nach dem Jahreswechsel vergleichsweise leicht weitere Assets für die Zukunft hinzufügen – sei es in Form von Draft-Picks oder jungen Spielern. Er hat bereits gezeigt, dass er sich nicht scheut, Entscheidungen für eine langfristige Perspektive zu fällen.

So schmerzhaft ein erneutes verfehlen den Playoffs auch wäre, es würde zumindest die Chancen erhöhen, über die Draft-Lotterie hoch eingeschätzte Spieler wie Gavin McKenna oder den starken Verteidiger Keaton Verhoeff verpflichten zu können. Die Aussicht, einen Spieler dieses Kalibers zu bekommen, der künftig eine zentrale Stütze werden könnte, wäre ein attraktives Trostpflaster.

Voraussichtliche Aufstellung

Rickard Rakell – Sidney Crosby – Bryan Rust

Ville Koivunen – Evgeni Malkin – Anthony Mantha

Rutger McGroarty – Tommy Novak – Philip Tomasino

Connor Dewar – Blake Lizotte – Justin Brazeau

Owen Pickering – Kris Letang

Ryan Graves – Erik Karlsson

Parker Wotherspoon – Matt Dumba

Tristan Jarry

Arturs Silovs

Top-Talent, auf das es zu achten gilt

Rutger McGroarty (F) – Der 21-Jährige erzielte in der vergangenen Saison in acht Spielen für Pittsburgh drei Punkte (ein Tor, zwei Vorlagen) und spielte in der ersten Reihe neben Center Sidney Crosby, nachdem er am 29. März aus Wilkes-Barre/Scranton (AHL) zurückbeordert worden war. Am 8. April zog er sich jedoch eine Saison beendende Verletzung im unteren Körperbereich zu. In Pittsburgh hoffen sie, dass er diesmal gesund bleibt und sein Talent über längere Strecken unter Beweis stellen kann.

PIT Rutger McGroarty

Was eine erfolgreiche Saison ausmacht

Was den Teamerfolg in der kommenden Saison betrifft, dürfte es für die Penguins und ihre Fans in den kommenden Monaten womöglich eine harte Zeit werden. Spieler wie Sidney Crosby und Evgeni Malkin werden den Anhängern trotz allem zahlreiche spannende Momente bescheren. Sollte die Saison enttäuschend enden, kann die Organisation dennoch mit Optimismus in die Zukunft blicken, wenn es gelingt, mit etwas Losglück bei der Draft-Lotterie, hoch eingeschätzte Talente nach Pittsburgh zu holen und um sie herum eine neue, schlagkräftige Mannschaft aufzubauen.

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