Boston Bruins v New York Islanders

International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de, in der über Spieler mit NHL-Bezug aus den wichtigen europäischen Ligen berichtet wird. Dabei richtet sich der Fokus auf Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Rechtzeitig vor dem Start des Playoff-Viertelfinales in der PENNY DEL hat sich Tom Kühnhackl von den Adler Mannheim nach einer langen Verletzungspause zurückgemeldet. Er kam im letzten Hauptrundenspiel zum Einsatz. Sein Teamkollege Marc Michaelis punktete in beiden abschließenden Partien. Tobias Rieder vom EHC Red Bull München schnürte beim Rekordsieg gegen die Straubing Tigers einen Doppelpack. Und in der National League stehen die acht Teilnehmer an der Runde der letzten Acht in den Playoffs fest.

Michaelis scort, Kühnhackl kehrt zurück

Mit einem Sieg und einer Niederlage haben die Adler Mannheim die Hauptrunde zu Ende gebracht. Am Freitag unterlagen sie bei den Eisbären Berlin mit 2:4. Marc Michaelis erzielte den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer für die Kurpfälzer. Am Sonntag bezwang Mannheim in eigener Halle die Schwenninger Wild Wings mit 4:2. Dabei trug sich Michaelis mit einem Assist in den Spielberichtsbogen ein. Der Kapitän kam in allen 52 Saisonpartien zum Einsatz und sammelte 42 Punkte (11 Tore, 31 Assists). Mit dieser Ausbeute avancierte er zum drittbesten Scorer seiner Mannschaft.

Gegen Schwenningen feierte Tom Kühnhackl nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback im Adler-Trikot. Ein Scorerpunkt war ihm nicht vergönnt. Er schloss die Hauptrunde mit zwölf Punkten (drei Tore, neun Assists) aus 19 Auftritten ab. Bemerkenswert ist seine Plus-Minus-Bilanz von +12.

Kuhnhackl

„Nachdem ich für eine längere Zeit verletzt nicht mitspielen konnte, war es schön, endlich wieder auf dem Eis zu stehen. Mit dem Sieg heute fühlt sich dieser Tag noch besser an“, gab Kühnhackl auf der Webseite der Adler zu Protokoll. „Unser erstes Drittel war gut, da wir viele Torchancen kreieren konnten. Danach hat aber Schwenningen zunehmend mehr vom Spiel gehabt. Nach dem dritten Treffer im Schlussabschnitt haben wir etwas den Fuß vom Gas genommen. Am Ende können wir aber mit den drei Punkten zufrieden sein und gehen jetzt mit einem guten Gefühl in die Playoffs.“

Der Kontrahent im Viertelfinale wird derzeit noch ermittelt. Mannheim trifft auf den Sieger der Serie zwischen den Grizzlys Wolfsburg und Schwenningen.

Rieder schlägt bei Rekordsieg zweimal zu

Der EHC Red Bull München hat am Freitag seinen höchsten DEL-Sieg aller Zeiten eingefahren. Vor eigenem Publikum fegten sie den bayerischen Lokalrivalen Straubing Tigers mit 10:1 vom Eis. Tobias Rieder beteiligte sich mit zwei Toren an dem Schützenfest. Der Euphorie folgte zwei Tage später ein Dämpfer. Bei den Eisbären Berlin zogen die Red Bulls mit 1:5 den Kürzeren. Für Rieder stehen am Saisonende insgesamt 25 Zähler (16 Tore, 9 Assists) aus 33 Spielen zu Buche. Mit seinen 16 Treffern landete er in der teaminternen Torjägerliste auf dem zweiten Platz. So häufig hatte der gebürtige Landshuter zuletzt in der Saison 2016/17 eingenetzt, als er noch für die Arizona Coyotes in der NHL auflief.

In der Runde der letzten Acht der Playoffs bekommen es die Münchner mit dem ERC Ingolstadt zu tun. Mindestens vier weitere bayerische Derbys sind dadurch garantiert.

tobias rieder

Eisbären ohne Bergmann setzen ihren Lauf fort

Die Eisbären Berlin befinden sich vor Beginn der Endrunde in blendender Verfassung. Zuletzt behielten sie viermal in Folge die Oberhand. Mit dem 4:2 gegen Mannheim und dem 5:1 gegen München vor heimischer Kulisse gab der amtierende Deutsche Meister zwei Titelkonkurrenten den dezenten Hinweis, dass mit ihm in den Playoffs zu rechnen ist. Gegner im Viertelfinale sind die Straubing Tigers. Ob Lean Bergmann bis dahin wieder mitmischen kann, ist unklar. Er fehlte, wie schon vor zwei Wochen, in beiden Partien. Alles in allem sind für ihn 17 Punkte (3 Tore, 14 Assists) aus 46 Spielen nach Hauptrunden-Schluss registriert.

Zug und Rapperswil-Jona gewinnen Quali

In der Schweizer National League wurden in den vergangenen Tagen die zwei letzten Playoff-Tickets ausgespielt. In der Qualifikation setzten sich der EV Zug und der SC Rapperswil-Jona Lakers durch. Im direkten Duell zwischen diesen beiden Teams hatte sich der EVZ nach zwei Duellen in der Gesamtwertung mit 6:4 (5:2, 1:2) behauptet. Die Lakers bekamen gegen den SC Bern eine weitere Chance, die sie auch nutzten. Sie siegten in der Addition beider Begegnungen klar mit 6:1 (2:1, 4:0). Der SCB hatte zuvor den EHC Biel-Bienne nach zwei Vergleichen mit 7:4 (3:4, 4:0) ausgeschaltet. Mit Raphael Diaz (Zug) und Gaetan Haas (Biel-Bienne) verbuchten zwei frühere Schweizer NHL-Profis in der Qualifikationsphase jeweils einen Assist.

Heiße Paarungen im Viertelfinale

Ab Freitag beginnt das Viertelfinale in der obersten Schweizer Spielklasse. Die vier Paarungen lauten: ZSC Lions – HC Lugano, Genève-Servette HC – Lausanne HC, Fribourg-Gottéron – SC Rapperswil-Jona Lakers und HC Davos – EV Zug.

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