Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Pittsburgh Penguins und den Philadelphia Flyers

Die Pittsburgh Penguins bleiben am Leben. Am Montag feierten die Stahlstädter einen 3:2-Heimsieg in Spiel 5 der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 gegen die Philadelphia Flyers in der PPG Paints Arena. Damit zwingt Pittsburgh die Serie in ein Spiel 6 zurück nach Philadelphia.

Penguins holen das Momentum auf ihre Seite

Die Penguins sind erst die sechste Mannschaft seit 2016, die nach einem 0:3-Rückstand in einer Best-of-7-Serie noch ein Spiel 6 erzwingen konnten.

„Ich finde, in den letzten paar Spielen haben wir langsam unseren Rhythmus gefunden“, sagte Pittsburghs Kapitän Sidney Crosby. „Das sollte uns zuversichtlich stimmen. Ich denke aber, dass man sich in jeder Serie von Spiel zu Spiel steigern muss, und es gibt immer noch Dinge, die wir besser machen können.“

„Ich glaube, wir haben uns in den letzten Spielen verbessert“, stimmte Penguins-Trainer Dan Muse mit ein. „Ich denke, dass sich unsere Umsetzung insgesamt weiter verbessern wird. Ich glaube, das sieht man schon. In den letzten paar Spielen haben wir Schritte in die richtige Richtung gemacht. Ich habe es schon nach dem letzten Spiel gesagt, aber ich glaube, es gibt noch ein höheres Niveau, das wir erreichen können.“

In den ersten Playoff-Spielen war Pittsburghs so starke Mannschaft aus der regulären Saison tatsächlich kaum wiederzuerkennen (Spiel 1: 2:3; Spiel 2: 0:3; Spiel 3: 2:5). In Spiel 4 aber kippte das Momentum: Mit einem 4:2-Auswärtssieg verhinderten die Penguins den Sweep. In Spiel 5 gelang ein 3:2-Erfolg, was die heiße Derby-Serie gegen den Erzrivalen aus dem Bundesstaat Pennsylvania noch einmal zurück für ein Spiel 6 nach Philadelphia bringt.

„In den ersten drei Spielen sind wir irgendwie in denselben langsamen Spielrhythmus geraten und haben uns jedes Mal einen harten Kampf geliefert“, sagte Verteidiger Kris Letang. „Natürlich herrscht in den Playoffs eine andere Energie, aber in den Spielen 4 und 5 spielten wir mit Tempo, und genau das haben wir das ganze Jahr über getan. Wir sind eine Mannschaft, die durch schnelles Spiel gewonnen hat.“

Ein Drittel wie eine Achterbahnfahrt

Der Heimsieg in Spiel 5 fußte auf einem sehr guten Start: Anthony Mantha eroberte den Puck mit einem wuchtigen Check hinter dem gegnerischen Tor und spielte diesen in den Slot zu Elmer Soderblom, der nach nur 2:45 Minuten per Direktschuss auf 1:0 stellte (3.).

Nur 3:29 Minuten nach Beginn des zweiten Drittels jagte Connor Dewar die Scheibe vom linken Faceoffkreis derart gewaltig unter die Latte, dass es für viele zunächst wie ein Lattentreffer aussah, doch der schwarze Puck berührte eindeutig das weiße Gestänge im Gehäuse - 2:0 (24.).

PHI@PIT, GM 5: Dewar schießt schneller als sein Schatten

„Ich glaube, sie hatten einfach einen besseren Start“, musste Flyers-Stürmer Alex Bump einräumen. „Sie waren von Anfang an bereit, während wir uns, glaube ich, etwas zurückgehalten haben. Ich denke, wir haben unseren Rhythmus vielleicht erst zur Hälfte des ersten Drittels gefunden.“

Immerhin gab Philadelphia eine postwendende Antwort. Direkt vom Faceoff im Mittelkreis startete Bump ein Solo und tunnelte Torwart Arturs Silvos (18 Saves, 90 Prozent Fangquote) zum 1:2-Anschluss (24.). Zwischen beiden Toren lagen gerade einmal zwölf Sekunden.

Doch damit nicht genug, denn der aufgerückte Flyers-Verteidiger Travis Sanheim gab einen Schuss vom linken Flügel ab, den Penguins-Abwehrspieler Erik Karlsson erst richtig gefährlich machte, denn er war es, der den Puck unglücklich mit dem Schläger-Schaft ins eigene Torwarteck zum 2:2 lenkte (36.).

Ein Drittel wie eine Achterbahnfahrt endete im Siegtreffer für Pittsburgh - und das auch noch auf völlig verrückte Art und Weise. Kris Letang gab einen Schuss aus der rechten Ecke ab, der rechts am Tor vorbeiflog. Doch die Scheibe prellte derart kurios von der Bande zurück, dass sie über den Beinschoner von Dan Vladar (18 Saves, 85,7 Prozent Fangquote) ins Ziel purzelte (38.).

„Nach den vielen Chancen, die ich im zweiten Drittel hatte, konnte ich nicht glauben, dass ausgerechnet diese reingeht“, lachte Letang. „Ich habe einfach versucht zu scheißen. Es war natürlich ein verrückter Abpraller. Manchmal musst du dir dein Glück erarbeiten.“​

PHI@PIT, GM 5: Letang erzielt die Führung mit einem total verrückten Tor

Die Penguins waren also zurück in Führung und gaben diese auch im dritten Durchgang nicht wieder her. Im gesamten Schlussabschnitt ließ Pittsburgh nur sechs gegnerische Torschüsse zu und verteidigte den Vorsprung über die Zeit. „Glücksbringer“ Silovs, der schon der Torwart in Spiel 5 war, hielt auch in Spiel 6 den Sieg fest.

Druck nun bei Philadelphia

Der Druck liegt in dieser Serie nun voll auf Philadelphia. Spiel 6 steigt am Mittwoch um 7:30 p.m. ET (Donnerstag, 1:30 Uhr MESZ) in der Xfinity Mobile Arena.

„Wir müssen uns neu formieren, uns auf das nächste Spiel vorbereiten und diese Entschlossenheit wiederfinden“, fordert Sanheim. „Ich glaube, wenn wir nach Hause in unsere Halle zurückkehren, sind wir immer noch gut im Rennen.“

„Die jungen Spieler haben gut gespielt, aber einige Spieler müssen sich steigern“, weiß Flyers-Trainer Rick Tocchet. „Sie müssen mit mehr Tempo spielen und kürzere Wechsel absolvieren. Wir müssen uns hier etwas einfallen lassen.“

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