Mit 18 Siegen in 55 Spielen (54 Starts), einer Fangquote von 88,9 Prozent und einem Gegentorschnitt von 3,16 wies Grubauer die schlechtesten Werte seiner fast zehnjährigen NHL-Karriere aus. Trotzdem hält McCann berechtigterweise große Stücke auf Grubauer und macht aus dieser Ansicht auch keinen Hehl.
"Ich meine, es war schwer, sich zu finden", meinte McCann im Rahmen der NHL North American Player Media Tour in Las Vegas in der vergangenen Woche auf das erste Jahr der Kraken und Grubauer angesprochen. "Als Mensch ist er großartig und so weiter, und auch als Torwart. Man hat gute und schlechte Spiele und so weiter, oder? Man muss einfach mit den Emotionen nach einem schlechten Spiel umgehen. Ich habe das Gefühl, dass er das ziemlich gut kann, er ist in diesem Bereich sehr gereift. Das ist also etwas, was ich persönlich von ihm lernen muss."
McCann verdeutlichte, dass Grubauer sehr viel Verantwortung trage und zugleich auf Unterstützung seiner Kollegen angewiesen sei und die Last nicht allein stemmen könne. "Ja, er ist wichtig, aber gleichzeitig kann man sich nicht nur auf einen Spieler verlassen", betonte McCann. "Eishockey ist ein Mannschaftssport, richtig? Philipp hat letztes Jahr einige tolle Spiele für uns gemacht und wir hatten auch Spiele, in denen wir vor ihm nicht so gut agiert haben."
Die Führungsrolle Grubauers erschließt sich aber nicht nur auf dem Eis, sondern auch abseits davon. "Ja, er ist großartig", merkte McCann an. "Er ist ziemlich ruhig, er bleibt immer für sich. Er ist einfach immer konzentriert und entschlossen. Er ist das Rückgrat unseres Teams, stimmt's? Er ist ein großer Teil davon. Wir freuen uns schon auf die nächste Saison."