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Philipp Grubauer kann sich weiter beweisen

Die Vertragsverlängerung um ein Jahr bei den Washington Capitals bietet Vorteile für alle Beteiligten

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Seit gestern Abend unserer Zeit ist es amtlich. Der Deutsche Nationaltorhüter Philipp Grubauer bleibt auch mindestens ein weiteres Jahr bei den Washington Capitals in der besten Eishockeyliga der Welt, in der NHL, aktiv. Sein auslaufender Vertrag wurde dort jetzt um ein weiteres Jahr verlängert. Dem Vernehmen nach wird der Nationalspieler der DEB-Auswahl in der kommenden Spielzeit dort 1,5 Mio. US$ verdienen.

Der 25-jährige überzeugte zuletzt jedoch nicht nur in der NHL, wo er alleine in der Vorsaison eine Bilanz von 13-6-2, bei einer Fangquote von 92,6% vorzuweisen hatte. Gerade auch im Trikot der Nationalmannschaft waren die Kritiken hierzulande hervorragend. 

Grubauer zeigte sehr starke Leistungen bei der Eishockeyweltmeisterschaft im Mai, wurde von den Fans in Köln dafür gefeiert, er führte das DEB-Team Anfang September 2016 beim Qualifikationsturnier in Lettland auch mit überragenden Leistungen (97 Fangquote, Gegentorschnitt von 0,67 in drei Spielen) zur Olympia-Teilnahme in Pyeongchang 2018.

Diese konstant bemerkenswerten Leistungen, gerade eben auch in der besten Eishockeyliga der Welt, welche ihn nicht nur als NHL-Torhüter endgültig etabliert hatten (immerhin lag der Deutsche damit ligaweit auf Rang Zwei in Sachen Gegentorschnitt (2,04) und auf Rang Vier mit seiner Fangquote) waren auch die Hauptursache dafür, dass über seine sportliche Zukunft in Nordamerika zuletzt intensiv diskutiert wurde. 

Der gebürtige Rosenheimer war nämlich mehrfach auch mit einigen anderen Franchises in Verbindung gebracht worden. Etliche Beobachter gingen sogar davon aus, dass die neue, die 31. Franchise der Liga, die Vegas Golden Knights, sich die Dienste des jungen Goalies im NHL Expansion Draft im Vormonat sichern könnten. Es kam bekanntlich dann aber doch anders. 

Nun also die Vertragsverlängerung in der US-Hauptstadt. Die Ambitionen auf einen Starter-Job in der Liga sollten sich damit nun erst einmal wieder erledigt haben. 

An Stammkraft Braden Holtby dürfte auch in der im Oktober beginnenden neuen Spielzeit wohl auch weiterhin kein Weg vorbeiführen. Zumindest dann nicht, wenn dieser in den nächsten 12 Monaten gesund bleibt.

Für die Capitals ist die Entscheidung vom Donnerstag sicherlich eine sehr gute Nachricht. Denn nun hat die Franchise mit Holtby, Grubauer und Phoenix Copley ein wirklich sehr Gutes Torhüter-Team beim Saisonstart zur Verfügung.

Video: WSH@NYI: Grubauer stoppt Nelson vor dem Tor

Auch Copley verlängerte seinen Vertrag kürzlich um zwei Jahre, hat im ersten Jahr der Vertragslaufzeit noch die Option auch in den Minor Leagues eingesetzt werden zu können, seine NHL-Tauglichkeit dort noch einmal zu beweisen.

Und mit der Sicherheit, dass Grubauer ebenfalls zweifelsohne zu den besten seines Faches gehört, hat man hinter Holtby im Jahre 2017-18 weiterhin alle Optionen eine defensiv herausragende Saison zu spielen.

Die aktuelle Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr in der US-Hauptstadt spielt also allen Beteiligten in die Karten. Der Deutsche hat in Washington, in einem Spitzenteam der NHL, nun noch einmal die Gelegenheit seine Ambitionen auf einen Nummer 1-Posten in der Liga nachdrücklich zu untermauern, dann im nächsten Sommer, wenn der Markt für Torhüter wieder günstiger sein könnte, zu einem anderen Team zu wechseln. 

Copley könnte für ihn gegebenenfalls nächsten Sommer teamintern direkt nachrücken, wenn er das Zeug dazu hat. Dies zu prüfen haben die Verantwortlichen der 'Caps' nun in einer komfortablen Situation noch einmal die Möglichkeit. 

Und Grubauer hat mit der gelungenen Vertragseinigung ein möglicherweise zukünftig geringeres Einkommen vermieden, wird mit 1,5 Mio. US$ in Washington zukünftig 'gutes Geld' verdienen.

Durch den kurzen Einjahresvertrag profitieren aktuell also tatsächlich alle Beteiligten irgendwie. So gesehen überrascht die Nachricht vom Vorabend dann auch nicht wirklich. 

Zudem steht jetzt eben auch völlig außer Zweifel, dass die ambitionierten Capitals aus Washington auch zukünftig auf der Torhüterposition wirklich herausragend aufgestellt sein werden.

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