Vor dem Start der NHL Preseason 2026/27 am 19. September bietet NHL.com/de einen detaillierten Einblick in jedes Team.
In dieser Ausgabe: Minnesota Wild
Zum ersten Mal seit 2015 gelang den Minnesota Wild im Frühjahr endlich wieder ein Sieg in einer Serie der Stanley Cup Playoffs. Das Team war über weite Strecken der regulären Saison im Rennen um einen der ersten drei Plätze in der gesamten NHL und beendete die Spielzeit schließlich mit 104 Punkten (46-24-12) auf Rang drei der Central Division und der Western Conference. Im Dezember sorgte General Manager Bill Guerin mit der Verpflichtung von Verteidiger Quinn Hughes für den spektakulärsten Transfer der Saison. Der Superstar verhalf den Wild in den Playoffs zum 4:2-Sieg gegen die Dallas Stars in der ersten Runde, ehe Minnesota mit 1:4 an den Colorado Avalanche scheiterte.
Mit Starspielern wie Hughes, Kirill Kaprizov, Matt Boldy und Brock Faber, sowie dem starken schwedischen Torwartduo, bestehend aus Filip Gustavsson und Jesper Wallstedt, gehören die Wild wieder zu den Favoriten in der Western Conference. Allerdings mussten sie im Sommer Federn lassen. Die in der Offensive effektiven Veteranen Mats Zuccarello, Vladimir Tarasenko und Marcus Johansson verließen allesamt die Mannschaft. Sie zeichneten gemeinsam für 53 der 268 Tore der Wild verantwortlich. Die Frage ist nun, ob die Neuzugänge Blake Coleman und Maxim Shabanov diesen Verlust aufwiegen können.
Wie genau die Aufstellung der Wild aussehen wird, ist bei weitem nicht so klar, wie bei vielen anderen Mannschaften. Zu erwarten wäre, dass Trainer John Hynes mit Kaprizov, Boldy und Center Joel Eriksson Ek die bestmögliche Reihe aufs Eis schickt. Allerdings wurde diese Kombination in den vergangenen beiden Jahren schon mehrmals ausprobiert und schließlich wieder aufgelöst, um für mehr Gefahr aus der zweiten Reihe sorgen zu können.
Coleman könnte in der zweiten Reihe mit Ryan Hartman und Bobby Brink ein äußerst unangenehmes Trio mit viel Härte bilden. Im Zentrum ist auch der junge Danila Yurov eine Option, der womöglich in einer russischen Reihe mit Yakov Trenin und Maxim Shabanov stehen könnte. Trenin hatte vergangene Saison die meisten Checks der Liga (413), während Yurov und Shabanov vor allem Technik und Schnelligkeit mitbringen. Lediglich die vierte Reihe scheint mit den Brüdern Marcus und Nick Foligno auf den Flügeln und Michael McCarron in der Mitte relativ klar.
Die Wild haben beeindruckende Starpower in der Spitze ihrer Offensive. Dahinter würde man sich aber etwas mehr Torgefahr wünschen. Vergangene Saison stellten sie mit 3,27 Toren, angetrieben von Kaprizov mit 89 Punkten (45 Tore, 44 Assists) und Boldy mit 85 Zählern (42 Tore, 43 Assists), den elftbesten Angriff der NHL.
Minnesotas Prunkstück findet sich aber in der Defensive, inklusive den Torhütern. Hughes und Faber sind eins der besten Abwehrduos der NHL. Kapitän Jared Spurgeon und Jonas Brodin haben als zweites Abwehrpaar weniger offensive Qualität, sind defensiv aber nur schwer zu überbieten. Neuzugang Olli Maata und Zach Bogosian ergänzen die Abwehr als solides drittes Paar. Mit nur 2,87 Gegentoren pro Spiel landete die Defensive der Wild auf Rang vier. In der kommenden Saison sollte sie wieder eine der großen Stärken sein.
Im Tor besaßen die Wild mit Gustavsson bereits eine gute Nummer eins. Doch Wallstedt spielte sich in seiner Rookie-Saison ins Rampenlicht und hatte mit 91,6 Prozent am Ende die zweitbeste Fangquote der Liga vorzuweisen. Gustavsson erholt sich aktuell von einer Operation an der Hüfte. Wann er wieder einsatzfähig sein wird, ist unklar, daher verstärkten sich die Wild mit Calvin Pickard als zusätzliche Option.























