Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Dallas Stars und den Boston Bruins

Die längste aktive Siegesserie in der NHL ist am Dienstag im American Airlines Center nach fünf Spielen gerissen, als sich die Boston Bruins mit 2:3 n.V. bei den Dallas Stars geschlagen geben mussten. Dem deutschen Bruins-Trainer Marco Sturm aber machte der Auftritt seiner Mannschaft sogar Mut. Kein Wunder, denn Boston kann auf einen berauschenden Roadtrip (3-0-1) zurückblicken.

Boston erlebt „besten Trip aller Zeiten“

„Mir hat unser Einsatz heute gut gefallen. Ich finde wirklich, dass die Jungs heute großartig gespielt haben. Sie haben sich diesen Punkt definitiv verdient“, lobte Sturm. „Leider haben wir den zweiten Punkt hergegeben, aber wir können auf einen tollen Roadtrip zurückblicken“

Auf diesem hatten die Bruins zuvor dreiAuswärtssiege bei den San Jose Sharks (6:3), Anaheim Ducks (4:2) und Los Angeles Kings (4:1) gefeiert.

„Das war wichtig“, befand Bostons Torwart Jeremy Swayman. „Ich denke nicht, dass wir jemals einen Kalifornien-Roadtrip sweepen konnten, seitdem ich hier spiele. Es sind harte Spiele, und es ist schwer, in dieser Liga zu gewinnen. Für uns war es der beste Trip aller Zeiten aufgrund der Kameradschaft, so wie wir gekämpft und an jedem einzelnen Tag zusammengehalten haben.“

Zum Abschluss des Roadtrips gelang immerhin noch ein Punktgewinn bei abgezockten Dallas Stars (2:3 n.V.).

„Wir hatten einen großartigen Trip mit sieben von acht möglichen Punkten und fliegen jetzt nach Hause“, rechnet Bruins-Verteidiger Nikita Zadorov vor. „Es ist großartig. Wenn du es mit letztem Jahr vergleichst, da hatten wir ebenfalls einen guten Start, haben dann aber sechs Spiele lang nichts hinbekommen und verloren. Jetzt haben wir einen Weg gefunden, Partien zu gewinnen, in denen wir nicht unser bestes Spiel zeigen konnten. So ist die Lage in der Liga. Es ist wichtig, darauf aufzubauen.“

Dallas‘ Erfahrung setzt sich durch: Rantanen gelingt Hattrick

In Dallas schnupperte Boston am sechsten Sieg in Folge: Matthew Poitras (3.) und James Hagens (28.) hatten die Bruins im „Hangar“ gleich zweimal in Führung gebracht. Doch Mikko Rantanen hatte etwas dagegen: Mit einem Hattrick glich der 29-jährige Finne nicht nur zweimal aus (23., 54.), sondern besorgte auch den Siegtreffer in der Overtime (64., im Powerplay.

„Das waren wichtige Tore. Er hat sich gezeigt, als wir ihn gebraucht haben“, schätzte sich Stars-Trainer Glen Gulutzan ob seines erfahrenen Torjägers überglücklich, zollte aber auch dem Gegner Respekt: „Sie waren schwer zu bespielen.“

BOS@DAL: Rantanen macht seinen Hattrick in der Overtime perfekt

Boston, das mit einer Reihe von jungen Spielern wie James Hagens (19), Fraser Minten (22), Poitras (22), Frederic Brunet (23), Marat Khusnutdinov (24) oder JJ Peterka (24; ein Torschuss, zwei Checks) angetreten war, zahlte nach zwei verspielten Führungen ein wenig Lehrgeld.

„Sie müssen noch viel lernen, das war zu sehen, wenn du gegen ein Team wie Dallas spielst, das viele Veteranen hat“, so Sturm. „In einem Spiel mit Playoff-Atmosphäre haben sie sich ein paar mehr Fehler erlaubt, aber das wird ihnen für die Zukunft helfen.“

Bruins mittendrin, statt nur dabei

Mit einer 7-2-1-Bilanz aus den ersten zehn Spielen führen die Bruins die hochkarätig besetzte Atlantic Division als Spitzenreiter an. Boston fuhr 75 Prozent der zu vergebenen Punkte ein, was es in dieser Statistik zur viertbesten Mannschaft der gesamten Liga macht.

„Wir haben bewiesen, dass wir mitteldrin sind“, betont Sturm und blickt mit einem Grinsen auf den nun abgeschlossenen Roadtrip zurück: „Es ist schön zu sehen, dass wir in jedem Spiel konstant waren. Das ist es, was du als Trainer sehen möchtest. Es ist egal, ob Torwart, Verteidiger, Stürmer - jede Linie hat ihren Job erledigt. Wir waren sehr konstant und strukturiert, haben nicht viel zugelassen und wurden mit ein paar wichtigen Punkten belohnt. Jetzt sind wir bereit, dass es nach Hause geht!“

Schon am Donnerstag (7 p.m. ET; Freitag, 1 Uhr MESZ) empfangen die Bruins die Nashville Predators im heimischen TD Garden. Dort waren Bostons Auftritte nahezu „kalifornisch“ mit einer 3-1-0-Bilanz, 15:6 Toren, 27,3 Prozent im Powerplay sowie 93,3 Prozent im Penalty Killing.

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