Eigentlich hätte Leon Draisaitl allen Grund gehabt, zufrieden zu sein. Seine Edmonton Oilers hatten wenige Augenblicke zuvor gegen Minnesota Wild in der Overtime mit 4:3 gewonnen. Draisaitl selbst hatte zwei Tore im Powerplay dazu beigetragen und im vierten Spiel hintereinander getroffen. Die Oilers haben sieben der vergangenen acht Spiele für sich entschieden. Doch die Mimik, die Draisaitl am Dienstag nach dem Heimsieg an den Tag legte, passt überhaupt nicht zu den positiven Ergebnissen.
Der Deutsche befand sich in der Kabine umgeben von Journalisten, hatte sein Oilers-Cap relativ tief ins Gesicht gezogen und fand kritische Worte, als er über die Partie sprach. „Unsere anderen drei Reihen waren im ersten Drittel sehr gut“, sagte er zunächst noch, fügte dann aber hinzu: „Ich fand dagegen, dass unsere Reihe noch nicht ihr bestes Eishockey zeigte. Deshalb mussten wir uns etwas steigern. Insgesamt war es im 5-gegen-5 ein etwas merkwürdiges Spiel.“
Draisaitl trifft doppelt im Powerplay
Draisaitl ärgerte besonders, dass ein sicher geglaubter Sieg zu einer Zitterpartie in der Overtime wurde. Minnesota geriet in der 4. Minute durch Joel Eriksson Ek in Führung. Doch drei Sekunden vor der ersten Drittelpause glich Draisaitl mit einer Direktabnahme aus dem rechten Bullykreis aus.
Zu Beginn des zweiten Drittels legte Draisaitl (22.) mit einem weiteren Treffer in Überzahl zum 2:1 nach, diesmal aus kurzer Distanz. Connor McDavid hatte das Tor vorbereitet und verbuchte damit im neunten Saisonspiel bereits seinen 20. Assist. Bemerkenswert: McDavid ist nun der schnellste Spieler der NHL-Geschichte, der in einer Saison die Marke von 20 Assists erreicht hat. Kurz darauf baute Mathieu Joseph (27.) die Führung auf 3:1 aus.




















