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Den Ottawa Senators droht in den Stanley Cup Playoffs 2026 das frühe Aus. Am Donnerstag verloren sie Spiel 3 der Ersten Runde in der Eastern Conference gegen die Carolina Hurricanes mit 1:2. Nach drei Niederlagen benötigen sie zum Weiterkommen vier Siege in Folge. Keinen guten Abend erwischten auch die Boston Bruins. Trotz abermaliger Führung gingen sie in Spiel 3 der Ersten Runde in der Eastern Conference nach einem 1:3 gegen die Buffalo Sabres als Verlierer vom Eis. Den Colorado Avalanche winkt in der Western Conference nach drei Erfolgen hintereinander ein Sweep gegen die Los Angeles Kings. Das Team aus Denver feierte in Spiel 3 einen 4:2-Auswärtssieg. 

Die Spiele vom Donnerstag in der Zusammenfassung:

Ottawa Senators – Carolina Hurricanes 1:2
(Serie: 0:3)

Tim Stützle und die Ottawa Senators stehen in der Serie gegen die Carolina Hurricanes mit dem Rücken zur Wand. Sie zogen in Spiel 3 im heimischen Canadian Tire Centre mit 1:2 den Kürzeren und müssen nun nach der dritten Niederlage vier Matchpucks ihres Kontrahenten abwehren, wenn sie noch in die nächste Runde einziehen wollen. Stützle blieb auch im dritten Playoff-Duell mit den Hurricanes ohne Scorerpunkt.

Bei Carolina sorgte Logan Stankoven in der dritten Partie gegen Ottawa erneut für den 1:0-Führungstreffer. Aus dem linken Bullykreis überwand er Senators-Torwart Linus Ullmark auf dessen Fanghandseite (6.). Die Vorlage kam von Taylor Hall. Stankoven ist der erste Spieler in der Geschichte der Hurricanes, der in den Playoffs in drei aufeinanderfolgenden Partien das 1:0 für sein Team erzielt hat.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Ottawa Senators und den Carolina Hurricanes

Im zweiten Durchgang glichen die Senators zunächst aus. Drake Batherson bezwang Carolinas Schlussmann Frederik Andersen mit einer Vorhand-Rückhand-Kombination (37.). Doch die Freude bei den Hausherren über das Tor währte nicht lange. Jackson Blake stellte kurz darauf den alten Abstand wieder her. Mit einem Handgelenkschuss beförderte er die Scheibe zum 2:1 in die Maschen (38.). Ullmark streckte sich vergeblich. In den letzten 20 Minuten fielen keine Treffer mehr.

Die Senators verloren nicht nur das Match, sondern auch ihren Verteidiger Jake Sanderson. Er wurde im zweiten Drittel von Hall bei einem Check am Kopf getroffen. Der Hurricanes-Stürmer bekam dafür eine Zweiminutenstrafe. Sanderson absolvierte noch zwei Shifts und ging danach in die Kabine. Offenbar lag bei zusätzlich eine Handverletzung vor, die er sich bei einem geblockten Schuss zugezogen hatte.

Trotz der schlechten Ausgangslage sieht Stützle keinen Grund, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen. „Wir müssen weiter an uns und unser Spiel glauben. Alle drei Partien waren eng. Allerdings haben wir in den drei Begegnungen nur drei Tore geschossen. Da ist es schwer, zu gewinnen“, erklärte er.

Spiel 4 der Serie zwischen den Hurricanes und den Senators findet am Samstag (3 p.m. ET; 21 Uhr MESZ) im Canadian Tire Centre in Ottawa statt.

Boston Bruins – Buffalo Sabres 1:3
(Serie 1:2)

Rückschlag für die Boston Bruins und ihren Trainer Marco Sturm. Nach einem vorangegangenen Auswärtssieg bei den Buffalo Sabres mussten sie in Spiel 3 vor eigenem Publikum im TD Garden eine 1:3-Niederlage quittieren. Für den deutschen Coach war es das erste Playoff-Heimspiel als verantwortlicher Mann an der Bande.

Nach einem torlosen ersten Drittel erwischten die Bruins im Mitteldurchgang einen optimalen Start. Tanner Jeannot drang auf der linken Seite in die Zone der Sabres ein und zog von der Spitze des Bullykreises ab. Der Puck schlug im kurzen Eck von Torwart Alex Lyon zum 1:0 ein (24.). Im Anschluss vergab Viktor Arvidsson die große Möglichkeit, den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen. Er scheiterte jedoch mit einem Penalty an Lyon (30.). Das sollte sich rächen. Etwas mehr als eine Zeigerumdrehung später markierten die Sabres den Ausgleich. Noah Ostlund passte zu Bowen Byram, der direkt aus dem rechten Bullykreis abzog. Der Puck prallte vom Schläger des Bruins-Stürmers James Hagens ab und sprang über die Schulter von Torhüter Jeremy Swayman hinweg zum 1:1 ins Netz (32.).

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Boston Bruins und den Buffalo Sabres

Alex Tuch brachte die Sabres im letzten Drittel auf die Siegesstraße. Mit einem Handgelenkschuss überwand er Swayman zum 2:1 (45.). Dem Goalie war in dieser Szene die Sicht versperrt. Ostlund, der sein Debüt in den Playoffs gab, setzte per Empty-Netter den Schlusspunkt (59.).

Für Bruins-Trainer Sturm ist die Niederlage ärgerlich aber kein Weltuntergang. „Wir müssen das Spiel jetzt abhaken. Wir werden uns in den nächsten Tagen mit den Bereichen auseinandersetzen, in denen wir uns verbessern können, um wieder auf die Beine zu kommen“, sagte er. „Im Grunde hat sich nicht viel verändert. Wir sind nach wie vor in einer guten Position.“

Spiel 4 der Serie zwischen den Sabres und den Bruins wird am Sonntag (2 p.m. ET; 20 Uhr MESZ) im TD Garden in Boston ausgetragen.

Los Angeles Kings – Colorado Avalanche
2:4 (Serie 0:3)

Ein weiterer Sieg, dann ist der Drops für die Colorado Avalanche gelutscht. In Spiel 3 gegen die Los Angeles Kings behielt die Vertretung aus Denver in der Crypto.com Arena mit 4:2 die Oberhand. Colorados Torhüter Scott Wedgewood sicherte sich durch den Erfolg einen Eintrag ins Geschichtsbuch des Franchise. Er ist jetzt der erste Goalie des Klubs, der seine ersten drei Karriereeinsätze in den Playoffs siegreich gestaltet hat. Mit 24 Paraden hatte er maßgeblichen Anteil am jüngsten Triumph der Avalanche. Vorne richteten es Gabriel Landeskog (6. Minute), Cale Makar (33.), Artturi Lehkonen mit einem Shorthander (48.) und Brock Nelson mit einem Empty-Netter (58.).

Für die Treffer der Kings zeichneten Trevor Moore (26.) und Adrian Kempe im Powerplay (56.) verantwortlich. Artemi Panarin konnte sich dagegen erstmals in der laufenden Serie nicht als Torschütze in den Spielberichtsbogen eintragen. Immerhin bereitete er in Überzahl das zwischenzeitliche 2:3 von Kempe vor.

Knackpunkt des Spiels war ein vierminütiges Powerplay im zweiten Drittel, das die Kings nicht auszunutzen vermochten. Avalanche-Verteidiger Josh Manson hatte sich eine doppelte kleine Strafe wegen hohen Stocks gegen Moore eingehandelt. Die Aktion passierte unmittelbar vor dem 1:1-Ausgleich.

Manson musste im Verlauf des zweiten Abschnitts vorzeitig in die Kabine und kehrte nicht mehr aufs Eis zurück. Er wurde auf eine Oberkörperverletzung hin untersucht, die er sich offenbar bereits im ersten Drittel bei einem Check von Kings-Blueliner Joel Edmundson zugezogen hatte.

Spiel 4 in der Serie zwischen der Avalanche und den Kings geht am Sonntag (4:30 p.m. ET; 22:30 Uhr MESZ) in der Crypto.com Arena in Los Angeles über die Bühne.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Los Angeles Kings und den Colorado Avalanche

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