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Nino Niederreiter überzeugt gegen die Islanders

Nach einer vergleichsweise unspektakulären 1. Runde blüht der Schweizer gegen die New Yorker auf

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die Carolina Hurricanes setzten sich am Sonntagabend auch in Spiel 2 der Zweitrundenserie in den Stanley Cup Playoffs der Eastern Conference gegen die gastgebenden New York Islanders im Barclays Center knapp durch. Sie führen in der Serie nun mit 2:0 Siegen, bevor das Duell mit den Spielen drei und vier in Raleigh fortgesetzt wird.

Einmal mehr war der Schweizer Nino Niederreiter ein wichtiger Faktor für den jüngsten 2:1-Erfolg der Hurricanes. Der Eidgenosse lieferte, nachdem er in Spiel eins schon den Siegtreffer zum 1:0 durch Jordan Staal aufgelegt hatte und dafür einen Scorerpunkt gutgeschrieben bekam, am Sonntag erneut ein sehr gutes Spiel ab und traf diesmal selbst zum letztendlich entscheidenden 2:1 im dritten Abschnitt der Begegnung.

Damit unterstrich Niederreiter eindrucksvoll seinen großen Wert für das Team, zu dem er erst im Januar nach einem Wechsel von den Minnesota Wild gestoßen war. 

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Nach einer für ihn persönlich eher weniger erfolgreichen Erstrunden-Serie gegen die Washington Capitals, in deren Verlauf er in den sieben Spielen gegen die Titelverteidiger lediglich einen Zähler (eine Torvorlage) zum Mannschaftserfolg beisteuern konnte, bringt Niederreiter seine hohe Bedeutung für den Aufschwung des Teams nach Jahresbeginn 2019 eindrucksvoll in Erinnerung. In den kommenden Spielen werden Mitspieler und Trainer weiterhin hoffen, dass er seine Klasse weiterhin deutlich zeigen kann. 

Auf die geglückte Wende in Spiel 2 angesprochen, erklärte Niedereiter das Erfolgsrezept seines Teams folgendermaßen: "Wir mussten uns strikt an die Vereinbarungen halten, die wir zuvor getroffen hatten. Unser Ziel war es möglichst viele Scheiben auf ihr Tor zu bringen und ihren Schlussmann durch Verkehr vor ihrem Tor zu irritieren. Und genau das ist uns erfolgreich geglückt." 

Ein Rezept, das sich schon kurz nach Niederreiters Ankunft in Raleigh über Wochen und Monate hinweg für Carolina bewährt hatte.

Als Niedereiter am 17. Januar von den Wild zu den Hurricanes transferiert wurde, war nicht ansatzweise abzusehen, zu welcher Erfolgsgeschichte sich der Trade entwickeln würde. 

 

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Mitten während der Vorbereitungen auf ein Spiel gegen die Anaheim Ducks kontaktierte ihn General Manager Paul Fenton und ließ ihn wissen, dass er sein sportliches Glück zukünftig woanders suchen müsse. Der Schweizer fand es, wie wir jetzt wissen, beim Team aus North Carolina, bei einer Mannschaft, der zum damaligen Zeitpunkt kaum einer eine Chance auf die Playoffqualifikation eingeräumt hatte. 

So hart den Churer diese Nachricht im ersten Moment vielleicht getroffen haben mag, der kurzfristige Wechsel entpuppte sich für ihn schnell als absoluter Glücksfall. "Es war das Beste, was mir passieren konnte", sagte Niederreiter schon wenige Woche später. 

"Ich wusste, dass ich gut Eishockey spielen kann. Ich wurde jedoch gebremst, erhielt (bei den Wild) nicht die Chance, die ich mir erhofft hatte. Wenn du das Vertrauen vom Trainer nicht hast, ist es extrem schwierig, erfolgreich zu spielen. Außerdem passt mir die Spielweise in Carolina besser wie jene in Minnesota. Dort stand mehr die Defensive im Vordergrund, hier kannst du in der Offensive deine Sachen machen.", erläuterte er kürzlich gegenüber der Neuen Züricher Zeitung.

Er bekam nicht nur mehr Eiszeit in neuer Umgebung, sondern seine Offensiv-Ausbeute verbesserte sich ebenfalls. Hatte er bei den Wild in 46 Partien noch neun Tore und 14 Assists erzielt, waren es bei den Hurricanes in 36 Begegnungen stolze 14 Treffer und 16 Assists. 

Der Wechsel brachte allerdings nicht nur neuen Schwung in die Karriere des Bündners, sondern zudem in sein neues Team. Von den 36 Spielen mit Niederreiter im Kader gewann Carolina 24. Der Rückstand von sieben Punkten auf einen Playoff-Platz schrumpfte zusehends. Am Ende der Saison 2018/19 qualifizierte sich Carolina erstmals seit 2009 wieder für eine KO-Runde. 

Nach einer für ihn vergleichsweise ruhigen Serie gegen die Capitals, rückte der Schweizer in den ersten beiden Spielen gegen die Islanders auch selber wieder stärker ins Rampenlicht.

 

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Seine Trainer, Teamkameraden und nicht zuletzt die fanatischen Fans in Raleigh werden hoffen, dass das in den anstehenden, weiteren Aufgaben erneut der Fall sein wird.

Die nächste Gelegenheit der Eishockeywelt seine große Klasse zu beweisen, dass es ein großer Fehler der Wild-Verantwortlichen war, ihn im Januar abzugeben, bekommt Niederreiter am Mittwoch, wenn es gilt in der heimischen PNC Arena in Spiel 3 (7 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS) gegen die Islanders, womöglich schon für eine Serien-Vorentscheidung zu sorgen.

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