Nikita Kucherov #86 of the Tampa Bay Lightning gets ready for the game against the Montreal Canadiens in Game Seven of the First Round of the 2026 Stanley Cup Playoffs at Benchmark International Arena on May 3, 2026 in Tampa, Florida. (Photo by Mark LoMoglio/NHLI via Getty Images)

Nikita Kucherov hat sich von den jüngsten Spekulationen um seine Zukunft bei den Tampa Bay Lightning auf dem Eis zunächst nicht beeindrucken lassen. Der russische Stürmer bereitete am Samstag beim 4:5 nach Penaltyschießen gegen die Nashville Predators drei Treffer seines Teams vor. Dabei stand der 33-Jährige erst einen Tag zuvor wegen Berichten über einen möglichen Abschied aus Tampa Bay im Mittelpunkt der Schlagzeilen.

Demnach soll Kucherov sowohl seine Mitspieler als auch die Verantwortlichen der Lightning darüber informiert haben, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und stattdessen einen Wechsel anstreben wolle. General Manager Julien BriseBois reagierte darauf am Freitag mit einer deutlichen Stellungnahme über die sozialen Medien des Klubs. „Wir haben unmissverständlich nicht die Absicht, Nikita Kucherov abzugeben“, stellte er klar.

TBL@UTA: Kucherov bricht mit seinem 1138. Punkt den Franchise-Rekord der Lightning

Hedman spricht von einem schwierigen Tag

Kucherov selbst äußerte sich nach der Partie nicht gegenüber den Medien. Dafür meldeten sich mehrere Weggefährten zu Wort. Kapitän Victor Hedman, der bereits seit 13 Jahren gemeinsam mit dem Offensivstar für Tampa Bay spielt, räumte ein: „Wir wussten natürlich Bescheid. Als die Meldung veröffentlicht wurde, war es für uns also keine Überraschung. Es war ein schwieriger Tag.“

Auch John Carlson, der erst in dieser Saison zu den Lightning gestoßen ist, zeigte sich überrascht. „Ich denke, für jeden kam das unerwartet. Sobald man aber auf dem Eis steht, kann man sich nur um eine begrenzte Anzahl von Dingen kümmern“, erklärte der Verteidiger. Für ihn stehe weiterhin im Mittelpunkt, was er selbst auf dem Eis leisten könne.

Nikita Kucherov #86 of the Tampa Bay Lightning celebrates his goal with teammates Victor Hedman #77, Brandon Hagel #38 and Jake Guentzel #59 against the Buffalo Sabres at Benchmark International Arena on February 3, 2026 in Tampa, Florida. (Photo by Mark LoMoglio/NHLI via Getty Images)

Stamkos erinnert an gemeinsame Erfolge

Eine besondere Note erhielt die Begegnung durch Steven Stamkos. Der frühere Kapitän Tampas wechselte nach der Saison 2023/24 als Free Agent nach Nashville, nachdem seine lange und erfolgreiche Zeit bei den Lightning ein wenig harmonisches Ende gefunden hatte. Stamkos spielte 16 Jahre für Tampa Bay und kam auf 1137 Scorerpunkte.

Diesen Franchiserekord hat Kucherov inzwischen übertroffen. Nach seinen drei Assists in Nashville steht er bei 1142 Punkten (405 Tore, 737 Vorlagen). Stamkos zeigte sich von den Wechselgerüchten überrascht, betonte aber seine Wertschätzung: „Ich habe größten Respekt vor Kuch. Jeder weiß, was ich von ihm als Spieler und Mensch halte. Er war ein riesiger Bestandteil meines Erfolgs. Ich stehe weiterhin mit ihm in Kontakt.“

Nikita Kucherov #86 of the Tampa Bay Lightning celebrates a goal with teammate Steven Stamkos #91 against the New Jersey Devils during the first period at Amalie Arena on March 19, 2023 in Tampa, Florida. (Photo by Vince Del Monte/NHLI via Getty Images)

Cooper will sich nicht ablenken lassen

Sportlich gibt es ohnehin wenig Anlass, Kucherov infrage zu stellen. In der vergangenen Saison sammelte er 130 Punkte (44 Tore, 86 Assists) und gewann zum zweiten Mal die Hart Trophy. Es war bereits seine vierte Spielzeit in Folge mit mindestens 100 Zählern. Aktuell führt er Tampa Bay mit 18 Punkten (vier Tore, 14 Assists) an.

Sein im Juli 2018 unterschriebener Achtjahresvertrag über 76 Millionen US-Dollar läuft nach dieser Saison aus. Anschließend könnte er als Unrestricted Free Agent wechseln. Teamkollege Brayden Point erwartet allerdings keine sportlichen Auswirkungen: „Er ist mein Mitspieler und mein Freund. Er wird hart arbeiten. Im Moment ist er ein Bolt.“

Auch Trainer Jon Cooper versuchte, die Diskussion einzuordnen. Kucherov sei weiterhin zu 100 Prozent Teil der Mannschaft und wolle in dieser Saison gemeinsam mit seinen Mitspielern erfolgreich sein. Alles, was danach komme, liege in dessen eigener Hand. „Er hat sich dieses Recht verdient“, betonte Cooper. Die Mannschaft werde sich davon nicht ablenken lassen. Vielmehr habe die Situation das Team möglicherweise sogar noch enger zusammengeschweißt.

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