Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New York Islanders und den Edmonton Oilers

Connor McDavid und Leon Draisaitl bleiben in der NHL das Maß aller Dinge. Beim souveränen 4:0-Auswärtserfolg der Edmonton Oilers gegen die New York Islanders am Samstag unterstrichen die beiden Superstars einmal mehr ihre außergewöhnliche Bedeutung für das Team aus Kanada. Während McDavid seine beeindruckende Punkteserie zum Saisonstart auf inzwischen 14 Spiele ausbaute und dabei weitere historische Bestmarken erreichte, sammelte Draisaitl zwei Assists. Gemeinsam schreiben die beiden Offensivkräfte damit bereits zum wiederholten Mal NHL-Geschichte.

McDavid setzt immer noch einen drauf

Es scheint derzeit kaum eine Grenze für Connor McDavid zu geben. Der Kapitän der Oilers verbuchte beim Erfolg auf Long Island einen weiteren Assist und steht damit nach 14 Saisonspielen bei unglaublichen 37 Scorerpunkten (acht Tore, 29 Vorlagen). Damit führt er die NHL-Wertung mit einem komfortablen Vorsprung von elf Punkten auf seinen Mannschaftskameraden Leon Draisaitl an, der ebenfalls bereits 26 Zähler (zwölf Tore, 14 Assists) gesammelt hat.

Besonders bemerkenswert ist dabei die historische Dimension seiner aktuellen Ausbeute. McDavid ist der erste NHL-Spieler seit Mario Lemieux in der Saison 1992/93, der innerhalb eines Kalendermonats mindestens 35 Punkte erzielt hat. Lemieux war dieses Kunststück damals sogar dreimal gelungen: mit 37 Punkten im März sowie jeweils 36 Zählern im Dezember und Oktober.

Und auch der Blick auf die gesamte Saison verspricht Außergewöhnliches. Hochgerechnet auf die komplette Spielzeit käme McDavid aktuell auf 222 Punkte. Damit würde er sogar den legendären NHL-Rekord von Wayne Gretzky übertreffen, der 1985/86 für Edmonton auf 215 Punkte gekommen war.

Ryan Nugent-Hopkins, der McDavids Entwicklung seit vielen Jahren aus nächster Nähe verfolgt, zeigte sich entsprechend beeindruckt. „Es ist bemerkenswert, was er produziert. Er findet immer wieder neue Wege, sein Niveau noch einmal anzuheben, obwohl er längst zur absoluten Weltspitze gehört“, erklärte der Stürmer. Man habe bereits zahlreiche herausragende Spielzeiten des Kapitäns erlebt, doch dessen Leistungen würden ihn weiterhin überraschen. Sein augenzwinkernder Rat: Man solle sich einfach zurücklehnen und das Schauspiel genießen.

Auf Sky Sport Mix: Nugent-Hopkins trifft im Powerplay zum 3:0

Draisaitl bleibt McDavids wichtigster Begleiter

Während McDavid aktuell sämtliche Schlagzeilen dominiert, liefert auch Draisaitl erneut Zahlen auf absolutem Spitzenniveau. Der deutsche Nationalspieler steuerte gegen die Islanders zwei Vorlagen bei und steht damit ebenfalls bei stolzen 26 Punkten im Oktober. Seine Saisonbilanz lautet zwölf Tore und 14 Assists, womit er sich in der ligaweiten Scorerwertung unmittelbar hinter seinem kongenialen Mannschaftskameraden einordnet.

Dass beide Stars innerhalb eines Monats jeweils mindestens 25 Punkte sammeln, ist inzwischen fast schon eine Spezialität des Edmonton-Duos. Im Oktober gelang ihnen dieses Kunststück bereits zum vierten Mal gemeinsam. Zuvor hatten sie im Dezember 2025 sowie im März 2024 und März 2023 entsprechende Marken erreicht.

In der NHL-Geschichte können nur wenige prominente Stürmerduos eine vergleichbare Bilanz vorweisen. Bryan Trottier und Mike Bossy schafften es sechsmal, während Jari Kurri und Wayne Gretzky, Jaromir Jagr und Mario Lemieux sowie Paul Coffey und Wayne Gretzky jeweils fünf entsprechende Monate vorweisen können. Mit inzwischen vier gemeinsamen Erfolgen haben sich McDavid und Draisaitl längst in diese illustre Gesellschaft gespielt.

Dabei ist die Rollenverteilung innerhalb der Mannschaft bemerkenswert. McDavid produziert derzeit in einem geradezu unglaublichen Tempo, während Draisaitl mit seiner Torgefahr und seinem Spielverständnis dafür sorgt, dass Edmonton auch dann gefährlich bleibt, wenn der Kapitän einmal nicht selbst den Abschluss sucht. Die zwölf Punkte Vorsprung McDavids auf den Deutschen unterstreichen zwar die aktuelle Ausnahmestellung des Kanadiers, ändern aber nichts daran, dass Draisaitl weiterhin zu den produktivsten Spielern der gesamten Liga gehört.

CGY@EDM: McDavid bedient Joseph und stellt damit einen neuen NHL-Rekord auf

McDavid beeindruckt nicht nur mit Zahlen

Auch innerhalb der Mannschaft wird McDavids Bedeutung längst nicht ausschließlich an seinen Scorerpunkten festgemacht. Verteidiger Ryan Shea hob insbesondere dessen Führungsqualitäten hervor. „Ich habe das Gefühl, dass gute Dinge passieren, sobald Connor den Puck hat“, beschrieb er die Wirkung des Kapitäns. Gemeinsam mit Draisaitl und den anderen offensiven Leistungsträgern könne McDavid Spiele kontrollieren und jederzeit für gefährliche Situationen sorgen.

Besonders beeindruckt zeigte sich Shea allerdings von der Arbeit abseits des eigenen Scheibenbesitzes. McDavid und die anderen Stars würden konsequent nach hinten arbeiten, Gegner verfolgen und ihren Körper einsetzen. Sie gingen inzwischen auch körperlich deutlich entschlossener zu Werke. Für Shea ist das ein wichtiges Signal an die gesamte Mannschaft: Wenn die besten Spieler bereit seien, diese unangenehmen Aufgaben zu übernehmen, müsse sich auch der Rest des Teams daran orientieren.

Nugent-Hopkins beschrieb eine ähnliche Wahrnehmung. Selbst wenn bei McDavid oder den Oilers einmal nicht alles nach Plan laufe, finde der Kapitän normalerweise einen Weg, das Spiel mit einer besonderen Aktion wieder in die gewünschte Richtung zu lenken. Aus solchen Momenten entstünden häufig unmittelbar Tore. Genau diese Fähigkeit mache ihn so außergewöhnlich.

Auch Edmonton als Mannschaft kommt immer besser in Fahrt

Der Erfolg gegen die Islanders war allerdings nicht nur eine weitere Demonstration individueller Klasse. Edmonton überzeugte auch als Mannschaft und feierte bereits den sechsten Auswärtssieg im sechsten Saisonspiel in der Fremde. Seit der Saison 2014/15 ist dies erst dem fünften NHL-Team gelungen.

Besonders erfreulich aus Sicht der Oilers war zudem die Leistung von Torhüter Tristan Jarry. Der Schlussmann parierte alle 18 Schüsse der Islanders und feierte damit bereits seinen zweiten Shutout in Folge. Schon beim 4:0 gegen die Calgary Flames am Mittwoch war er ohne Gegentor geblieben.

Trainer Mike Babcock zeigte sich entsprechend zufrieden mit der Entwicklung seines Torhüters. Jarry habe den Sommer intensiv genutzt und gemeinsam mit Torwarttrainer Pete Aubry hart gearbeitet. Nun scheine er sein Selbstvertrauen zurückgewonnen zu haben. Das sei nicht nur für die Oilers, sondern auch für Jarry persönlich und seine Familie eine erfreuliche Entwicklung.

Bei den Special Teams sieht Babcock noch Luft nach oben. Während das Penalty Killing bereits überzeugend funktioniere und zunehmend Sicherheit gewinne, könne das Powerplay trotz eines Treffers noch schärfer agieren. Beide Mannschaftsteile sollten sich im weiteren Saisonverlauf weiter verbessern.

Für Edmonton sind das vielversprechende Aussichten. Die Mannschaft steht nach 14 Begegnungen bei einer Bilanz von 10-2-2. Sieben der vergangenen acht möglichen Punkte wurden eingefahren. Vor allem aber können sich die Oilers derzeit auf zwei Spieler verlassen, die Woche für Woche außergewöhnliche Maßstäbe setzen. McDavid und Draisaitl sind längst mehr als nur die offensiven Aushängeschilder des Teams. Sie sind der entscheidende Motor einer Mannschaft, die in dieser Saison offenbar erneut große Ambitionen verfolgt.

Verwandte Inhalte