Nur noch Esposito und Bucyk vor Pastrnak
Mit diesem Tor schob sich der Tscheche auf Position drei in der ewigen Torjägerliste der Bruins. Er überholte damit seinen ehemaligen Teamkameraden Patrice Bergeron, der am 9. November in die Hockey Hall of Fame eingeführt wird. Bergeron brachte es in 1294 Partien für die Bruins auf 427 Tore. Sein letztes schoss er im 1288. Spiel. Vor Pastrnak sind jetzt nur noch Phil Esposito (459) und Johnny Bucyk (545).
„Bergeron ist eine Legende, ein unglaublicher Spieler. Ich fühle mich geehrt und darf mich auch glücklich schätzen, dass ich ihn zu meinen Freunden zählen darf. Es ist eine Ehre, dass ich ihn kenne und dass ich von ihm lernen durfte“, sagte Pastrnak nach der Partie gegen Chicago. Dass er so viel von seinem Mentor gelernt habe, sei gleichermaßen einer der Gründe, warum er diesen nun überholt habe. Auch Pastrnaks Coach zeigte sich begeistert: „Das ist ein wichtiger Meilenstein. Wenn man das mit einem Franchise wie den Bruins erreicht, ist das umso beeindruckender. Das zeigt einfach, welche Art Spieler er ist. Ich weiß jetzt nicht genau, wie alt er ist, aber er ist noch nicht am Ende angekommen“, betonte Sturm.
Lob aus berufenem Munde
Lob und Zuspruch gab es ebenfalls von den beiden NHL-Größen, die noch vor dem 30-Jährigen in der Statistik stehen. „In ein paar Jahren wird mich David wahrscheinlich überholen. Und es wird mich für ihn freuen. Er hat einen großartigen Schuss, ist ein guter Schlittschuhläufer, aber viel wichtiger ist, dass er auch noch ein sympathischer Junge ist. Man kann mit ihm sprechen, er ist sehr höflich. Ich kann ihn gar nicht genug loben. Ich will einfach nur, dass er so weitermacht“, erklärte Bucyk.
Auch Esposito hat nur wenig Zweifel daran, dass Pastrnak seine 459 Tore überholen wird und auch Bucyks 545 nicht außer Reichweite sind. „Er ist ein fantastischer Spieler. Er ist clever und weiß, wohin er zu gehen hat und wie er sich freilaufen muss, speziell in Überzahl. Er bewegt sich gut und bringt sich selbst in gute Schussposition. Er hat einen guten Schuss und wird diesen auch schnell los, wie ich damals“, meinte Esposito.
Alleine auf weiter Flur, das war Pastrnak auch bei seinem Treffer gegen Chicago. Es war zwar kein Powerplaytor, dafür aber ein Alleingang nach Vorlage von Pavel Zacha. Diese Gelegenheit ließ sich Pastrnak nicht nehmen. „Das war eine super Aktion von Pavel. Er hat das ein paar Minuten vorher schon einmal ähnlich gemacht, da konnte ich das aber nicht nutzen“, meinte der Torschütze.