Der zweifache Stanley Cup Champion Nico Sturm äußerte sich in einem Mediengespräch am Dienstag über die anstehenden Olympischen Spiele Milano Cortina 2026 sowie über seinen NHL-Klub, die Minnesota Wild, die nach dem Trade von Quinn Hughes zum Favoritenkreis zählen.
Schnell eine Einheit formen
Sturm zählt zu den sechs Spielern, die bereits vorab im Juni für die Olympischen Spiele nominiert wurden, und freut sich auf einen Karriere-Höhepunkt im Februar.
„Wir werden vom Kader her die beste Mannschaft aller Zeiten haben - die Gegner aber natürlich auch. Von daher freue ich mich auf einen guten Gratmesser für das deutsche Eishockey. Es wird eine perfekte Gelegenheit, um auszutesten, wo wir stehen, wenn alle Spieler dabei sind. Ich freue mich auf die Jungs, die ich nicht so oft sehe. Es ist immer eine tolle Truppe“, sagt Sturm. „Mit Leon (Draisaitl, d. Aut.) habe ich das letzte Mal bei der U18 oder so zusammengespielt. Ich freue mich sehr, von ihm etwas abzuschauen und lernen zu können. Im Moment ist es noch relativ ruhig, weil wir so extrem viel spielen. Das ist extrem viel Eishockey und Stress. Es rückt näher, aber ich denke nicht jeden Tag daran.“
Für den 30-jährigen Augsburger wird es die erste Teilnahme bei Olympischen Spielen sein. Der Spätzünder tauchte überhaupt erst sehr spät auf dem DEB-Radar auf, war bei den vorausgegangenen Weltmeisterschaften oft selbst in den Stanley Cup Playoffs gefordert und kam daher erst bei zwei WMs zum Einsatz. Mit seiner großen Erfahrung, seinem Sieger-Gen und seiner Vorbild-Rolle wird Sturm ein ganz wichtiger Teil der deutschen Nationalmannschaft bei Olympia sein.
„Es wird darum gehen, welche Mannschaften so schnell wie möglich als Team zusammenkommen und ihren Rhythmus finden. Wie spielen wir den Forecheck? Wie verteidigen wir? Was machen wir in Über- und Unterzahl? Wie schnell werden wir es schaffen, zusammen auf derselben Seite zu stehen“, glaubt Sturm an die große Bedeutung von Zusammenhalt und Teamgeist im Olympischen Turnier.
Passend für jede Rolle
Für Deutschland bekleidete Sturm auch schon Scorer-Rollen in den Top-6-Reihen sowie im Powerplay. In der NHL ist sein Job normalerweise eher des Arbeiters in den Bottom-6-Reihen sowie als Experte in Unterzahl. Wo der Blondschopf seine Erfahrung aus 353 Spielen, 30 Playoff-Partien und zwei Stanley Cup Siegen einbringen wird, ist ihm herzlich egal.



















