Im Hintergrund lief die Wohnungssuche in Denver. "In den ersten zwei Wochen war ich im Hotel und musste mir mein Essen immer bestellen oder unterwegs etwas mitnehmen. Ich habe danach eine Wohnung in Denver gefunden und sie bis zur ersten Playoff-Runde gemietet, denn ich wollte jetzt keine Möbel einrichten. Ich habe ja auch noch meine Wohnung in Minneapolis, wo meine Freundin nach wie vor lebt und arbeitet. Ich hatte damals vielleicht ein, zwei kleine Taschen gepackt und schlage mich jetzt so durch." Von der Stadt oder den umliegenden Rocky Mountains konnte der Neuzugang bislang nur wenig sehen. "Mein Fokus liegt jetzt voll auf dem Eishockey, es wird aber auch die Zeit kommen, in der ich das typische Touristen-Programm abspulen kann", lacht Sturm.
Aus der 7 wird die 78
In der Avalanche-Organisation hatte der 1,91 Meter große und 95 Kilogramm schwere Linksschütze keinerlei Anlaufschwierigkeiten. "Es ist natürlich immer unangenehm, irgendwo der Neue zu sein. Gerade für mich, denn ich bin ein Kopfspieler und muss mich wohlfühlen, damit ich meine Leistung bringen kann", berichtet Sturm. "Die Mannschaft weiß natürlich auch, warum ich geholt wurde und dass ich ihr weiterhelfen kann. Sie haben mich also schnell und positiv aufgenommen. Vom ersten Tag an war alles super, ich habe mich schnell eingelebt und wohlgefühlt, im Training, in den Spielen und auch neben dem Eis. Ich war selbst überrascht, wie schnell das ging, denn ich dachte, dass das länger dauert."