Der Kapitän der Devils spricht über seine Rückkehr

Die New Jersey Devils haben ihren Kapitän Nico Hischier zurück. Er stand am Dienstag bei der 0:3-Heimniederlage gegen die New York Rangers nach einer Zwangspause von 24 Spielen erstmals wieder auf dem Eis. Ein Nasennebenhöhlenbruch hatte ihn außer Gefecht gesetzt. Sein Schweizer Landsmann Jonas Siegenthaler feierte im gleichen Spiel sein Debüt für die Vertretung aus Newark. Er war am Sonntag von den Washington Capitals nach New Jersey getradet worden.

Einen attraktiveren Gegner hätte es für das Comeback von Hischier und den Einstand von Siegenthaler gar nicht geben können. Denn beim traditionsreichen Hudson-River-Derby zwischen den Devils und den Rangers geht es immer voll zur Sache. Da in dieser Woche noch drei weitere Duelle zwischen den beiden Rivalen an wechselnden Schauplätzen auf dem Spielplan stehen, kommt nun ein Hauch Playoff-Atmosphäre dazu.
Bis auf das Endergebnis durfte Hischier mit der Leistung bei seiner Rückkehr zufrieden sein. Der Walliser stand 20:58 Minuten auf dem Spielfeld, davon 2:51 im Powerplay. Er gewann 62 Prozent seiner Bullys und gab zwei Torschüsse ab. "Es hat Spaß gemacht, wenngleich der Ausgang des Spiels frustrierend ist", sagte er nach dem Match im Prudential Center. "Ich fühlte mich im Großen und Ganzen gut. In jedem Drittel lief es besser. Ab und an hat ein wenig das Timing gefehlt. Ich denke, dass ich sicher noch ein paar Spiele brauche, um in Bestform zu kommen."
Über den Ausgang der Partie zeigte sich Hischier enttäuscht. Obwohl sich die Devils mit 27:20 Torschüssen ein Chancenplus erarbeitet hatten, konnten sie Gäste-Schlussmann Igor Shesterkin nicht überwinden. "Wir waren ein paar Mal nahe dran. Ihr Torhüter hat zwar gut gespielt. Aber wir müssen ihm das Leben schwerer machen, mehr Pucks vor seinen Kasten bringen und mit mehr Spielern dorthin gehen, um auch mal eines dieser dreckigen Tore zu schießen", konstatierte New Jerseys Mannschaftsführer.

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Zwischen beiden Teams war es das fünfte Aufeinandertreffen in der laufenden Saison. In den ersten beiden Vergleichen behielten die Devils die Oberhand (4:3, 5:2), danach setzten sich dreimal die Rangers durch (6:1, 6:3, 3:0). Die verbleibenden drei Hudson-River-Derbys in dieser Spielzeit gehen allesamt in den kommen Tagen über die Bühne. Am Donnerstag (7 p.m. ET; NHL.TV; Fr. 1 Uhr MESZ) und am Samstag (12:30 p.m. ET; NHL.TV, 18:30 Uhr MESZ) stehen sich beide Klubs in New York im Madison Square Garden gegenüber. Am Sonntag (3 p.m. ET; NHL.TV; 21 Uhr MESZ) ist wiederum das Prudential Center in Newark der Austragungsort.
Hischier blickt schon erwartungsvoll auf das Wiedersehen am Donnerstag und die Möglichkeit, die Serie gegen die Rangers auszugleichen. "Diese Spiele machen Spaß, weil die Emotionen bei den Spielern und den Fans hochkochen. Ich mag solche Duelle und freue mich darauf, erneut gegen diese Jungs zu spielen", ließ er verlauten.
Für Siegenthaler war die Rivalität zwischen beiden Mannschaften dagegen eine völlig neue Erfahrung. Bis Sonntag konnte er nicht ahnen, dass er bei diesem emotionsgeladenen Derby mitmischen würde. Dann bekam der Zürcher die Nachricht von dem Trade. Die Capitals hatten ihn für ein Wahlrecht in der dritten Runde beim NHL Draft 2021 an die Devils abgegeben.

Jonas Siegenthaler spricht über sein Devils-Debüt

"Die vergangenen Tage waren stressig. Ich habe schnell alles gepackt und bin anschließend gleich mit dem Auto nach Newark gefahren. Ich habe mir direkt die Arena angeschaut und die Teamkollegen kennengelernt. So richtig realisiert hatte ich den Wechsel allerdings erst, als ich das erste Mal das Trainingsjersey der Devils angezogen habe", berichtete der neue Mann in der Defensive von New Jersey. Dort dürfte er wesentlich mehr Eiszeit erhalten als zuletzt in Washington, wo er als siebter Verteidiger häufig mit einem Platz auf der Tribüne vorliebnehmen musste.
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Bei seinem neuen Klub gefällt es Siegenthaler nach eigenen Worten ausgezeichnet. "Ich fühle mich wohl, vor allem weil Nico da ist. Die Jungs sind alle nett und hilfsbereit. Es ist ein gutes Team. Ich passe hier rein und versuche mein Bestes zu geben", betonte der Blueliner.
Bei seinem Debüt hatte Siegenthaler eine Einsatzzeit von 15:45 Minuten, zwei Checks und eine Plus-Minus-Bilanz von -1 zu verzeichnen. "Anfangs war ich etwas nervös, weil ich eine ganze Weile nicht gespielt hatte", räumte er im Nachgang ein. Er hoffe aber, dass er sich mit mehr Spielpraxis rasch an das System der Devils gewöhnen wird.